Erste Infos: Alfa Romeo 4C – Emotionaler Heilsbringer

Alfa Romeo will nach fast 20 Jahren wieder zurück auf den US-Markt. Die Amerikaner sollen die in Europa schwächelnden Absatzzahlen der Fiat-Tochter aufbessern und damit auch einen schon seit längerem spekulierten Verkauf an VW verhindern.

Einer der Heilsbringer - nicht nur in den USA - soll der 4C sein, der auf dem Genfer Autosalon seine Serien-Premiere feiert. Vor knapp zwei Jahren schürte Alfa Rome mit der 4C-Studie auf dem Genfer Autmobilsalon große Erwartungen, die 2013 ebenda erfüllt werden sollen. Der zweisitzige Mittelmotor-Sportler zielt auf Porsche-Cayman- , Audi-TT-Coupé- und Jaguar-F-Type-Kunden und wirft neben seinem höchst emotionalen Italo-Design vor allem ein Pfund in die Waagschale: sein Gewicht.

Weniger als 1.000 Kilogramm

Konsequenter Leichtbau resultiert beim 4C in einem Leergewicht von weniger als einer Tonne: Das Chassis des unter vier Meter langen Sportwagens besteht aus Aluminium und Karbon. Kein Wunder, dass dem 4C (steht für „quattro cilindri“, also „vier Zylinder“) ein namensgebender 1,8-Liter-Turbobenziner reicht, um seinen Mitbewerbern Paroli bieten zu können. Genau Leistungsdaten nennt Alfa noch nicht, doch dürfte das aus dem Kompaktmodell Giulietta stammende Aggregat rund 240 PS leisten; macht ein Leistungsgewicht von nur drei bis vier PS pro Kilogramm.

Über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe geht die Kraft an die Hinterräder. Neben dem Getriebe wird der Fahrer per Schalter auch Einfluss auf Gasannahme und Lenkung nehmen können. Zu den bekannten Modi „Dynamic“, „Natural“ und „All Weather“ soll sich eine Race-Funktion gesellen, die aber wohl nur auf abgesperrten Strecken empfehlenswert ist.

Kommt aus Modena

Optisch orientiert sich der nur 1,18 Meter hohe 4C sehr stark an der Studie aus dem vergangenen Jahr. Das heißt: Kurze Überhänge (2,40 Meter Radstand), flache Motorhaube mit markantem, dreieckigen Alfa-Grill und breite Schultern. Das Dach zieht sich flach nach hinten bis zum knackigen Heck und erlaubt tiefe Einblicke auf den Motor. Vier Auspuffrohre bilden den Abschluss des 4C; dass dort allerdings kräftiger Klang raus kommt, wird in Anbetracht des Motors eher Sache der Soundingenieure sein.

Dass der ab Herbst erhältliche 4C hohe sportliche Ansprüche hegt, erkennt man auch daran, dass er wie ehedem sein großer Bruder 8C - mit Achzylinder - bei der Konzernschwester Maserati in Modena gefertigt wird. Rund 2.500 4C sollen dort jährlich entstehen, mehr als die Hälfte wird wohl über den großen Teich gehen. Über den Preis schweigt sich Alfa Romeo noch aus, bei der Präsentation der Studie war von rund 50.000 Euro die Rede.

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