Vorstellung: Cadillac CTS – Der A6-Konter

Cadillac arbeitet weiter an der Rückkehr in die Spitzengruppe der Premium-Hersteller.

Mit der dritten Generation der Businesslimousine CTS will die GM-Tochter vor allem bei Anmutung und Agilität zu Audi A6, BWM 5er und Mercedes E-Klasse aufschließen. Premiere feiert der Viertürer nun auf der New York Auto Show, die Europaversion wird im September 2013 auf der Frankfurter IAA vorgestellt und geht 2014 in den Handel. Optisch geht der CTS den Weg weiter, den schon die erste Generation aus 2002 beschritt und der seitdem die Richtung für die Amerikaner vorgibt: Kennzeichen sind scharfe Kanten, gerade Linien und so etwas wie ein Anti-Retro-Ansatz, mit dem man sich zu Beginn des Jahrtausends vor allem von der heimischen Konkurrenz absetzen wollte. Entsprechend schnittig und modern wirkt auch die neue Limousine. Größte stilistische Änderung sind die nun senkrecht angeordneten Scheinwerfer/Tagfahrlicht-Einheiten.

Länger, leichter

Wichtiger sind jedoch die Zutaten unter dem Blech. Dort kommt nun die neue, leichte Plattform des Mittelklassemodells ATS zum Einsatz, die das Fahrzeuggewicht um rund 100 Kilogramm auf gut 1,6 Tonnen sinken lässt. Das gelingt trotz eines Längenwachstums um 13 Zentimeter auf 4,97 Meter.

Beim Antriebskonzept ändert sich nichts. Bewegt werden weiterhin die Hinterräder, optional wird Allradtechnik angeboten. Beim Fahrwerk wollen die Entwickler hohe Agilität und guten Komfort vereint haben, unter anderem mit Hilfe eines adaptiven Fahrwerks und einer geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung von Zulieferer ZF. Vorbild dabei war die deutsche Konkurrenz.

Mit Astra-OPC-Maschine

Bei den Motoren sind die traditionellen amerikanischen Vorlieben für große Hubräume in den Hintergrund gerückt. Basistriebwerk ist ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 272 PS, wie er in ähnlicher Form auch beim Opel Astra OPC zum Einsatz kommt. Darüber rangieren zwei 3,6-Liter-V6-Benziner mit 321 PS in der Grundversion und 420 PS in der Turbovariante mit zwei Ladern. Die Kraftübertragung erledigen Automatikgetriebe mit sechs oder acht Gängen. Einen Diesel wird es zumindest in den USA nicht geben, ob für die Europa etwa auf ein Opel-Triebwerk zurückgegriffen wird, ist noch unklar.

Keine großen Angebots-Lücken gibt es hingegen bei den Assistenzsystemen – einer klassisch Stärke der deutschen Premium-Marken. Cadillac kann dort mit einem City-Notbremsassistenten, Totwinkel-Warner und Spurhaltehelfer zwar keine neuen Akzente setzen, aber durchaus mithalten. Preise für die dritte CTS-Generation sind noch nicht bekannt. Den Vorgänger gab es in Deutschland mit einem 276 PS starken 3,0-Liter-V6 ab rund 48.000 Euro. Weit davon entfernen wird sich wohl auch die Neuauflage nicht. (mh/sp-x)

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