Studie: Kia GT4 Stinger – Verwegene Muskelspiele

Mit der puristischen Sportwagen-Studie GT4 Stinger gibt der koreanische Autobauer Kia auf der Detroit Motor Show (bis 25. Januar 2014) einen möglichen Ausblick auf einen Sportwagen, der vor allem auf den amerikanischen Markt Karriere machen könnte.

Ein optisch besonders auffälliges Detail des aufregenden Konzeptfahrzeugs sind die sehr weit außen vertikal stehenden, großen LED-Frontscheinwerfer. Eine flache Haube mit zwei langen Lufteinlass-Schlitzen und der knochenförmige Kia-Kühlergrill prägen zusätzlich die eindrucksvolle Front des GT4 Stinger.

Auffällig in der Seitenansicht ist die Ähnlichkeit der Fahrgastzelle mit der des neuen Kia Soul. Transparente A-Säulen sorgen unter anderem dafür, dass die Fenstergrafik wie eine durchgehende Einheit wirkt. Ebenfalls wie eine Einheit wirken die große gläserne Heckklappe mit dem ebenfalls transparenten oberen Heckbereich, der hinter seiner gläsernen Abdeckung LED-Rückleuchten beherbergt.

Kraftvoll ausgestellte Radhäuser, zwei voluminöse, in die Heckschürze integrierte Auspuffendrohre und die expressiven 20-Zoll-Räder betonten das dynamische Ansinnen des Flachmanns zusätzlich.

Puristisches Interieur

Der Innenraum des 2+2-Sitzers ist laut Hersteller betont praktisch und mit rennsportähnlichen Lederschalensitzen ausgestattet. Das Zentrum des Cockpits bildet die rot beleuchtete Instrumenteneinheit mit großem Tachometer und Ganganzeige, eine Musikanlage gibt es im Stinger nicht. In Anlehnung an Sport- und Rennwagen frühere Zeiten werden die Türen von innen nicht mit Türgriffen, sondern durch einen Zug an einer Schlaufe geöffnet.

Apropos Sportwagen: Unter der leuchtend gelben Karosserie steckt ein zwei Liter große Vierzylinder-Turbobenziner mit 315 PS, der seine Kraft über ein Sechsgang-Schaltgetriebe allein an die Hinterräder leitet. Der Einsatz von Karbon soll die Stabilität der Kia-Studie erhöhen und das Gewicht reduzieren, insgesamt wiegt das 4,31 Meter lange und nur 1,25 Meter hoch bauende Konzeptauto rund 1.300 Kilogramm.

Da Kias zukünftige Modellpolitik eine deutlich stärkere Emotionalisierung vorsieht, gehört ein derart sportliches Modell eigentlich zwingend ins Portfolio der Koreaner. Und vermutlich wird ein dieser Zukunftsvision recht ähnliches Serienauto in wenigen Jahren zumindest in den USA auf den Markt kommen. Ob ein Stinger-ähnliches Serienmodell auch dem europäischem Autogaumen zugemutet werden wird, bleibt abzuwarten. (mh/sp-x)

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