Vorstellung: Honda CR-V – Multimillionär

Als Honda 1995 den CR-V auf den Markt brachte, war dies der Beginn einer erfolgreichen Freundschaft zwischen Kunde und Modell. Der einst als "Soft Roader" definierte Allradler wurde seither rund fünf Millionen Mal gebaut.

Zwischen 1997 und 2000 war der CR-V sogar Europas meistverkaufter SUV mit Benzinmotor. Kein Wunder, dass die Verantwortlichen in Japan damals beschlossen, die Produktion für Europa ins britische Swindon zu verlegen – angesichts der aktuellen Währungssituation eine weitsichtige Entscheidung. Kurz nach seiner Premiere auf dem Pariser Autosalon (29. September bis 14. Oktober 2012) rollt die vierte Generation des Bestsellers im November auf den Markt und tritt dabei äußerlich noch einmal selbstbewusster als ihre Vorgänger auf. Allerdings bleibt auch die jüngste Auflage auf Anhieb als CR-V erkennbar.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger besitzt der CR-V nun eine markantere Front, die von dem wuchtigen Grill und großzügigen Scheinwerfern beherrscht wird. Exklusiv für den europäischen Markt wurden LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten entwickelt. Das Heck erinnert vor allem bei der Gestaltung der Rückleuchten an einen schwedischen Mitbewerber.

Mehr Platz trotz Schrumpfung

Die Karosserie wurde in der Höhe und Länge geringfügig um drei beziehungsweise einen halben Zentimeter reduziert, ohne jedoch den Innenraum oder das Ladevolumen hinter der in Europa gegen Aufpreis auch elektrisch gesteuerten Heckklappe zu reduzieren. Entsprechend bietet der CR-V auf allen Sitzen gute Platzverhältnisse und das Gepäckvolumen ist bei umgeklappten Rücksitzen im Vergleich zum Vorgänger um 147 auf 1.669 Liter gewachsen. Die Rücksitze lassen sich leicht mit dem Zug an einem Hebel in die Horizontale bringen.

Der Fahrer freut sich ansonsten über die logisch angeordneten Instrumente und das in Höhe und Tiefe verstellbare Lenkrad. Ein fünf Zoll messender Bildschirm zeigt Informationen von Audioanalage, Telefon und dem gegen Aufpreis lieferbaren Navigationssystem. Die verwendeten Materialien machen einen hochwertigen Eindruck.

Bekannte Motoren

Das Motorenangebot des CR-V ist überschaubar. Zur Wahl stehen vorerst ein Zweiliter-Benziner oder ein 2,2-Liter-Diesel, die 155 beziehungsweise 150 PS leisten. Bei beiden Aggregaten handelt es sich um Weiterentwicklungen der bereits bekannten Motoren, die dank der verbesserte Aerodynamik und eines Start-Stopp-Systems bis zu zwölf Prozent weniger verbrauchen sollen. Als weitere Motorisierung ist ein 1,6-Liter-Diesel denkbar, der zurzeit für den Einsatz im Civic vorbereitet wird.

Zwar bietet Honda den CR-V als Zweiliter-Benziner mit Frontantrieb an, doch erwartet das Unternehmen, dass die meisten Kunden den optimierten Allradantrieb wählen werden, der nun dank einer neuen elektronischen Steuerung wesentlich schneller als die bisher eingesetzte hydraulisch aktivierte Technik reagieren soll. Dank der neuen Entwicklung hat der Allradantrieb keinen Einfluss auf den Benzinverbrauch, sagt Honda.

Über den Preis hüllt sich der japanische Hersteller noch in Schweigen. Mit ziemlicher Sicherheit wird die Preisliste aber deutlich unter 30.000 Euro für den Fronttriebler mit Zweiliter-Benziner beginnen. (mh/sp-x)

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