Studie: Renault Alpine A110-50 – Einzig, nicht artig

Nichts bewegt Sie wie ein Renault. Dieser abgewandelte Citroën-Claim hat zumindest in Bezug auf die historischen Alpine-Modelle der französischen Marke durchaus seine Berechtigung. Vor allem gilt das für die extrem puristische Fahrmaschine A110, die 2012 ihr 50jähriges Jubiläum feiert.

Diesen Geburtstag nimmt Renault zum Anlass, am Rande des Formel-1-Rennens in Monaco den A110-50 vorzustellen. Die einzigartige Rennfahrzeug-Studie heizt die Spekulationen um die Wiederbelebung des Alpine-Labels an. Renault selbst will derzeit allerdings noch nicht bestätigen, dass es zukünftig wieder besonders sportliche Serienfahrzeuge unter der Submarke Alpine geben wird. Der A110-50 ist ein Einzelstück, der technisch zudem auf dem Rennfahrzeug Mégane Trophy aufbaut und mit einigen optischen Elementen der Elektro-Sportwagen-Studie DeZir aus dem Jahr 2010 aufgepeppt wurde. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man allerdings meinen, die Alpine-Studie zeigt einen avantgardistische und besonders schwungvoll gezeichnete Neuauflage des Gumpert Apollo.

Starke Optik

Sollte der A110-50 auch Ausblick auf einen künftigen Serien-Alpine mit Straßenzulassung sein, dürften es wohl vor allem optische Elemente sein, die es in eine solches Modell schafften. Denn für den Alltagseinsatz wäre der A110-50 ein leider zu kompromissloser Renner. Zwar wäre der Neuzeit-Alpine damit dem A110 ein durchaus würdiger Nachfolger, doch um Kunden in größerer Zahl zu locken, müsste ein Serien-Alpine heutzutage doch mehr Nutzen bieten.

Immerhin hat die Mittelmotorflunder A110-50 einen beeindruckenden Auftritt. Angesichts der besonders flachen Bauweise (1,23 Meter), den spektakulären Proportionen und dem riesigen Heckflügel wäre ein solches Auto im Straßenverkehr ein absoluter Hingucker. Hinzu kommen noch einige besondere Designfinessen wie die kleinen LED-Scheinwerfer in der martialischen Front, das durchgehende Rückleuchtenband mit keckem Schwung in der Mitte oder die beiden asymmetrischen Auspuffendrohre.

Starker Antrieb

Auch die technischen Daten sind eindrucksvoll: Dank Gitterrohrrahmen und viele Karbonteile soll das Gewicht bei nur 880 Kilogramm liegen und ein immerhin 400 PS starker 3,5-Liter-Sechszylinder die Hinterräder mächtig unter Druck setzen. Fahrleistungen geben die Franzosen zwar keine an, doch dürfte die Sprintzeit wohl unter vier Sekunden liegen. Alpine-Fans dürfte bei diesen Zahlen der Mund wässerig werden, doch vorläufig steht ein Revival der Submarke noch in den Sternen. (mh)

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