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Jeep Cabrio

Jeep, Jeepster und Wrangler

Beim Stichwort "Cabrio" Jeep den Vorzug vor so wunderschönen offenen Mittelklassewagen wie dem 3er BMW zu geben, zeugt von einer Affinität zum Groben. Denn ein Jeep ist auch schwerem Gelände durchaus gewachsen. Während sich die feingeistigen Cabrios der deutschen Premiummarken darin üben, möglichst zugfreie Sitzplätze anzubieten, gibt es bei einem Jeep Frischluft pur. Einige der seit 1940 in zahlreichen Generationen gebauten Freizeitsportler präsentieren sich wie der legendäre Willys-Overland ohne Dach und Türen. Die Frontscheibe kann abgeklappt werden.Nachdem die Ur-Version für das Militär entwickelt wurde, etablierten sich die ersten zivilen Malocher in der Landwirtschaft. So funktional sind die späteren Jeeps kaum noch geworden. Inzwischen ist der Geländewagen ein Freizeitmobil, das wie kaum ein anderes Auto den amerikanischen Way of life kultiviert. Cabrios gab es auch vom Jeep Jeepster (1948 bis 1973), der allerdings für deutsche Gebrauchtwagenkäufer kaum eine Rolle spielt.

Generationen und ihre Formate

Die Liste der Jeeps führt nach dem Willys die Modelle CJ-2 bis CJ-8 sowie CJ-10. Wer nach gebrauchten Jeeps für die Nutzung auf deutschen Straßen sucht, sollte sich auf die Versionen CJ-5, CJ-7 und den Nachfolger Wrangler stürzen. Während die ersten Jeeps noch etwa 3,3 m lang waren und 830 kg wogen, ist der CJ-5 (1954-83) ein paar Zentimeter kürzer, wiegt aber bis zu 2 t. Für das Gewicht ist vor allem die solidere Karosserie (inklusive Überrollbügel) zuständig. Auch die Antriebseinheiten sorgen für das hohe Gewicht. Am Ende der Palette ist ein 6,9 l großer V8 zu haben. In Deutschland sind vor allem die 3,8 und 4,2 l Reihensechszylindermotoren sehr beliebt. Der große Hubraum sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier, vor allem nach der Ölkrise 1973, spartanische PS-Zahlen die Regel sind. Ein Jeep ist aber auch kein Renner, sondern allenfalls ein Cruiser. Der CJ-7 ist knapp 4 m lang und damit deutlich länger. Auch bei der Breite legte er zu. Dennoch ist der CJ-7 in der Praxis erheblich leichter. Das liegt wiederum an der Motorenauswahl, die regulär bei einem 5,0 l V8 endet.Beim Cruisen zeigen sich die Leistungsunterschiede zwischen den Motorversionen weniger deutlich, als es die nackten Zahlen vermuten lassen. Vor allem kämpft der Jeep mit einer Windschlüpfrigkeit, die von einer Betonmauer unterboten wird. Noch gewöhnungsbedürftiger sind für viele Neuankömmlinge Lenkung und Fahrwerk. Ein Jeep Cabrio will auf allen Wegen gut geführt werden.Der Nachfolger Wrangler ist in der ersten Version spürbar zierlicher, wenngleich das Waldarbeiter-Design erhalten blieb. Die zweite Wrangler-Generation hielt sich etwa auf gleichem Niveau. Seit 2007 sind gebrauchte Wrangler der dritten Generation gefragt, die in allen Maßen wieder zulegten.

Kleiner und leistungsfähiger

Dass über die Generationen beim Jeep Cabrio die großen V8 Motoren wegfielen, wurde bei den Fans bedauert. Dass der Wrangler der dritten Generation mit einem Turbodiesel geordert werden kann, ist ein Sakrileg. Wer aber genauer hinschaut, muss der Entwicklung zustimmen. Bei einem Gewicht von über 2 t und der schon angesprochenen Frontgestaltung sind hohe Verbrauchswerte zu beklagen. Der 2,8 l große 4 Zylinder Turbodiesel mit 177 oder 200 PS ist sparsam und fähig für Gelände und Boulevard.