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Roadtrip USA | Von New York nach Miami – Teil 1

Reisen in die USA sind wieder möglich! Entlang eines Roadtrips von New York nach Miami zeigen wir die schönen, aber auch die nicht so schönen Seiten der Staaten nach der Pandemie. Wir beginnen im ersten Teil am Big Apple und fahren südwärts bis nach Raleigh, North Carolina.

 Das Leben ist zurück auf den Straßen New Yorks. Das gilt auch für den Verkehr! Ein gut gemeinter Rat von Einheimischen: "Don’t drive your car in Manhatten!" Das Leben ist zurück auf den Straßen New Yorks. Das gilt auch für den Verkehr! Ein gut gemeinter Rat von Einheimischen: "Don’t drive your car in Manhatten!"

Die Stadt, die nur während Corona schlief

Beinahe eineinhalb Jahre war die Einreise in die USA pandemiebedingt für EU-Bürger quasi unmöglich. Die strikte Abschottung des Landes sollte die epidemische Lage beruhigen, sorgte aber gleichzeitig für zusätzliche wirtschaftliche Probleme in den Urlaubsregionen – vor allem entlang der Ost- und Westküste. Wie sieht es aktuell vor Ort aus, was kostet was und worauf sollte man auch im Bezug auf Corona in den Staaten noch achten? Wir waren mit dem Auto auf einem gut 2.200 Kilometer langen Roadtrip entlang der Ostküste der USA, um das herauszufinden.

Alles beginnt Mitte März 2022 in New York, dem Sehnsuchtsziel schlechthin, nicht nur für zahlreiche Deutsche. Vor Corona besuchten Millionen Touristen jährlich den Big Apple, zuletzt verkam die Metropole am Hudson River zu einer Art Geisterstadt. Auch unser Taxifahrer vom Flughafen JFK hinein in die City berichtete von der Landflucht und den unsicheren Zeiten. Mittlerweile allerdings gibt es kaum mehr Leerstand in Manhattan, die Mietpreise explodieren geradezu.

Ratgeber USA-Urlaub: Einreise, Corona, Roadtrip, Auto mieten

 China Town ist immer einen Rundgang wert. Kulturelle Vielfalt, asiatische Küche und so manche Kuriosität in Form von fliegenden Straßenhändlern erwarten die Besucher. China Town ist immer einen Rundgang wert. Kulturelle Vielfalt, asiatische Küche und so manche Kuriosität in Form von fliegenden Straßenhändlern erwarten die Besucher.

New York bleibt ein teures Pflaster

Im abendlichen Dauerstau von Manhattan ahnten wir noch nicht, dass nicht nur die Wohnungen und Häuser sehr viel teurer geworden sind als noch vor ein paar Monaten. Angekommen in Jersey City (man hätte wohl besser nach Newark fliegen sollen, dann spart man sich die mittlerweile 120 Dollar teure Taxifahrt) empfing uns einer der ersten schönen, etwas wärmeren Tage im März. Kaum zwei Wochen zuvor lag in New York noch Schnee. Gegenüber dem Hudson liegt uns derweil das One World Trade Center zu Füßen, rechts sehen wir die Freiheitsstatue im Abendlicht blitzen und links von uns erahnen wir in der Ferne das Empire State Building.

Hotels im Bereich des Exchange Place sowie des J Owen Grundy Parks geben einen beeindruckenden Blick auf New York frei und ermöglichen via der PATH-Metrolinie einen schnellen und vergleichsweise preiswerten Zugang zur City. Sie sollten wir nach einer Jetlag-bedingten kurzen Nacht am darauffolgenden Morgen erkunden. Corona war zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Rückzug, die 7-Tage-Inzidenzen lagen weit unter jenen in Deutschland und entsprechend lax hielten es die Amerikaner selbst mit den durchaus noch geltenden Vorschriften.

 Der Blick über New York bleibt atemberaubend und erlaubt bei genauem Hinsehen so manchen Schnappschuss. Doch billig ist das Vergnügen schon lange nicht mehr zu haben, wie das Beispiel des Rockefeller Center zeigt. Der Blick über New York bleibt atemberaubend und erlaubt bei genauem Hinsehen so manchen Schnappschuss. Doch billig ist das Vergnügen schon lange nicht mehr zu haben, wie das Beispiel des Rockefeller Center zeigt.

Time Square, Central Park und Little Italy

Neben dem Besuch des Time Square bleibt ein weiteres Pflichtprogramm in New York das Besteigen eines der zahlreichen hohen Wolkenkratzer mit Aussichtsplattform. Vor dem Rockefeller Center bildete sich schon vor 10 Uhr eine lange Schlange, die Preise für zwei Personen belaufen sich mittlerweile auf gut 80 Dollar. Es folgten ein paar Schnappschüsse und die Erkenntnis, dass dies vor ein paar Jahren deutlich günstiger zu haben war. Gleiches gilt auch für Übernachtungen und vor allem: Essen! Die Zeiten der billigen Verköstigung scheint auch in den Staaten vorbei. Sogar Fastfood-Ketten erheben mittlerweile stramme Preise, die der Qualität nicht immer angemessen sind.

