Elektroautos: Jetzt maximalen Umweltbonus sichern!

Es mag den ein oder anderen geben, der kann sich ein E-Auto schon heute vorstellen. Bisher sind die Stromer aber meist zu teuer. Bundesregierung und Industrie wollen dies jetzt ändern. Bis zu 6.000 Euro gibt es nun als Umweltbonus und wir zeigen, aus welchen Modellen Sie am meisten rausholen.

Elektroautokäufer erhalten künftig bis zu 6.000 Euro Zuschuss von Staat und Industrie. Darauf haben sich beide Seiten nun bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt verständigt. Voraussetzung für den Maximalrabatt ist ein Nettolistenpreis unterhalb von 40.000 Euro (brutto: 47.600 Euro). Die Kosten für den Erwerb eines Stromers sinken dadurch im besten Fall auf ein vierstelliges Niveau. Fahrzeuge bis zu einem Nettowert von nunmehr 65.000 Euro werden mit bis zu 5.000 Euro bezuschusst.

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Bis 65.000 Euro netto wird bezuschusst

Rund 20 elektrische Großserien-Pkw mit einem Nettolistenpreis unterhalb von 40.000 Euro sind aktuell verfügbar, einige wenige bis 65.000 Euro. Mindestens ein halbes Dutzend weiterer Fahrzeuge kommt in den nächsten Monaten dazu. Auswahl ist also durchaus vorhanden. Im Detail reicht das Angebot vom Kleinstwagen für den Stadtverkehr bis zum Mittelklasse-SUV.

E-Life-Go

Kleinstwagen profitieren am meisten

Zum echten Preisbrecher wird durch den aufgestockten Umweltbonus der e.Go Life – Stand November 2019 mit einem Grundpreis von brutto 15.900 Euro der günstigste Stromer auf dem deutschen Markt, den es auch wirklich zu kaufen gibt. Künftig ist der Kleinstwagen mit seinen mindestens 100 Kilometer Reichweite schon für unter 10.000 Euro zu haben. Alternativ stehen in der Kleinstwagenklasse auch die gerade neu vorgestellten E-Smarts zur Förderung bereit. Fortwo und Forfour sollen bis zu 159 Kilometer weit kommen und rund 22.000 Euro kosten, wenn sie im kommenden Jahr verfügbar werden. Sogar noch etwas günstiger startet das E-Kleinstwagentrio aus dem VW-Konzern. Der Seat Mii geht bereits für 20.650 Euro an den Start, gefolgt vom Skoda Citigo und am oberen Ende vom VW e-up! für mindestens 21.975 Euro. Alle drei sollen Reichweiten bis zu 260 Kilometer ermöglichen.

Smart

Die Bonus-Könige der Kleinwagen

Eine Klasse höher findet sich mit dem BMW i3 ein deutscher Elektro-Pionier, der bislang mit einem Listenpreis von 38.000 Euro extrem teuer war für einen Kleinwagen. Der Umweltbonus drückt ihn nun in verträglichere Gefilde, ohne ihn wirklich günstig zu machen. Mit knapp 360 Kilometer Reichweite, aufwendiger Carbon-Karosse und originellem Öko-Innenraum zahlt er die Investitionen jedoch zumindest teilweise zurück. Schon einiges günstiger, wenn auch längst nicht so edel, ist der Renault Zoe, der inklusive Batterie für 300 Kilometer ab 29.900 Euro zu haben ist. Damit spielt der Franzose in Regionen, in denen auch die konkurrierenden Newcomer-Geschwister Opel Corsa-e und Peugeot e-208 fahren, die für Anfang 2020 angekündigt sind. Die Reichweite soll jeweils bei 330 Kilometern liegen. Dank dem staatlichen Förderrabatts rücken alle drei Modelle sehr dicht an vergleichbare Verbrenner heran.

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Auch in der Kompaktklasse ist viel möglich

In der Kompaktklasse dürfte der für den Frühling angekündigte VW ID.3 das Interesse der Bonus-Jäger wecken. Die Basisversion mit 330 Kilometern Reichweite kostet laut Liste gleichermaßen 29.900 Euro, liegt dank Umweltbonus in der Praxis dann aber auf dem Niveau eines gut ausgestatteten VW Golf der achten Generation. Wichtigste Alternative im klassischen Kompaktsegment sind sowohl der Nissan Leaf (ab 36.800 Euro), als auch der Hyundai IONIQ Elektro (34.900 Euro). Beide E-Autos versprechen reale Reichweiten über 300 Kilometer. Wem Limousinen oder Hatchbacks nicht modern genug sind, findet auch einige kleine Crossover wie den Kia e-Soul für 34.000 Euro oder den Hyundai Kona Elektro für 34.600 Euro. Preise knapp unterhalb 30.000 Euro sind also auch für mittelstreckentaugliche E-Autos künftig kein Problem mehr.

Hyundai-Ioniq-Elektro-Rear

Förderungen am Rande der Netto-Grenze

Wer in der Fahrzeugklasse noch weiter hinaus möchte, der könnte womöglich auch mit einem Tesla Model 3 glücklich werden. Aktuell gibt es allerdings noch keine gesicherten Informationen, ob der amerikanische Mittelklasse-Stromer zum Netto-Einstandspreis von derzeit knapp über 38.000 Euro wirklich in voller Höhe förderfähig ist. Ganz sicher keinen Umweltbonus einstreichen werden hingegen jene, die sich für einen Audi e-tron oder Porsche Taycan interessieren. Beide Premiummodelle liegen über der äußersten Fördergrenze von 65.000 Euro netto, für den noch ein abgemilderter Zuschuss von 5.000 Euro gewährt wird. Das einzige deutsche Fahrzeug aus der gehobenen Mittelklasse, welches noch einen Umweltbonus bewilligt bekommt, ist hier der Mercedes EQC 400 4MATIC mit einem Einstandspreis von netto 59.900 Euro.

Mercedes EQC

Umsetzung noch im November, BAFA-Liste beachten

Neben E-Autos sollen auch Plug-In-Hybride vermehrt von Förderungen profitieren. Statt bisher 3.000 Euro, können nunmehr bis zu 4.500 Euro geltend gemacht werden. Wer nun direkt zum Händler eilen und sich ein E-Auto bestellen will, sollte allerdings noch bis zum offiziellen „Go“ der Bundesregierung warten und vor allem die Liste der förderfähigen Fahrzeuge der BAFA im Blick behalten. Sie ist schlussendlich maßgebend für eine staatliche Beteiligung am eigenen E-Auto. Mit der eigentlichen Umsetzung der Novelle ist voraussichtlich noch im November zu rechnen. Der Umweltbonus soll bis Ende 2025 gewährt werden. (Text: tv, hh/sp-x | Bilder: Hersteller)

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