Gebrauchte VW Polo Jahreswagen bei AutoScout24 finden

VW Polo Jahreswagen

Der Polo entwickelt sich zu einem der wichtigsten VW-Volumenmodelle

Sachliches Design, stadtgerechte Abmessungen, praktische große Heckklappe, Platz für vier oder fünf Personen, eigentlich hatte die bayerische VW-Tochter Audi Mitte der 1970er Jahre schon das Konzept der heutigen City Cars in einem Serienmodell umgesetzt, das unter dem Namen Audi 50 ab dem Jahr 1974 auf den Markt kam und perfekt dazu geeignet war, das Programm der Ingolstädter nach unten auszubauen. Ein moderner Kleinwagen mit Frontantrieb, das war jedoch genau das, was dem Mutterunternehmen Volkswagen fehlte. So übernahmen die Niedersachsen das Konzept, speckten bei der Ausstattung und den eingesetzten Motoren ab und verkauften den kleinen Audi ohne große optische Veränderungen ein Jahr später auch als VW Polo. Für zwei Modelle desselben Kalibers schien in dem Markenverbund der Niedersachsen damals jedoch kein Platz zu sein. Während der Kleinwagen bei Audi nach kaum fünf Jahren Bauzeit aus dem Programm verschwinden musste, entwickelte sich der Polo bei VW neben dem fast zur gleichen Zeit eingeführten Golf Kompaktwagen zu einem der wichtigsten Volumenmodelle. Entsprechend gehörte der VW Polo in den unterschiedlichen Generationen auch als Gebrauchter oder Jahreswagen zu den am meisten verkauften Modellen des Herstellers.

Der VW Polo nähert sich immer mehr der Kompaktklasse an

Diese Entwicklung beförderte Volkswagen nicht zuletzt mit seiner Strategie, den Polo im Laufe seiner Bauzeit nicht nur kontinuierlich weiterzuentwickeln, sondern ihn in fast jeder Generation weiter aufzuwerten und neue Karosserievarianten ins Programm zu nehmen. Aus dem anfangs puristisch ausgestatteten Einstiegsmodell der Kleinwagenklasse wurde in den aktuelleren Baujahren ein Fahrzeug, das hinsichtlich Ausstattung und Abmessungen immer näher an die klassischen Modelle der VW-Kompaktklasse heranrückte. Waren die frühen Polo-Generationen als gebrauchte Fahrzeuge vor allem bei jüngeren Kunden, Fahranfängern oder Käufern von Zweitwagen beliebt, konnten die höherwertigen Nachfolger bald auch hier eine breitere Kundenschicht erschließen. VW Polo Jahreswagen etwa wurden auf diese Weise zunehmend von Neuwagenkäufern als Alternative wahrgenommen, die Preisvorteile brachte und es ermöglichte, fast neuwertige und dabei auch noch besonders gut ausgestattete Modelle zu günstigeren Konditionen erwerben zu können.

Die Schrägheckversionen des VW Polo werden als Drei- und Fünftürer gebaut

Während Volkswagen mit anderen Karosserieformen in der Polo-Baureihe wenig Kontinuität zeigte, bestimmten die Schrägheckausführungen seit Beginn der Baureihe Mitte der 1970er Jahre das Image der Kleinwagen. Mit der typischen Heckklappe dieser Bauform lief der VW Polo in den unterschiedlichen Bauphasen jeweils als Drei- und Fünftürer vom Band. Die Aufwertung des Kleinwagens in Richtung Kompaktklasse spiegelte sich in der Entwicklung der klassischen Polo-Bauform deutlich wider. Lieferte Volkswagen die Modelle in den 1990er Jahren mit einem Radstand von 2,40 Metern und einer Karosserielänge von rund 3,72 Metern aus, trat der Polo in der vierten Generation nach dem Wechsel ins neue Jahrtausend schon mit einer Länge von knapp 3,90 Metern und mit einem auf 2,46 Zentimeter verlängerten Radstand an. In der 2009 präsentierten Generation blieb der VW Polo dann nur noch knapp unter einem Längenmaß von vier Metern. Zum vergrößerten Innenraum gab es mit der Modellpflege des Jahres 2014 ein sportlicheres Design, das mit seinem schmalen Kühlergrill, der Frontschürze und den länglichen Scheinwerfern deutliche Anleihen beim Golf machte und die beiden Klassiker im VW-Programm auch optisch näher zusammenbrachte.

