Vorstellung: Opel Ampera – Mehr Ampere

Vor wenigen Wochen hat Opel erste Infos zur Elektro-Limousine Amperaveröffentlicht und die Premiere für den Genfer Auto Salon angekündigt.

Am Lac Léman haben die Rüsselsheimer jetzt weitere Details verraten. Der fünftürige Ampera ist Opels Interpretation des Chevrolet Volt, der im Januar 2007 auf der Motorshow in Detroit debütierte, und soll das erste „uneingeschränkt alltagstaugliche“ Elektroauto in Europa werden.

Wie schon in unseren „Ersten Infos“ berichtet, reicht die 16-kWh-Lithium-Ionen-Batterie aus, um den Ampera gut 60 Kilometer rein elektrisch zu bewegen. Im Stadtverkehr ist das durchaus ausreichend und aufladen lässt sich der Ampera an jeder 230-Volt-Steckdose. Sind die Akkus alle, versorgt ein Benzinmotor den Antrieb mit Strom. Die Reichweite soll so auf 500 Kilometer ansteigen.

Mehr Reichweite

Range-Extender nenn Opel diesen kleinen, auf Sparsamkeit ausgelegten Ottomotor, der mit Benzin oder Bioethanol betrieben werden kann. Laut GM wird man im E85-Betrieb mit einem Verbrauch von unter fünf Litern rechnen können, was einem CO2-Ausstoß von lediglich 40 Gramm pro Kilometer entspricht.

Unabhängig der Fahrweise deshalb, weil der Verbrennungsmotor nie Aktiv in zum Antrieb der Limousine beiträgt. Diese Aufgabe übernimmt stets ein 150 PS starker Elektromotor, der konstant 370 Newtonmeter liefert und den Opel auf bis zu 161 km/h Beschleunigen soll.

Aerodynamisches Design

Optisch orientiert sich der 4,40 Meter lange Ampera an den Studien Flextreme sowie GTC Concept und setzt damit die windschnittige Formensprache fort, die die Rüsselsheimer mit dem Insignia eingeführt haben. Hohen Wert haben die Designer auf die Aerodynamik der Limousine gelegt.

So sind Frontmaske, Außenspiegel und die Abrisskante am Heck so optimiert, das sie möglichst geringen Luftwiderstand bieten. Aber auch Details wie etwa die durchsichtigen Blenden aus Polycarbonat am Kühlergrill und über den Alurädern sorgen für einen niedrigen cw-Wert.

Keine Platzverschwendung

Da sich die Batteriezellen T-förmig über den Fahrzeugboden verteilen und nicht im Kofferraum untergebracht werden müssen, bietet der Ampera ein ordentliches Gepäckvolumen von über 300 Litern. Das entspricht in etwa dem eines VW Golf.

Das Cockpit wird von einer breiten, weit in den Raum reichenden Mittelkonsole dominiert. Die ist, wie schon im Insignia, mit Schaltern und Tasten vollgeladen. Hinter dem ebenfalls aus dem Insignia bekannten Lenkrad, wo sonst klassische Rundinstrumente sitzen, findet sich im Ampera nur noch ein großes Infodisplay wieder. Ein zweiter Bildschirm ist in der Mittelkonsole integriert.

Spätestens in drei Jahren

GM-Europe-Chef Carl-Peter Forster versicherte, dass die Ampera-Produktion spätestens Ende 2011 anläuft. In maximal drei Jahren also können demnach die ersten Kunden elektrisch Fahren. Über Preis für den Ampera wird momentan natürlich noch nicht geredet. Soll der Stromer aber zum Erfolg werden, dürfte der Einstieg nicht weit über 30.000 Euro liegen. (red)

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