Bericht: Umwelthilfe überprüft bischöfliche Dienstwagen – Klerus sieht rot

Nach den Fuhrparks von Politikern und Konzernchefs hat sich nun die Deutsche Umwelthilfe den Dienstwagen der einheimischen Bischöfe angenommen und überprüft. Die Frage: Halten die Klerus-Karossen an EU- oder eigene Verbrauchsauflagen?

Absehbares Ergebnis: Die meisten Bischöfe predigen dienstwagenmäßig Wasser und trinken doch lieber Wein. Immerhin Vieren unter ihnen bestätigte die Umwelthilfe ein vorbildliches Fahrzeug gewählt zu haben, das weniger als 140 Gramm CO2 ausstößt.

Insgesamt 16 Bischöfe und Bischöfinnen wurde hingegen die gelbe Karte gezeigt, weil ihr Dienstauto bis zu 168 CO2 Gramm emittiert und 15 kirchlichen Ordensträgern wurden mit der roten Karte umwelttechnisch vom Platz gestellt, weil ihre Autos zu viel verbrauchen. Zehn machten keine Angaben und sahen deshalb ebenfalls rot.

Bremer Bischöfin als Vorbild

Brigitte Böhme, die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, fährt einen VW Touran mit Erdgasmotor und ist damit aus Sicht der Umwelthilfe am umweltfreundlichsten unterwegs. Die Liste der grünen Autos komplettieren drei dieselgetriebene E-Klasse Limousinen. Die Vier-Zylinder-Motoren emittieren 129 bzw. 134 Gramm je Kilometer.

Mit einer roten Karte wurden die VW Phaeton-Dienstwagen des Bistums Essen und der Landeskirche Hannover bedacht, die jeweils 224 Gramm CO2 je Kilometer emittieren und damit die durstigsten Fahrzeuge in den Fuhrparks des himmlischen Bodenpersonals sind. (mh/sp-x)

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