Erste Infos: Hyundai i40 cw – Angriff auf den Passat

Die Koreaner sind in Europa erfolgreich. Kia, Chevrolet und Hyundai laufen mittlerweile bereits den japanischen Automobilherstellern den Rang ab. Neuester Streich aus dem geteilten Land: Der Hyundai i40, der hierzulande die Nachfolge des erfolglosen Sonata antritt.

Die Aussichten sind gut bis glänzend.
Schon aus optischen Gesichtspunkten kann der Hyundai i40 punkten. Er sieht weder übertrieben auffällig, noch unauffällig aus. Die Front lässt die Markenidentität erahnen. In der Seitenansicht geht es mit einer Dynamiklinie bis in die zweigeteilten Rückleuchten weiter. Ein kesser Schwung im hinteren Seitenfenster bietet einen Schuss Extravaganz, ohne zu übertreiben.

Fast 4,80 Meter lang und viel Platz im Innenraum

Knapp 4,80 Meter misst der ab Juli 2011 hierzulande erhältliche cw (Kombi). Erst ein halbes Jahr später folgt die Limousine, die speziell in Deutschland wenig gefragt sein wird. Daher wohl auch die ungewöhnliche Lancierung des Kombis vor dem Stufenheck-Modell.

Bei der Innenraumarchitektur geht Hyundai den seit einiger Zeit eingeschlagenen Weg weiter. Alles wirkt hochwertig und ist übersichtlich angeordnet. Das Platzangebot liegt in etwa auf dem Niveau geräumiger Mitbewerber, was auch die Zahlen des Kofferraumvolumens mit mindestens 550 bis etwas mehr als 1.700 Liter bestätigen.

Als Spezialitäten zeigen die Koreaner ein neues Navigationssystem und bieten gegen Aufpreis ein beheizbares Lenkrad an. Leder, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht gibt es ebenfalls. Als weitere Neuheit für Hyundai gibt es einen Spurhalte- und einen Einpark-Assistenten.

Sparsamster Diesel in der Klasse

Bei den Motoren gibt es keine Weltneuheit, glänzen kann der i40 Kombi aber dennoch mit einem Verbrauch von 4,3 Liter Diesel. Damit gehört der i40 zu den sparsamsten Mittelklasse-Modellen und liegt auf einem Niveau mit dem BMW 320d EfficientDynamics, der allerdings 50 PS mehr leistet.

Möglich macht diesen Rekord-Verbrauch der 1,7 Liter große Diesel mit 115 PS und Stopp-Start-System, der bereits in anderen Hyundai-Modellen zum Einsatz kommt. Etwas mehr Dynamik verspricht die 136-PS-Version des Vier-Zylinders, die gleichzeitig stramme 330 Newtonmeter an die Vorderachse weitergibt und beispielsweise auch im neuen Kia Optima angeboten wird.

Auf der Benziner-Seite gibt es, wie beim Kia, einen 2,0-Liter-Vier-Zylinder-Benziner mit Direkteinspritzung, der es auf rund 170 PS bringt. Darunter rangiert ein ebenfalls direkteinspritzender 1,6-Liter mit gut 130 PS. Die Ottomotoren sollen beim i40 Kombi aber nur einen Anteil von rund 35 Prozent am Verkauf ausmachen. Diesel sind in dieser Klasse mehr denn je gefragt.

Zu den Preisen macht Hyundai noch keine Angaben. Erst zur Präsentation auf dem Genfer Automobilsalon wird dieses Geheimnis gelüftet. Zu rechnen ist jedoch damit, dass der Hyundai i40 cw mit kleinem Benziner ab rund 24.000 Euro zu haben sein wird. (mb)

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