Vorstellung: Jaguar F-Pace – Genmanipulierte Raubkatze

Porsche ist nicht länger der einzige Sportwagen-Hersteller, der SUV als zweites Standbein ins Angebot genommen hat: F-Pace hat Jaguar das neue Crossover-Modell genannt, das die Markenwerte – Sportlichkeit und feines britisches Ambiente – für Kunden zugänglich macht.

Die Transplantation der für die Dynamik zuständigen Jaguar-DNA-Moleküle in einen eher massigen SUV-Körper war für Designer wie Ingenieure eine Herausforderung, doch die Reaktion des Publikums bei der Premiere macht sie sicher, dass die heikle Operation geglückt ist. Die genmanipulierte Raubkatze – Leergewicht 1665 bis 1884 Kilogramm, 4,73 Meter lang, 1,65 Meter hoch und ohne Außenspiegel 1,94 Meter breit – steht seit Kurzem zu Probefahrten und Kauf bereit.

Das neue Modell basiert auf derselben modularen Aluminium-Plattform wie die Limousinen XE und XF. Mit einem geräumigen Innenraum für fünf Erwachsene und einem Laderaumvolumen von 650 bis 1740 Liter übernimmt er innerhalb des Jaguar-Programms die Rolle des – Zitat – „ultimativ praktischen“ Familien-Sportwagens.

42.390 Euro kostet ein F-Pace. Mindestens. Allradantrieb darf der Kunde für diesen Preis allerdings nicht erwarten, und auch die Motorisierung – ein Diesel konsumierender 2,0-Liter-Vierzylinder – macht deutlich, dass man sich für das Basismodell mit 180 PS entschieden hat. Positiv daran: Laut Jaguar verbraucht es 4,9 Liter je 100 Kilometer.

Will man den genügsamsten Motor im Angebot mit einem Allradantrieb kombinieren, erhöht sich der Einstiegspreis um 2600 Euro und der nach EU-Norm ermittelte Verbrauchswert um 0,3 Liter. Weitere 2500 Euro sind fällig, wenn diese Variante mit Automatik- statt Sechsgang-Schaltgetriebe geordert wird.

Bei allen stärker motorisierten F-Pace ist der 4WD-Antrieb grundsätzlich an Bord und wird stets von einer Acht-Stufen-Automatik begleitet. Den 3,0-Liter-Turbodiesel mit sechs Zylindern und 300 PS bekommt man im günstigsten Fall für 57.690 Euro. Überboten wird er in Preis und Leistung von den beiden Benzinern mit jeweils drei Liter Hubraum, sechs Zylindern und Schubkraft erhöhender Kompressor-Technik: Für 340 PS wird der Händler mindestens 59.010 Euro in Rechnung stellen. Die Ausstattungsumfänge lassen sich bei allen Varianten aufstocken – insgesamt sechs Pakete hat Jaguar geschnürt. Im 380 PS mobilisierenden, rundum repräsentativ-luxuriösen Topmodell ist erwartungsgemäß das meiste drin – wer es erwirbt, sollte freilich 75.260 Euro in der Hinterhand haben.

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