Studie: Seat IBE – Spanischer Elektro-Scirocco

Einen schicken Sportwagen hat Seat nicht im Programm. Noch nicht. Denn mit der Studie IBE gibt die VW-Tocher auf dem Genfer Auto Salon 2010 einen Ausblick, wie eine spanischer Scirocco aussehen könnte. Noch dazu - wie sollte es dieser Tage anders sein - mit Elektroantrieb.

Die Proportionen stimmen: flache Haube, weit nach hinten gezogenes Dach und kurze Überhänge. Mit nur 1,22 Meter Höhe duckt sich der IBE in den Wind und ist dazu mit einer Länge von 3,78 Metern über 25 Zentimeter kürzer als ein Ibiza. Seine 1,80 Meter Breite verleihen ihm einen festen Stand und selbstbewussten Auftritt, den die 19-Zöller unterstreichen.

Umweltfreundlich

Die wiederum fallen mit ihrer 175er-Dimension aber schmal aus, um den Rollwiderstand und damit den Energiebedarf zu minimieren. Schließlich will der IBE umweltfreundlich unterwegs sein. So sorgt für den Antrieb ein 102 PS starker Elektromotor, der vorne sitzt und seinen Strom aus einem aus Gewichtsgründen im Heck verbauten Lithium-Ionen-Akku bezieht. Die Batterie hat eine Kapazität von 18 Kilowattstunden, was für den alltäglichen Einsatz ausreichen soll. Über eine mögliche Reichweite sagt Seat noch nichts.

Bekannt ist nur, dass die 200 Newtonmeter Drehmoment des E-Motors den IBE in 3,4 Sekunden auf Stadttempo und in knapp unter zehn Sekunden auf 100 km/h beschleunigen sollen. Die Maximalgeschwindigkeit der 1.000 Kilogramm schweren Studie wird mit 160 km/h angegeben.

Genetischer Pool

Ob der IBE jemals in Serie geht, ist nicht sicher. Doch bezeichnet Chef-Designer Luc Donckerwolke die Studie als genetischen Pool für kommende Seat-Fahrzeuge. Unter anderem die knackigen Proportionen und Details wie die filigranen LED-Scheinwerfer dürften schon bald in anderen Baureihen - wie zum Beispiel dem vor der Ablösung stehenden Leon - wieder auftauchen. Und auch der E-Antrieb wird über kurz oder lang bei Seat Einzug halten, als erstes wahrscheinlich mit in Form eines Plug-In-Hybrids.(mg)

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