Erste Infos: Kia Sorento – Sorento plus zwei

Anfang des Jahrtausends brachte Kia mit dem Sorento ein SUV auf den Markt, das perfekt den Zeitgeist traf. Das Design war stimmig, die Verarbeitung ordentlich und der Preis nahezu unschlagbar. Rund acht Jahre später folgt die zweite Generation.

Nach der Cee’d-Familie und dem Soul zeichnet Peter Schreyer, Chef-Designer bei Kia – ehemals Audi-Jünger – nun auch für das Aussehen des neuen Sorento verantwortlich. Jedoch wirkt der Neue auf den ersten Blick nicht mehr so eigenständig wie noch der Vorgänger. Ein Markengesicht lässt sich heute nicht so ohne Weiteres daraus ableiten, selbst wenn der Pressetext genau das hervorhebt. Trotz allem ist das SUV ansehnlich, denn die Proportionen sind stimmig.

Elegant gelöst

So kann auch der Innenraum auf den ersten Blick überzeugen. Das klar gegliederte Armaturenbrett präsentiert sich schnörkellos und ohne Spielereien. Kia legte nach eigenen Aussagen besonderen Wert auf die Verarbeitungsqualität und die Materialwahl. Wie bei den Koreanern mittlerweile fast üblich, wird auch der neue Sorento serienmäßig über einen USB- und einen Aux-Anschluss verfügen. Als noch nicht selbstverständlich sind dagegen solche Optionen wie die belüftbaren Ledersitze und die Rückfahrkamera, die das Bild auf den Monitor des neuen Navigationssystems überträgt.

Länger, niedriger, identisch

Durch das Längenwachstum um zehn Zentimeter auf knapp 4,70 Meter bei unveränderter Breite (1,89 Meter) soll sich das Raumgefühl verbessert haben. Selbst wenn man beachtet, dass die Fahrzeughöhe um neun Zentimeter auf nur noch 1,71 Meter schrumpfte. Trotz des hinten eingezogenen Dachs soll auch in der neuen, dritten Sitzreihe ausreichend Platz vorhanden sein. Das Gepäckabteil fasst bei dieser Bestuhlung allerdings nur noch 260 Liter. Sind die Sitze der zweiten und dritten Reihe umgelegt, schluckt das Heck des Kia 2.050 Liter.

Direkt unter den Passagieren hat sich ebenfalls alles verändert. Ein variables Allradsystem überträgt im Normalfall 100 Prozent der Kraft zur Vorderachse. Durch Drücken der Lock-Mode-Taste wird die Kraft gleichmäßig zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, das klappt allerdings nur bis 40 km/h, darüber schaltet das System automatisch auf Normalbetrieb um. Ein Bergan- und -abfahr-Assistent soll für mehr Komfort bei Geländeeinsatz sorgen. Dort dürfte sich der Neue aber nicht mehr so wohlfühlen, denn 18,4 Zentimeter Bodenfreiheit sind für einen Offroader ein Witz.

Keine Leiter mehr

Baute der Vorgänger noch auf einem betagten (für den Gelände-Einsatz aber robusten) Leiterrahmen auf, hat der neue eine selbsttragende Karosserie, was vor allem der Crashsicherheit zugute kommt. In diesem Punkt wollen die Koreaner nämlich ein Bestergebnis einfahren, was hierzulande 5 Sterne im Euro NCAP bedeutet.

Damit das gelingt, müssen jedoch neben der Struktur auch die Front und die Motorplatzierung angepasst werden. Dazu wurde der Luftraum zwischen Motorhaube und Aggregat vergrößert. Und beispielsweise das Automatikgetriebe verkürzt, was nicht nur Gewichtseinsparungen sondern auch Platzvorteile bringt.

Neuer Stark-Diesel

Desweiteren werden der betagte 2,5-Liter-Diesel und der große V6-Benziner aus dem Programm geschmissen. Neu kommen zwei Euro-5-Aggregate. Der 2,2-Liter-Vier-Zylinder-Turbo-Diesel soll es auf stattliche 197 PS bringen. Bei SUV wichtiger ist jedoch das Drehmoment, das die Koreaner mit 435 Newtonmetern beziffern. Damit sollten sich die maximal 2.500 Kilogramm Anhängelast bewältigen lassen.

Als Alternative soll es für Europa voraussichtlich einen 2,4-Liter-Vier-Zylinder-Benziner geben, der 174 PS leisten wird und damit die Basis-Motorisierung darstellt. Kombiniert werden die Motoren wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Wandler-Automatik.

Zum Preis äußert sich Kia Deutschland derzeit noch nicht. Verständlich, denn erst zur Frankfurter IAA im September 2009 ist Deutschland-Premiere und kurz darauf Markteinführung des neuen Sorento. (mb)

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