Im zunehmend global ausgerichteten Geschäft der Asiaten hatten die Flaggschiffe allerdings eine Sonderrolle: Sie waren in erster Linie für den heimischen Markt sowie für den Verkauf in einigen anderen asiatischen Ländern bestimmt. Das sollte sich ändern, als der Hersteller Mitte der 1980er Jahre daran ging, seine eigene Premiummarke Lexus zu kreieren und dafür unabhängig vom Mutterhaus Toyota eine Oberklasse-Baureihe zu entwickeln. Ziel der neuen Strategie: Mit Lexus wollten die Japaner international als Premiumhersteller wahrgenommen werden. Im Jahr 1989 war das erste Modell der neuen Marke zur Serienreife entwickelt und wurde unter dem Namen Lexus LS 400 am Markt eingeführt.
Die erste Generation des Lexus LS 400 wird bis ins Jahr 1994 gebaut
Obwohl die Lexus-Designer für ihr Premienmodell zunächst eine sportlich gezeichnete Karosserie passend zur geplanten kräftigen V8-Motorisierung in Erwägung gezogen hatten, entschied sich Toyota schließlich für eine traditionelle Oberklassen-Karosserie, die durch einen kastenförmigen Aufbau und eine bewusst sachliche Linienführung geprägt war. In mancherlei Hinsicht orientierte sich der Lexus LS 400 an amerikanischen Vorbildern, blieb mit einer Länge von knapp unter fünf Metern allerdings am unteren Ende dessen, was Amerikaner von Luxuslimousinen aus heimischer Produktion gewohnt waren. In seinen Abmessungen entsprach der LS 400 eher europäischen Erwartungen. Für die Motorisierung ihres Flaggschiffs nutzten die Japaner einen eigens für Lexus konzipierten V8-Motor mit 4,0 Litern Hubraum, der dem LS 400 in der ersten Bauphase bis zu 190 kW (258 PS) zur Verfügung stellte.
Die zweite Generation des Lexus LS 400 läuft von 1994 bis 2000 vom Band
Nachdem der Lexus LS 400 im Jahr 1992 eine kleine Modellpflege erhalten hatte, präsentierten die Japaner zwei Jahre darauf eine stilistisch mehr den 1990er Jahren angepasste Generation der Oberklasselimousine. Die sachliche Frontgestaltung und die großen Rechteckscheinwerfer blieben erhalten. Trotz etwas abgerundeter Kanten galt dies ebenso für die charakteristische Aufbauform. Auch bei der Technik änderte sich nichts Grundlegendes. Im LS 400 wurde weiterhin das bekannte V8-Aggregat verbaut, das in der zweiten Bauphase jedoch nun 194 kW (264 PS) leistete. Nach einem Facelift im Jahr 1997 wurde die Leistung des Aggregats auf 216 kW (294 PS) angehoben. Neu war außerdem die fünfstufige Schaltautomatik. Im Jahr 2000 lief die Produktion des Lexus LS 400 dann zugunsten des Lexus LS 430 aus.