Firmenwagenrechner

Rechner

In vielen Fällen haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Dienstwagen bzw. Firmenwagen zu nutzen – und das je nach Arbeitgeber nicht nur für betriebliche, sondern auch für private Zwecke. Der Arbeitnehmer erhält dadurch einen finanziellen Vorteil, mit dem Unterschied, dass ihm dieser nicht als Lohn bzw. Geld, sondern als sogenannter „Sachbezug“ zugutekommt. Man spricht in diesem Sinne von einem „geldwerten Vorteil“, der nach Deutschem Steuerrecht versteuert werden muss – indes natürlich nur der privat genutzte „Anteil“ des Firmenwagens. Für die Berechnung des zu versteuernden Betrags gibt es nun zwei Möglichkeiten: Entweder mithilfe eines Fahrtenbuches oder häufiger pauschal nach der Ein-Prozent-Regelung. Letztere kommt in unserem Firmenwagenrechner zum Einsatz:

Was Sie zur Kostenberechnung für den Firmenwagen wissen müssen

Der Firmenwagenrechner basiert auf vier simplen Eingaben (siehe oben):

Listenpreis des PKW:

Geben Sie hier die Höhe des Brutto-Anschaffungspreises für das Fahrzeug an, das Sie als Firmenwagen nutzen. Verwenden Sie hierfür den Listenpreis in Deutschland, den das Fahrzeug bei der Anschaffung wert war. Falls Sie sich am Kauf beteiligt hatten, mindert dies den geldwerten Vorteil – Sie können also den entsprechenden Betrag vom Gesamtpreis einfach abziehen. Für die spätere Berechnung wird letzterer automatisch auf die nächsten vollen hundert Euro abgerundet (aus 26.170 Euro werden also beispielsweise 26.100 Euro). Für den geldwerten Vorteil sind pro Monat ein Prozent des eingegebenen Werts angesetzt. Auf diese Weise werden die gesamten Kosten wie Wertverlust, Zinsen, Steuern, Versicherung, Wartungen und Reparaturen des Firmenwagens abgegolten. Darüber hinaus ist es bei der Berechnung über die Ein-Prozent-Regelung unerheblich, in welchem Umfang Sie das Fahrzeug privat nutzen. Anders verhält es sich bei Nicht-Arbeitnehmern: Seit Januar 2006 muss in diesem Fall der Firmenwagen nachweislich zu mindestens 50 Prozent betrieblich genutzt werden. Soll die Abrechnung hingegen genau erfolgen, ist die Führung eines Fahrtenbuches nötig.

Entfernung Arbeit-Wohnort:

Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils ist es zudem nötig, die Wegekosten für die Fahrten vom Wohnort zum Arbeitsplatz (und umgekehrt) fest mit einzuberechnen. Auch hier wird eine Pauschale in Bezug auf den Listenpreis des Wagens angesetzt: Pro Entfernungskilometer fallen monatlich 0,03 Prozent des Neuwerts an, maximal sind 4.500 Euro möglich. Diese Regelung ist jedoch nur dann zulässig, wenn die Strecke Arbeit-Wohnort mindestens 46 Mal pro Jahr gefahren wird. Ansonsten ist auch hier die Fahrtenbuchregelung nötig.

Private Selbstbeteiligung:

Falls Sie sich an den Unterhaltungskosten beteiligen, so hat dies hingegen keinen direkten Einfluss auf den geldwerten Vorteil. Weil sich diese Kosten häufig ändern, sind Leistungen wie das Betanken des Fahrzeugs oder etwa die Auslegung von Reparaturen jeden Monat aufs Neue vom jeweiligen, zu versteuernden Endbetrag abzuziehen: Ergibt sich laut Listenpreis und Kilometerpauschale beispielsweise ein zu versteuernder Wert von 500 Euro, so ist dieser Betrag fix, während Benzinkosten von 70 Euro den Betrag auf 430 Euro reduzieren, bei 50 Euro im nächsten Monat auf 450 Euro usw.. Für den Rechner ist es daher am Einfachsten, Sie schätzen die durchschnittlichen monatlichen Aufwendungen ab und geben diese in das Feld ein. Das Ergebnis sagt Ihnen,  mit welchem zu versteuernden Betrag Sie pro Monat auf das ganze Jahr betrachtet rechnen müssen.

Arbeitgeberanteil:

Ihr Arbeitgeber hat in der Regel die Möglichkeit Anteile des geldwerten Vorteils pauschal – also tageweise – zu übernehmen, um einen steuerlichen Vorteil zu erzielen. Falls dies bei Ihnen zutrifft, geben Sie in den Rechner einfach die Anzahl der Tage ein, die Ihr Arbeitgeber für Sie übernimmt.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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