Diesel teurer als Benzin – Gründe

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Ein Diesel ist beim Kauf teurer als Benziner

Die Entscheidung zwischen Diesel oder Benziner hat oftmals einen finanziellen Hintergrund. Möchten Sie sich ein Fahrzeug mit Dieselmotor kaufen, zahlen Sie bei einem Fahrzeug der Mittelklasse etwa 2.000 bis 3.000 Euro mehr, als wenn Sie einen Benziner erwerben. Diese höhere Investition schlägt sich auch beim Gebrauchtwagenkauf nieder.

Der Benziner arbeitet mit einer Einspritzung, der Diesel ist ein Selbstzünder. Dies ist einer der Gründe dafür, dass Fahrzeuge mit Dieselmotor einen geringeren Kraftstoffverbrauch haben und Sie hier Sprit sparen können. Der Durchschnittsverbrauch ist im direkten Vergleich von der Größe des Motors und den Fahrgewohnheiten abhängig. Moderne Benziner sind im Verbrauch ebenfalls sehr günstig, sodass Sie mitunter nur einen Liter pro hundert Kilometer weniger verbrauchen. Bei älteren Fahrzeugen und sehr großen Motoren kann sich der Verbrauch jedoch um bis zu fünf Litern pro hundert Kilometern unterscheiden – zugunsten des Diesels. So verbraucht ein Audi A6 mit einem 3 Liter TDI-Dieselmotor im Durchschnitt acht Liter pro gefahrene 100 Kilometer. Ein Fahrzeug mit 3,2 Liter Benzinmotor liegt deutlich über zehn Liter. Der Vergleich bezieht sich auf Autos, die im Jahre 2007 erstmals zugelassen wurden.

Darüber hinaus sind Dieselmotoren robuster und haben eine höhere Laufleistung. Die Motoren können bei guter Pflege und dem entsprechenden Fahrverhalten mehrere 100.000 Kilometer zuverlässig laufen.

Steuer und Versicherung sind teurer als beim Benziner

Die Steuer eines Fahrzeugs mit Dieselmotor ist deutlich teurer als die eines Benziners. Für den Audi A6 mit 3 Liter TDI-Dieselmotor und der Erstzulassung im Jahre 2007 werden pro Jahr 463 € Kfz-Steuer fällig. Der Benziner mit dem 3,2 Liter Motor kostet mit 216 € jährlich weniger als die Hälfte. Die Differenz von knapp 250 € im Jahr können Sie durch den preiswerteren Kraftstoff nur dann ausgleichen, wenn Sie eine hohe Laufleistung haben. Darüber hinaus sind die Versicherungsbeiträge, die für einen Diesel fällig werden, häufig etwas höher. Dies ist aber stark von der Fahrzeugmarke abhängig. Bei den Beispielfahrzeugen von Audi zahlen Sie etwa 60 Prozent mehr Versicherungsbeitrag. Dies kann aber nicht auf andere Fahrzeuge angewendet werden. Ein Audi A6 mit Dieselmotor wird sehr viel häufiger gestohlen als ein Fahrzeug mit Ottomotor.

Die jährliche Fahrleistung mit Diesel und Benzin

Sie können für jedes Fahrzeug exakt ausrechnen, ab welcher Fahrleistung Sie die höheren Nebenkosten durch die günstigeren Spritpreise ausgeglichen haben. Da die Benzinpreise höher besteuert sind, beträgt die Differenz pro Liter im Durchschnitt 15 bis 20 Cents. Die Steuer liegt beim Diesel 22 Cents unter der für den Benziner. Diese Werte gelten für Deutschland. Pauschal können Sie davon ausgehen, dass ein Diesel teurer ist als ein Benziner, wenn Sie weniger als 20.000 Kilometer im Jahr fahren. Die Ersparnis durch den preiswerteren Dieselkraftstoff wird mit einer größeren Laufleistung höher. Ab einer Laufleistung von 50.000 Kilometern im Jahr ist die Anschaffung eines Dieselfahrzeugs wirklich lohnenswert.

Dieselmotoren sollten für Langstrecken bevorzugt werden

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Fahrzeuge mit Dieselmotor ideal für Langstrecken sind. Die Motoren haben eine höhere Laufleistung, einen geringeren Verbrauch und der Kraftstoff ist preiswerter. Die höheren Kosten für die Kraftfahrzeugversicherung und die Kfz-Steuer fallen durch die geringeren Betriebskosten nicht so deutlich ins Gewicht. Der höhere Anschaffungspreis für die Fahrzeuge amortisiert sich durch die längere Laufleistung. Fahren Sie hingegen bevorzugt Kurzstrecken, sollten Sie einen Benzinmotor bevorzugen. Dieselmotoren benötigen länger als Benziner, bis sie auf Betriebstemperatur kommen, was diese im Kurzstreckenbetrieb teurer macht. Der Verschleiß am Motor ist höher, wenn Sie ihn kalt fahren. Der Benziner steckt Kurzstrecken hingegen besser weg.

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