Erste Infos: Hyundai Veloster – Gar nicht gewöhnlich

Sportcoupés mit kompakter Steilheckkarosserie sind weiter im Kommen.

2008 startete VW mit den Scirocco, 2010 folgte Hondas CR-Z und 2011 will Hyundai mit dem Veloster in dieses Segment vorpreschen. Die Serienversion feiert auf der Detroit Motor Show 2011 ihre Weltpremiere, bereits im April ist für den recht eigenwilligen Neuling Marktstart in Deutschland. Der Veloster ist in gleich mehrfacher Hinsicht eine kuriose Erscheinung. Allein der Umstand, dass ausgerechnet Hyundai sich mit einem derart emotionalen Spaßauto schmückt, mag viele überraschen. Aber auch das eigenständige Design und sein eigenwilliges Türkonzept machen aus dem Veloster eine Ausnahmeerscheinung.

Beim Veloster mischen sich Karosserie-Elemente eines Kompakten mit denen eines Coupés. In der Seitenlinie fallen die nach hinten stark aufsteigende Schulterlinie sowie ein langer Radstand (2,65 Meter) und die kurzen, knackigen Überhänge auf. Die Dachlinie fällt coupéartig nach hinten bis zum Steilheck ab. Grelle Farben, dazu farblich passende 18-Zoll-Räder, die selbstbewusste Front und das knackige Heck mit zentralem Doppelauspuff-Endrohr – der kleine Hyundai verspricht im Stand ein dynamisches Fahrerlebnis.

Der Trick mit den Türen

Während der Veloster auf der Fahrerseite wie ein klassischer Zweitürer daherkommt, bietet er auf der Beifahrerseite überraschender Weise zwei seitliche Einstiegstüren, die sich jeweils in Fahrtrichtung öffnen lassen. Wobei die Fondtür optisch geschickt kaschiert wurde. Im Alltag erleichtert diese Lösung den Zugang zur Rückbank. Apropos Fond: Dieser dürfte etwas knapp bemessen sein, denn offiziell wird der Veloster trotz seines langen Radstands als 2+2-Sitzer bezeichnet. Der Platz im Kofferraum, den man über eine große Glas-Heckklappe erreicht, soll hingegen auf dem Niveau der Golf-Klasse liegen.

Das moderne Interieur bietet einen Mix aus sportlichen Akzenten und gehobenen Komfort. Stark konturierte Sitze, Rundinstrumente in tunnelartigen Röhren und Alupedale vermitteln Agilität. Optional kann man für den Veloster auch ein riesiges Glas-Schiebedach ordern. Eine gestalterische Besonderheit ist die sich nach unten hin verjüngende Bedieneinheit in der Mittelkonsole, die elegant und kompakt Belüftungsdüsen, Navisystem und die Regler der Klimaanlage zusammenführt. Am unteren Ende befindet sich zentral der Start-Stopp-Knopf für den Motor.

Turbo mit über 200 PS

Über diesen wird man vorläufig nur einen 1,6-Liter-Benziner mit 140 PS und 167 Newtonmeter Drehmoment zum Leben erwecken können. Kombiniert mit einem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe soll der Standardsprint von null auf 100 km/h weniger als zehn Sekunden dauern. Der Verbrauch soll bei rund sechs Litern Benzin auf 100 Kilometer liegen. Rund einen halben Liter sparsamer soll eine verbrauchsoptimierte Blue-Variante mit der automatischen Start-Stopp-Funktion ISG sein. Im Sommer 2011 will Hyundai optional für den 140 PS starken 1.6er ein sechsstufiges Doppelkupplungs-Getriebe anbieten.

Erst für 2012 ist dann eine Starkversion des Veloster geplant. Diese wird von einem 1,6-Liter-Turbobenziner, der 208 PS leisten soll, in gut sieben Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 gewuchtet. Kombiniert wird der Turbo mit einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe, alternativ wird es eine sechsstufige Wandlerautomatik geben.

Weitere Daten sowie Ausstattungsdetails und Preise werden von Hyundai erst in den kommenden Wochen veröffentlicht. Hauptgegner des Veloster ist der derzeit gut 22.000 Euro teure Scirocco. Diesen Preis dürfte Hyundai unterbieten wollen, entsprechend darf man mit einem Einstiegspreis von rund 20.000 Euro oder knapp darunter rechnen.

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