Der T4 Caravelle von VW im Preis- und Konkurrenzvergleich
Als der Caravelle der T4-Generation im Jahr 1990 ins Programm kommt, berechnet VW für einen Neuwagen in der Basisversion umgerechnet gut 20.000 Euro, während die stärksten Varianten mit Allradantrieb beim Marktstart für fast 30.000 Euro im Programm stehen. Am Ende der Bauzeit 2003 wird der Caravelle dann zu Preisen zwischen rund 30.000 und 40.000 Euro gelistet. Deutlich günstiger kann es auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden, wo ein T4 Caravelle als Youngtimer mit hoher Laufleistung ab rund 1000 Euro zu haben ist. Gepflegte Modelle können es allerdings auch fast zwanzig Jahre nach Auslaufen der T4-Produktion noch auf über 30.000 Euro bringen. Konkurrenz bekommt der VW-Bus von Modellen wie Opel Vivaro, Renault Trafic, Mercedes-Benz V-Klasse, Ford Transit oder dem Fiat Ducato.
In diesen Varianten legt VW die T4 Caravelle von 1990 bis 1996 auf
Ausgekleidete Innenwände und isolierter Dachhimmel für bessere Geräuschdämmung und ein wohnlich eingerichtetes Passagierabteil, mit diesen Merkmalen orientiert sich der T4 Caravelle eher an Standards von Pkw und wird damit zur komfortableren Alternative für die ohne innere Karosserieverkleidung ausgelieferten Kombis der VW-Baureihe. Und noch weitere Komfortfeatures wie Servolenkung, Fenster mit Wärmedämmglas sowie Sitze mit hochwertigeren Bezügen baut VW serienmäßig schon für die ersten Caravelle GL ein. Für beide Kleinbusvarianten sieht Volkswagen in der ersten T4-Bauphase von 1990 bis 1996 folgende Konfigurationsmöglichkeiten vor:
- Kurzer Radstand mit 2,92 m Länge.
- Langer Radstand mit 3,32 m Länge.
- Serienbestuhlung als 7-Sitzer.
- Optionale Ausstattung je nach Modellversion als 8- oder 9-Sitzer und mit Beifahrer-Drehsitz.
- Caravelle Business als 6-Sitzer mit Lederausstattung ab 1997.
- Benziner und Diesel in den Leistungsstufen von 57 kW (78 PS) bis 81 kW (110 PS) kombiniert mit manueller 5-Gang-Schaltung oder Automatikgetriebe.
- Caravelle synchro mit Allradantrieb in Kombination mit 2,4 l Diesel und 2,5 l Benziner ab 1993.
Das bringt die T4-Modellpflege 1996 an Neuerungen für die VW Caravelle
Technische Verbesserungen an der Bremsanlage, edlerer Auftritt durch Optionen wie Lederausstattung, Aufwertung durch Komfortpakete und ein um fast zehn Zentimeter verlängerter Frontbau kennzeichnen die Caravelle nach der 1996 vorgenommenen Modellpflege. VW nutzt dabei den vergrößerten Motorraum, um leistungsstärkere Top-Benziner mit ESP serienmäßig und die ersten VW TDI-Motoren für den T4 einzuführen und so die Langstreckentauglichkeit der Caravelle-Kleinbusse zu verbessern. Bis zu 1200 km Reichweite versprechen die Wolfsburger da für die TDI-Versionen. Was der weiterhin in zwei Radstandversionen als 6- bis 9-Sitzer angebotene Kleinbus im Jahr 2002 gegen Ende seiner Bauzeit an Ausstattung und Optionen mitbringt, zeigt die folgende Übersicht in einer Auswahl:
- Spitzenmodell mit V6-Benzinmotor und 150 kW (204 PS) Leistung.
- TDI-Diesel in den Leistungsstufen von 65 kW (88 PS) bis 111 kW (151 PS).
- Ausstattungen wie Comfortline, Leder oder Kunstleder.
- Komfortpaket: u.a. Klimaanlage, Tempomat und Multifunktionsanzeige.
- Sportpaket: u.a. tiefer gelegtes Fahrwerk mit Stabilisatoren und Lederlenkrad.
- Optikpaket: u.a. Stoßfänger, Spiegelgehäuse und Heckgriff in Wagenfarbe lackiert
- Winterpaket: u.a. Sitzheizung vorne, zweite Bordbatterie und Warmwasserzusatzheizung mit Timer oder Standheizung.
- Sonderausstattungen wie ESP, Navigationssystem, Mobilfunkvorbereitung, Anhängekupplung, Klimaanlage, Heckflügeltüren und zusätzliche zweite Schiebetür links.
Für diese Zielgruppen legt VW den T4 als Caravelle auf
Das Sitzplatzkonzept einer Großraumlimousine, bei Bedarf der Laderaum eines Kleintransporters und ein Innenraum mit Pkw-Komfort, mit diesem Profil richtet VW die Caravelle der Baureihe T4 als Multitalente ein. Das gefällt Kleinbusfahrern, die Gruppen bis neun Personen transportieren wollen und ist dem Platzbedarf von Familien angepasst, die ihren Caravell flexibel auch als 6- bis 8-Sitzer einrichten und dazu noch Gepäck mit auf die Reise nehmen können. Damit wird der T4 Caravelle zur Alternative für Van, Kombi und 7-Sitzer SUV, denen er mit hoher Sitzposition, viel Kopffreiheit und freiem Durchgang von den Vordersitzen ins Rückabteil entgegentritt. Und mit Beifahrer-Drehsitz lässt sich der Kleinbus bei umgelegten Rücksitzen zudem zum Freizeitcamper mit Platz zum Schlafen umbauen. Wer den Caravalle als Gebrauchtwagen kaufen will, der sollte sich die vorhandene Bordausstattung genauer ansehen. Denn da hat VW von den Schlafgardinen bis zur Klimaanlage zwar viel Praktisches als Extras im Programm, doch die Serienausstattung fällt auch im Caravelle der T4-Generation sonst eher mager aus.