Tipps für die theoretische Führerscheinprüfung

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Bevor Fahrschüler zur praktischen Prüfung antreten können, um den heiß ersehnten Führerschein zu erhalten, müssen sie zunächst in der theoretischen Führerscheinprüfung beweisen, dass sie die Verkehrsregeln kennen, heikle Situationen im Straßenverkehr richtig einschätzen können und das theoretische Hintergrundwissen zum Führen eines Kraftfahrzeugs besitzen. Fahrschüler können zur theoretischen Führerscheinprüfung antreten, nachdem sie insgesamt mindestens 14 Doppelstunden theoretischen Unterricht in der Fahrschule genommen haben.

 

Wie läuft die theoretische Prüfung ab und wie viele Fehler sind erlaubt?

Um die theoretische Führerscheinprüfung zu bestehen, müssen die Fahrschüler insgesamt 30 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren beantworten. Die Prüfung findet an einer zentralen Stelle, etwa an einer TÜV-Niederlassung zu bestimmten Terminen für die Fahrschüler mehrerer Fahrschulen statt. Dabei handelt es sich um Fragen aus dem Grundwissen, das alle Verkehrsteilnehmer parat haben sollten und um Spezialfragen, die auf die jeweilige Führerscheinklasse zugeschnitten sind. Die Fragen besitzen eine unterschiedliche Wertigkeit zwischen zwei und fünf Punkten. Erlaubt sind insgesamt maximal zehn Fehlerpunkte. Wer allerdings zwei Fragen, die mit fünf Punkten gewichtet sind, falsch beantwortet, ist durchgefallen.

An sich ist das kein Problem, weil sich die theoretische Führerscheinprüfung problemlos und mehrfach wiederholen lässt. Die Fahrschüler müssen lediglich beachten, dass die Wiederholung innerhalb eines Jahres erfolgen muss, nachdem sie den Führerschein bei der zuständigen Führerscheinstelle beantragt haben. Lediglich wenn ein Fahrschüler die theoretische Führerscheinprüfung dreimal in Folge nicht schafft, muss er bis zur erneuten Prüfung drei Monate warten. Nach einer fehlgeschlagenen theoretischen Führerscheinprüfung gilt es in jedem Fall, Ursachenforschung zu betreiben: War die Vorbereitung mangelhaft oder ist der Prüfling gescheitert, weil er unter Prüfungsangst leidet? In beiden Fällen kann er für den nächsten Prüfungstermin vorsorgen.

 

Das kostet die theoretische Fahrprüfung

Dass der Führerschein Klasse B in Deutschland keinen einheitlichen Preis kostet, liegt an regional unterschiedlichen Preisen von Fahrschulen. Die Kosten für den Führerschein liegen etwa zwischen 1.500 und 2.400 Euro. Die Gebühren für die theoretische Führerscheinprüfung haben daran den geringsten Teil. Sie betragen bundesweit einheitlich 11,07 Euro, falls ein fremdsprachiger Fragebogen verwendet wird, liegen sie bei 35,11 Euro.

 

Die Zulassungsvoraussetzungen für die theoretische Führerscheinprüfung

Die Mindestzahl an Theoriestunden in der Fahrschule ist nur eine von mehreren Voraussetzungen, die der Fahrschüler erfüllen muss, um bei der theoretischen Führerscheinprüfung antreten zu dürfen. Die weiteren Voraussetzungen sind:

• Jeder Fahrschüler muss einen Sehtest absolvieren, damit er zur Prüfung zugelassen wird. Diesen kann er bei einem Augenarzt oder Optiker absolvieren. Sofern jemand den Sehtest nicht besteht, wird das vermerkt und im Führerschein eingetragen, dass er eine Sehhilfe benötigt. Der Sehtest selbst kostet weniger als zehn Euro.

• Den sogenannten Kurs für Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort führen Einrichtungen wie das Rote Kreuz durch. Welche Einrichtungen den Kurs vor Ort anbieten, erfährt der Fahrschüler bei seinem Fahrlehrer. Der Kurs kostet etwa 30 Euro.

• Der Führerschein muss bei der zuständigen Führerscheinstelle beantragt und durch das Einwohnermeldeamt überprüft werden. Dabei wird überprüft, ob der Fahrschüler das Mindestalter besitzt oder ob der Führerschein zuvor eingezogen wurde. Der Antrag kostet 37,50 Euro, die Prüfung 5,10 Euro. Im Rahmen des begleitenden Fahrens ab 17 werden weitere Gebühren erhoben, weil auch die Begleitperson überprüft werden muss.

 

Richtig vorbereitet in die theoretische Führerscheinprüfung

Grundsätzlich stellt die Fahrschule das notwendige Lehrmaterial in Form von Büchern und Fragebögen zur Verfügung. Im Grunde handelt es sich um dieselben Fragebögen, wie sie auch in der theoretischen Führerscheinprüfung verwendet werden. Allerdings ist es wegen der Vielzahl an Fragen, die auf den Bögen zudem unterschiedlich zusammengestellt sind, äußerst unwahrscheinlich, dass ein bereits bearbeiteter Fragebogen bei der Prüfung erneut vorgelegt wird. Die sorgfältige Vorbereitung auf die theoretische Führerscheinprüfung wird außerdem durch verschiedene Online-Angebote ergänzt. Diese orientieren sich ebenfalls an den Fragen, die bei der theoretischen Führerscheinprüfung vorgelegt werden.

 

Keine Angst vor der Prüfung

Zahlreiche Fahrschüler, die zur theoretischen Führerscheinprüfung antreten, scheitern nicht am fehlenden Wissen, sondern eher an sich selbst. Prüfungsangst macht sie nervös, sodass sie häufig das Gelernte nicht mehr abrufen können. Jedoch können sich die Prüflinge im Vorfeld auch auf diese Stresssituation vorbereiten. Beispielsweise lässt sich die Prüfungssituation unter Zuhilfenahme einer Stoppuhr und Prüfungsbögen gemeinsam mit Freunden oder Familienmitgliedern zu Hause simulieren. Auch der Fahrlehrer kann zur Beruhigung seiner Schüler beitragen. Schließlich kennt er die Prüfer und so manche ihrer Eigenheiten aus langjähriger Zusammenarbeit.

Am Abend vor dem Prüfungstermin sollten sich die Fahrschüler idealerweise mit angenehmen Beschäftigungen ablenken und auf Genussmittel wie Alkohol verzichten. Gegebenenfalls können Entspannungsübungen und beruhigende Tees gegen Verspannungen helfen und ausreichend Schlaf bescheren. Dann können sich die Fahrschüler am Tag der theoretischen Führerscheinprüfung Zeit für ein ausgiebiges Frühstück nehmen, um gut gestärkt in die Prüfung zu gehen. Ähnlich wie bei anderen Prüfungen sollten die Prüflinge auch am Tag der theoretischen Führerscheinprüfung auf alles verzichten, was sie zusätzlich in einen Stresszustand versetzen könnte. Keinesfalls sollten die Prüflinge Schmerzmittel oder beruhigende Medikamente vor der Prüfung einnehmen. Denn diese beeinträchtigen neben der Reaktionsfähigkeit unter Umständen auch das Denkvermögen. Dadurch ist dann ein Scheitern bei der theoretischen Führerschein bereits so gut wie vorprogrammiert.

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