Vorstellung: BMW 320d EfficientDynamics Edition – Warum nicht gleich so

BMW deklassiert die Konkurrenz mit einem konkurrenzlos günstigen Verbrauch des 320d EfficientDynamics Edition. 4,1 Liter Diesel lautet die Ansage der mindestens 1.500 Kilogramm schweren und 163 PS starken Limousine.

Ein vergleichbarer Audi A4 2.0 TDI (170 PS) benötigt exakt einen Liter mehr, ein Mercedes E 220 CDI Blue Efficiency braucht 0,7 Liter mehr Sprit. Die Münchner erreichen das mit Maßnahmen, die anderswo seit Jahren üblich sind. Bislang muss sich BMW in Sachen Kraftstoffverbrauch nicht verstecken. So beläuft sich der Konsum eines herkömmlichen 320d dank Energierückgewinnung im Schubbetrieb, klappengesteuertem Lufteinlass und nicht zuletzt Stopp-Start-Automatik auf 4,8 Liter Diesel. Damit liegt er schon jetzt auf und unter dem Niveau der Sparvarianten der Konkurrenz.

BMW will weniger

Doch das reicht den Bayern offensichtlich nicht, denn jetzt legen sie noch einmal nach. Und zwar mit Methoden, die bei vielen anderen Automobilherstellern schon längst Methode sind. So wird der 320d Edition mittels Sportfahrwerk dem Asphalt um gut zehn Millimeter näher gebracht, was die Windschlüpfigkeit verbessert. Der Cw-Wert konnte daher von 0,27 auf 0,26 gesenkt werden. Des Weiteren montieren die Bayern nun endlich Leichtlaufreifen der Dimension 205/55 und packen diese auf aerodynamisch optimierte 16-Zoll-Aluräder.

Als letzter Punkt, den auch die anderen verwenden, wird das Hinterachsgetriebe länger übersetzt und senkt damit die Motordrehzahl weiter ab. Das hat jedoch häufig zur Folge, dass die Nutzung des fünften Ganges in der Stadt kaum noch möglich ist. Der Diesel fängt an zu vibrieren und der Fahrer schaltet automatisch in den vierten Gang zurück, was dem Idealverbrauch nicht zuträglich ist.

Ohne Brummen und Ruckeln

BMW will das Brummen und Ruckeln dank eines speziellen Zwei-Massen-Schwungrades ausgemerzt haben. Das direkt am Motor befindliche Metallrad wurde mit einem sogenannten Fliehkraft-Pendel ausgestattet. Das Pendel soll die „auftretenden Dreh-Ungleichförmigkeiten“ wirkungsvoll kompensieren. Auf Deutsch: Es soll die Vibrationen aufnehmen und nicht über die Karosserie an die Insassen abgeben. Eine gute Idee, so kann nämlich auch die serienmäßige Schaltpunktanzeige auf noch niedrigere Drehzahlen getrimmt werden und den Fahrer schon ab gut 1.200 Umdrehungen zum Schalten auffordern. Das ist bislang eher selten der Fall.

Nochmals weniger

Ein kleines Manko hat der Edition jedoch auf den ersten Blick. So wurde die Leistung des 320er von 177 auf 163 PS gedrosselt. Im Gegenzug konnte das Drehmoment um zehn Newtonmeter auf 360 gesteigert werden. So soll es laut BMW kaum zu einer Beeinträchtigung der Fahrleistungen kommen. 225 km/h sind drin (320d läuft 230) und der Standardspurt gelingt in 8,2 anstelle der sonst üblichen 7,9 Sekunden. Der Sparvorteil von 0,7 Liter sollte das Wert sein.

Netter Zug von BMW: Der 320d EfficientDynamics Edition soll nicht teurer werden als das Ausgangsmodell. Der Preis des 320d beginnt bei 33.800 Euro. (mb)

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