Reportage: Range Rover 4.4 Autobiography – Managers Most Wanted

Der Range Rover ist der König der Geländewagen. Er verbindet außerge- wöhnliches Kletterkönnen mit größtmöglichem Komfort, klassische Eleganz mit beinahe überbordendem Luxus. Ein Auto für Manager? Wir haben nachgefragt. Manager müssen stets cool bleiben, das fordert ihr Job.

Wer sich zu schnell beeindruckt zeigt, ist raus. Also üben und üben sie sich in Zurückhaltung. Keine leichte Aufgabe also für unseren Testkandidaten, einen Range Rover 4.4 V8 Autobiography. Doch ist ein Range einfach etwas Besonderes, wie die ersten Reaktionen zeigen. Etwa die vom sichtlich beeindruckten Dennis Morgenstern, Referent E-Marketing bei Webasto: „Sehr nobel, einfach nur High Class“. Kritik? Fehlanzeige. Begeisterung pur. Ähnlich geht es Jochen Wehr und Marc Noeckel, beide E-Business-Manager bei der Rheinland Versicherungs-AG, als sie in den riesigen Ledersesseln Platz nehmen und das massive Holz am Armaturenbrett ihre Blicke bannt.

Stoyan Kamburow, Leiter Automobilmarktforschung TNS Infratest, sticht dagegen etwas anders ins Auge. Und das tut ihm sichtlich weh: „Das hier passt partout nicht zum Rest des edlen Innenraums“, sagt er und deutet auf die grauen Kunststoffeinsätze in der Mittelkonsole. Sein einziger Kritikpunkt. Geradezu ins Schwärmen gerät der Auto-Experte für das Karosserie-Design: „Harmonische, klare Linien, ein Schmuckstück mit klarer Botschaft: Kraft.“ Diese spürt auch Oliver Roth, Geschäftsführer von pilot 1/0, der „dieses riesengroße Schiff“ gerne standesgemäß bewegt hätte: „Ich glaube, der macht im Gelände noch mehr Spaß als auf der Straße.“ Anmerkung der Redaktion: So ist es, Herr Roth!

Einen großen Haken hat der Range Rover V8 allerdings. Manfred Klaus, Geschäftsführer von Plan.Net, formuliert ihn: „Motor und Verbrauchswerte sind wohl nicht ganz zeitgemäß“. Tatsächlich schluckt der prestigeträchtige 4,4-Liter-V8 mit 306 PS ordentlich. Selbst bei verhaltener Fahrt auf tempobeschränkten Autobahnen ist der Sauger selten mit weniger als 15 Litern Sprit auf 100 Kilometer zufrieden.

Andererseits: Dass nur einer von sechs Interviewpartnern auf den Spritkonsum anspielt zeigt, dass hohe Verbrauchswerte bei Automobilen jenseits der 100.000 Euro nach wie vor als notwendiges Übel hingenommen werden. Wichtiger ist, dass der König stets wie ein König auftritt: würdig und jeder Situation gewachsen. Selbst der Kritik von Managern. (bs)

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