Im Jahr 1977 kommt der VW Polo erstmals mit Stufenheck auf den Markt

Bereits zwei Jahre nach dem Start der ersten Polo-Generation des Jahres 1975 führten die Wolfsburger eine zweite Karosserievariante für die zuvor nur als Schräghecklimousinen gefertigten Kleinwagen ein. Unter dem Namen Derby erschien 1977 ein Stufenheckmodell, das bis zum Jahr 1985 im Programm blieb. Nach fast zehn Jahren kehrte die Stufenheckversion dann zunächst 1995 als Polo Classic wieder zurück, bevor Volkswagen seine Kleinwagen mit klassischem Kofferraum ab 2001 als Polo Limousine vermarktete. In aktuelleren Baujahren waren die VW Polo mit Stufenheck nur noch in einigen Ländern außerhalb Deutschlands zu haben.

Die Kombi-Versionen des VW Polo bleiben nur kurz im Programm

Bereits mit dem Baujahr 1981 hatte der Hersteller in der zweiten Polo-Generation eine Steilheckvariante seines Kleinwagens vorgestellt, die als Dreitürer im Stil eines Kombis mit kantig ausgestelltem Heck konstruiert war. Den ersten richtigen Kombi der Baureihe brachte Volkswagen dann in der dritten Polo-Generation ab dem Baujahr 1997 als Polo Variant auf den Markt. Da der Fünftürer dem Variant der Golf-Klasse im eigenen Haus Konkurrenz machte, war der ladefreundlichen Version des VW Polo jedoch keine lange Karriere beschieden. Bereits zum Generationswechsel der Kleinwagenbaureihe im Jahr 2001 stellte Volkswagen die Produktion des kleinen Variants ein.

Offroad-Optik für die Cross-Versionen des VW Polo

Mit dem Baujahr 2004 präsentierten die Wolfsburger eine Crossover-Variante des Polos, die unter dem Namen Polo Fun in den Handel kam und mit einer Dachreling sowie Kunststoffelementen an Front, Flanken, Radkästen und Heck Elemente von Offroad-Fahrzeugen übernahm. Seine Nachfolge trat im Jahr 2006 der CrossPolo an, der die Offroad-Elemente noch einmal stärker herausstellte und zusätzlich über ein höher gelegtes Fahrwerk verfügte, so dass die Bodenfreiheit um 1,5 Zentimeter über der bei den herkömmlichen Modellen lag. Im Baujahr 2010 erhielt die Cross-Version außerdem einen optischen Unterfahrschutz an Heck und Front. Weitere Besonderheit der VW CrossPolo, die auch als Jahreswagen begehrt waren: Sie wurden ausschließlich mit einer fünftürigen Karosserie gefertigt.

Die Sportversionen des VW Polo

Während in der Golf-Baureihe mit dem GTI eine sportlich ausgelegte Variante des Kompakten relativ früh zur Verfügung stand, begnügte sich Volkswagen beim Polo zunächst mit einer GT-Version, die in den 1980er Jahren als Zweitürer mit veränderter Front und ab Anfang der 1990er Jahre mit 1,3 Liter Motoren mit einer Leistung von bis zu 83 kW (113 PS) in den Handel kam. Ende der 1990er legte VW nach und brachte erstmals einen Polo GTI auf den Markt, der als Spitzenmodell der Baureihe eine Leistung von bis zu 88 kW (120 PS) abrufen konnte. In der vierten Polo-Generation gab es ab dem Jahr 2004 wieder eine GT-Version des Kleinwagens mit unterschiedlichen Motorisierungen und sportlichen Anbauteilen, der im Baujahr 2006 ein optisch am Golf GTI angelehntes Sportmodell mit tiefer gelegtem Fahrwerk und ausgestellten Radkästen folgte, das über eine Leistung von bis zu 110 kW (150 PS) verfügen konnte. Nach dem Generationswechsel des Jahres 2010 kam der GTI mit 132 kW (180 PS) auf den Markt.