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Fokus: Kauf
Fokus: Kauf

Auto-Import von USA nach Deutschland

Interessierst du dich dafür, ein bestimmtes Fahrzeug aus den USA nach Deutschland zu importieren? Obwohl das mit etwas Aufwand verbunden ist, kann der Weg für das Traumauto sich schon lohnen. Welche Eckpunkte und Tipps dabei zu beachten sind – hier kommt der Überblick.

Worauf muss ich beim Autokauf in den USA achten?

Ob Neuwagen oder Classic Car: Am besten kaufst du dein Auto in den USA von einem Händler, genauer: einem DMV Licensed Dealer. Denn im Falle einer Auseinandersetzung bekommst du hier behördliche Hilfe. Allerdings solltest du beachten, dass weltweite Garantien auch bei einem Kauf beim Händler in der Regel nicht im Angebot enthalten sind, erst recht nicht bei gebrauchten Autos.

Was den Kaufvertrag angeht, sind Angaben wie auch bei einem Kauf in Deutschland üblich und notwendig. Dazu gehören unbedingt Angaben zum Käufer und Verkäufer, Fahrzeughersteller, Baujahr, Fahrzeugtyp, Fahrgestellnummer, Verkaufspreis sowie Verkaufsdatum und Unterschriften. Den Kaufvertrag brauchst du für die Verzollung in Deutschland.

Um die Preise richtig einschätzen zu können, ist es wichtig zu wissen, dass es sich immer um den Nettopreis handelt, der ausgeschrieben wird. Verhandeln lohnt sich, da Rabatte von 3-5% die Regel sind. Hinzurechnen musst du die Verkaufssteuer, die in den USA zu zahlen ist. Hier gibt es keine einheitliche Regelung – die Car Sales Tax schwankt je nach Bundesstaat zwischen ca. 3% und 11% und entfällt in manchen Staaten sogar ganz. In bestimmten Fällen kannst du sie dir sogar nach Ankunft in Deutschland rückerstatten lassen.

Welche Dokumente werden für den Export aus den USA benötigt?

Unerlässlich für die Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten ist das sogenannte „Certificate of Title“. Das Dokument entspricht in etwa dem Fahrzeugbrief, also der Zulassungsbescheinigung Teil II hierzulande. Ohne „Title“ gibt der US-Zoll das Fahrzeug nicht für den Export frei. Dort sind etwa Daten wie das Modelljahr und die gefahrene Laufleistung vermerkt.

Ein „Certificate of Origin“ hingegen haben nur Neuwagen in den USA, denn vor der Zulassung hat das US-Fahrzeug noch keinen „Title“. Dieses Dokument gibt im internationalen Güterverkehr Aufschluss über die Herkunft einer Ware, in diesem Fall der Herkunft des Fahrzeugs. Es beinhaltet die folgenden Informationen:

  • Fahrgestellnummer
  • Amtliches Kennzeichen
  • Aktueller Eigentümer
  • Weitere Eigentümer*
  • Platz für Überschreibungsvermerk

*Feld "LIENHOLDER": Das ist etwa eine Bank, wenn das Fahrzeug finanziert wird. Beachte, dass dann eine Freigabe (Release) in schriftlicher Form notwendig ist.

Registration Card

Möchtest du vor der Ausfuhr mit dem Auto noch in den Staaten fahren, musst du es dort zulassen. Zur Registrierung benötigst du eine Kurzzeit-Kfz-Haftpflichtversicherung und das „Certificate of Title“. Frage am besten den Händler vor Ort, ob er dir dabei behilflich sein kann.

Kosten und Dauer des Transports nach Deutschland

Auf Nummer sicher gehst du, wenn du eine deutsche Fahrzeugspedition beauftragst, die auch in den USA tätig ist. Kläre mit der Spedition im Vorfeld die Preise ab. Aufgrund großer Unterschiede lohnt sich ein Angebotsvergleich. Bedenke auch, dass Gebühren für Lagerung und Hafenkosten auf dich zukommen. Frage auch hier nach den genauen Summen, diese liegen bei etwa 800 Euro, können aber durchaus auch teurer sein. Die Autoverschiffung dauert zwischen 10 und 20 Tagen. Das Auto sollte etwa 3 Tage vor der Reise am Hafen ankommen – mit allen wichtigen Dokumenten in zweifacher Kopie. Ratsam ist in diesem Zusammenhang auch der Abschluss einer Transportversicherung, falls nicht schon inkludiert.

Was kostet der Import eines Autos aus den USA nach Deutschland?

Rechne neben den Transportkosten mit Einfuhrabgaben von etwa einem Drittel des Nettopreises. Im Detail bestehen die Einfuhrabgaben aus dem Einfuhrzoll – 10 Prozent des Fahrzeuggesamtwertes plus Frachtkosten – und der Einfuhrumsatzsteuer, in Deutschland 19 Prozent. Für Oldtimer bzw. Autos mit Sammlerwert kann ein geringerer Satz von 7 Prozent erhoben werden. Sind alle Kosten beglichen und kommt dein Auto durch den Zoll, erhältst du eine Zoll-Unbedenklichkeitsbescheinigung, die du für die Zulassung in Deutschland benötigst.

Welche Dokumente du für die Zulassungsstelle brauchst

Hast du das Auto bei einer technischen Prüfstelle (TÜV/Dekra/etc.) vorgestellt, und es hat die Haupt- und Abgasuntersuchung erfolgreich durchlaufen? Dann kannst du es nun endlich zulassen. Um ein aus den USA importiertes Fahrzeug in Deutschland zuzulassen, benötigst du folgende Dokumente/Umfänge:

  • Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebestätigung)
  • Originalrechnung/Kaufvertrag
  • Zoll-Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • eVB-Nummer – elektronische Versicherungsbestätigungsnummer
  • Certificate of Title oder Ursprungsnachweis (Certificate of Origin)
  • Amerikanische Kennzeichen, wenn vorhanden
  • Gutachten der Prüfstelle

Hast du Lust bekommen, dein nächstes Auto im Ausland zu erwerben? Dann schau am besten vorher bei unserem Auto-Import Ratgeber vorbei.

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