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Porsche 964 Cabrio

Die Technik des 964

Der Sportwagen mit zwei Sitzen und zwei Notsitzen trug nie die Verkaufsbezeichnung Porsche 964, er wurde als 911 964 angeboten. Der im Jahr 1963 erstmals vorgestellte Porsche 911 war 1988 technisch überholt und fand keine Abnehmer mehr. Aber der "11er"-Porsche war eine Legende, daher wollte der Hersteller auf diese Bezeichnung nicht verzichten. Hätte Peugeot nicht die Rechte an allen Pkw-Bezeichnungen gehabt, die aus dreistelligen Zahlen mit einer "0" in der Mitte bestehen, wäre der Wagen als Porsche 901 auf den Markt gekommen. Außer der Verkaufsbezeichnung 911 hat das Porsche 964 Cabrio nichts von seinem Vorgänger übernommen. Ende der 1980er Jahre stellten die Käufer andere Ansprüche an ein Auto als 1967, die Kunden wollten nicht nur hohe Motorleistungen, sondern auch Fahrkomfort. Technisch griffen die Konstrukteure auf bereits bestehende Prototypen und die Fahrzeuge der Kleinserie 959 zurück. Neben dem Porsche 964 Cabrio kamen auch Coupés und Targas auf den Markt.

Die Karosserie des alten 911 wurde komplett überarbeitet und im Hinblick auf den cw-Wert optimiert. Dazu gehört eine Verkleidung der Bodengruppe und ein ab 80 km/h ausfahrender Heckspoiler. Dieser verbesserte auch die Motorkühlung. Das Porsche 964 Cabrio war ursprünglich nur als Allradfahrzeug (Carrera 4) erhältlich, der alte 911 wurde bis 1989 parallel dazu mit Hinterradantrieb (Carrera 2) angeboten. Ab diesem Modelljahr gab es auch das Porsche 964 Cabrio mit Hinterradantrieb. Das Leichtmetall-Fahrwerk wurde für die 964-Reihe neu entwickelt. Statt Drehstabfederung sind nun MacPherson-Federbeine (vorn) und Schraubenfedern (hinten) verbaut. Zusätzlich hatte das Porsche 964 Cabrio Servolenkung und ABS, alle Motoren sind im 964 mit einem geregelten Dreiwege-Katalysator ausgerüstet. Der Motor des 964 Cabrios ist wie beim Vorgänger ein luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor mit Trockensumpfschmierung, allerdings durch Doppelzündung und DME (Digitale Motor-Elektronik) aufgewertet. Der eingebaute Klopfsensor passt die Zündung automatisch verschiedenen Kraftstoffqualitäten an. Das Aggregat hat eine Leistung von 184 kW, als Turbo bis 265 kW. Die verbesserte Zündanlage und die aerodynamisch verbesserte Karosserie senken den Kraftstoffverbrauch des Porsche 964 Cabrio im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich. Daher befindet sich im 964 ein 77-Liter-Benzintank statt des bisherigen 85-Liter-Tanks, wodurch der Kofferraum nun größer ist. Ab Januar 1990 ist das Porsche 964 Cabrio mit "Tiptronic" erhältlich. Der Fahrer kann neben der automatischen Gangwahl die Fahrstufen auch frei wählen. Im Vergleich zu einigen anderen Sportwagen ist die Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h bei den Fahrzeugen ohne Turboaufladungen moderat. Mit Turbolader schafft es das Porsche Cabrio auf eine Spitzengeschwindigkeit von 290 km/h. Die Wagen beschleunigen in der stärksten Version in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Sonderserien und Sondermodelle

Porsche brachte von 964 einige Sonderserien heraus, um dem Wunsch der Kunden nach besonders sportlichen Fahrzeugen zu entsprechen. Diese sind im Hinblick auf die Motorleistung und das Fahrzeuggewicht optimiert und daher ausschließlich als Coupé erhältlich. Für Freunde des 964 Cabrio bot Porsche ab 1993 einen Speedster an. Käufer von gebrauchten Fahrzeugen müssen schon großes Glück haben, wenn sie Wagen aus dieser Serie erwerben wollen, denn das Unternehmen produzierte nur 930 Stück. Im Turbolook entstanden sogar nur 15 Fahrzeuge. Der Speedster unterscheidet sich vom normalen 964 Cabrio durch eine verkürzte Frontscheibe und eine veränderte Dachkonstruktion.