Seit 1951 produziert Toyota das Modell Land Cruiser in mittlerweile zahlreichen Varianten als Kombi oder Pick-up. Dieses als ausgesprochen robust und zuverlässig geltende Fahrzeug ist bis heute in der ganzen Welt erfolgreich, insbesondere in Regionen, in denen absolut geländetaugliche Autos erforderlich sind, zum Beispiel in Lateinamerika, Afrika, Australien oder der arabischen Welt. Die Geschichte des Toyota LC geht bis in das Jahr 1941 zurück, als die japanische Armee die Philippinen besetzte und dort Geländewagen des US-amerikanischen Herstellers Bantam entdeckten. Um ein vergleichbares Modell für das eigene Militär zu erhalten, beauftragte die japanische Regierung den Autohersteller Toyota mit der Entwicklung unter der Maßgabe, dass die japanischen Modelle keinerlei Ähnlichkeit mit dem amerikanischen Jeep haben sollten. Die Entwicklung von geländetauglichen Fahrzeugen in verschiedenen Größen begann. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs widmete sich der Hersteller der Entwicklung weiterer Geländewagen, die zunächst von japanischen Behörden und dem in Japan stationierten US-amerikanischen Militär eingesetzt wurden. Die ersten Modelle für den privaten Einsatz und den Export, die Toyota schließlich ab 1954 produzierte, erhielten den zivilen Modellnamen Land Cruiser und eine komfortablere Ausstattung als die bis dahin nur für den öffentlichen Einsatz gebauten Fahrzeuge.
Bei den Modellen handelt es sich um großräumige Karosserien in Form eines Kombi sowie wahlweise um Pick-ups. Seit den 1980er Jahren steht der Land Cruiser außerdem mit einem abnehmbaren Soft- oder Hardtop auch als offene Version zur Verfügung. Von Beginn an bietet Toyota parallel zwei Modelle an, ein kleineres und ein größeres. Die Versionen tragen Typbezeichnungen, die sich aus dem Buchstaben J und einer Zahl zusammensetzen. So werden die ersten Modelle für den zivilen Einsatz von 1954 als J2 und J3 bezeichnet. Die derzeit auf dem österreichischen Markt erhältlichen Land Cruiser der sechsten Modellgeneration mit der Typbezeichnung J15 werden als Land Cruiser 300 bezeichnet. Der Typ J20 heißt hierzulande Land Cruiser 200. Charakteristisch für den Land Cruiser sind hubraumstarke Diesel- und Benzinmotoren, der Allradantrieb, eine robuste Federung sowie eine hohe Bodenfreiheit mit entsprechend großem Raddurchmesser. Im Laufe der Bauzeit gesellten sich Modelle mit größerem Radstand sowie viertürige Karosserien zur Modellpalette. 2015 sind in Österreich Toyota LC mit folgenden Motoren erhältlich:
Zusätzlich kann je nach Modell zwischen einem manuellen Sechsganggetriebe oder einer 6-Gang-Automatik-Schaltung gewählt werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h. Die Käufer können sich zwischen einer Vielzahl an Modellen wie Country, City, Elegance, Executive oder V6 entscheiden.
Wer einen Toyota Land Cruiser kaufen möchte, hat neben den Neufahrzeugen die Wahl zwischen zahlreichen Gebrauchtwagen auf dem nationalen und internationalen Markt. Neben den für den österreichischen Markt vorgesehenen Motorisierungen und Ausstattungen stehen zahlreiche Varianten auf dem weiteren europäischen und außereuropäischen Markt zur Verfügung. Die Modelle J2 bis J5 sowie die ersten Fahrzeuge der Serien J6 und J7 erfüllen inzwischen den Oldtimerstatus.