Erste Infos: Dacia Duster – Karpaten-Kraxler

Dacia‘s Wachstumskurve dürfte auch 2010 weiter steil nach oben zeigen.

Denn zu den extrem günstigen Kleinwagen Logan und Sandero gesellt sich ab Frühjahr 2010 mit dem Duster noch ein kerniges Allrad-SUV, das preislich deutlich unterm Mitbewerber-Niveau liegen dürfte. Jetzt hat die rumänische Renault-Tochter erste Bilder und Infos veröffentlicht. Optisch kommt der Duster wesentlich selbstbewusster als seine Marken-Brüder daher. Ein großer Kühlergrill mit Chromspange wird von großflächigen Scheinwerfereinheiten flankiert. Ein Unterfahrschutz, 200 Millimeter Bodenfreiheit, große Aluräder, Seitenschweller, Dachreling und getönte Fondscheiben lassen den knapp 4,30 Meter langen Fünftürer stattlich wirken. Ausgestellte Radhäuser mit schicken Lichtkanten, eine nach hinten aufsteigende Seitenlinie und Metallic-Lack runden das Macho-Styling des Karpaten-Kraxlers ab.

Unter der Haube kommen allerdings nur wenig spektakuläre Motoren zum Einsatz. Neben dem 1,6-Liter-Benziner mit 16 Ventiltechnik und 110 PS werden noch der Diesel 1.5 dCi in den Leistungsvarianten 85 und 105 PS angeboten. Kombinierbar sind die Motoren mit reinem Frontantrieb oder einem variablen Allradsystem. Über Fahrleistungen macht Dacia noch keine Angaben, der Verbrauch der Dieselversionen soll bei rund fünf Litern liegen.

4x4-Technik von Nissan

Die Allradtechnik stammt vom Allianzpartner Nissan. Via elektromagnetischer Kupplung kann je nach Bedarf und Fahrsituation bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterräder geleitet werden. Darüber hinaus bietet dieses System noch einen Lock-Modus, der eine starre Kraftverteilung von 50 zu 50 je Achse ermöglicht. Angesichts von 20 Zentimeter Bodenfreiheit, einem Böschungswinkel von 30 Grad vorne und 35 Grad hinten sowie einem knapp über 2,60 Meter langen Radstand dürfte sich der Duster wohl auch in etwas unwegsamerem Gelände geschickt fortbewegen.

Darüber hinaus wird sich der Duster auch im zivilen Autoalltag bewähren. Neben den fünf Sitzplätzen bietet der Rumäne einen zwischen fast 500 Liter und auf bis zu 1.600 Liter erweiterbaren Kofferraum. Bei der Sicherheitstechnik ist der Duster hingegen nicht immer auf dem Stand der Technik. ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung sowie zwei Airbags gehören zwar zur Basisausstattung. ESP und weitere Airbags sind hingegen den höheren Ausstattungsniveaus vorbehalten. Über die Preise des erstmalig auf dem Genfer Autosalon gezeigten Duster gibt es noch keine konkreten Angaben. Doch dürfte das Basismodell bei rund 15.000 Euro liegen. (mh)

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