Zwei bis drei Tage sollten in der größten Stadt der USA eingeplant werden, es lohnt sich weiterhin ein Gang durch den Central Park oder aber ein Streifzug durch Little Italy und China Town. Wir machten uns nach gut 72 Stunden vom Big Apple aus auf den Weg gen Süden und hatten auch erst am Abreisetag ein Auto gebucht. Stellplatzmieten in New York sind kein Kinkerlitzchen und der Spruch: „Don’t drive your car in Manhatten“, hat ob der sich bietenden Verkehrsszenen weiterhin seine Berechtigung. Weiter gen Süden geht es zunächst mit einem Volvo V90 Cross Country B6 AWD (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 167 g/km)², wobei der Schweden-Kombi in den USA alles andere als gewöhnlich sein sollte. Doch dazu später mehr.

 Wer in den USA Auto fährt, sollte auf die Wetterlage achten. Bei Starkregen sind die maroden Kanalisationen schnell mit den Wassermengen überfordert. Wer in den USA Auto fährt, sollte auf die Wetterlage achten. Bei Starkregen sind die maroden Kanalisationen schnell mit den Wassermengen überfordert.

Deutlicher Preisanstieg bei Mietwagen

Autovermieter verlangen mittlerweile ebenfalls ein kleines Vermögen für Autos, die vor der Pandemie nur wenige Hundert Dollar für zwei bis drei Wochen gekostet haben. Es lohnt der Vergleich schon ab Deutschland und – selbst wenn es weniger bequem ist – die Wahl eines Autos abseits der großen Flughafenstationen. Wer eine Einwegmiete über größere Distanzen plant, sollte zudem die "One-Way-Fees" im Blick behalten. Die Einweggebühren, zum Beispiel für ein Fullsize-SUV, können von New York nach Miami schnell zwischen 700 und 1.000 Dollar zusätzlich ausmachen.

Jetzt lesen: Testbericht Volvo V90 Cross Country

 In den USA gelten gemeinhin andere Größenordnungen. So passt in den Staaten der knapp fünf Meter lange V90 auch locker auf einen "Compact"-Parkplatz. In den USA gelten gemeinhin andere Größenordnungen. So passt in den Staaten der knapp fünf Meter lange V90 auch locker auf einen "Compact"-Parkplatz.

Auf dem Weg Richtung Washington D.C.

Unser Volvo ist hingegen weit davon entfernt ausgewachsenen Amis wie dem Chevrolet Suburban oder Ford Expedition den Rang abzulaufen. Auch was den Platz für Mensch und Gepäck angeht, steht naturgemäß weniger Raum zur Verfügung. Wer sich darauf einstellt, für den ist die Wahl einer „Midsize“-Fahrzeugklasse allerdings kein Problem, wenngleich mit zunehmendem Reisegepäck Kenntnisse in Tetris nicht schaden können. Ist in der Reiseplanung derweil ein Kleinkind enthalten, können wir zumindest an einer Stelle Entwarnung geben: Isofix-Kindersitze passen auch in die meisten neuen US-Modelle. Der entscheidende Vorteil des Volvo V90 Cross Country gegenüber den amerikanischen SUV liegt allerdings in seinem Verbrauch.

So konsumierte der immerhin 300 PS starke V90 im Schnitt 8,5 Liter auf 100 Kilometer, was angesichts von Kraftstoffpreisen jenseits der 5,00 Dollar je Gallone für Premium-Benzin (circa 1,25 Euro pro Liter) auf lange Sicht durchaus nicht unerheblich ist. Richtung Süden passieren wir indes Philadelphia und stechen der Hafenstadt Baltimore mautbedingt einen kleinen Abstecher ab. In seltenen Fällen haben auch Mietwagen keinen Mauttransponder, was dann zum Problem wird, wenn man Strecken ohne Kassenhäuschen passiert, wo keine Bar- oder Kartenzahlung mehr möglich ist. Gebühren- und Zahlsysteme sind für Ausländer nicht immer einfach zu verstehen, wodurch man im Zweifel lieber abfährt und eine etwas längere Route in Kauf nimmt.

 Washington D.C. zu Beginn der Kirschblüte: Vor allem entlang der National Mall säumen viele Besucher die langläufigen Fußwege. Dank der Metro ist man auch von außerhalb schnell im Stadtzentrum. Washington D.C. zu Beginn der Kirschblüte: Vor allem entlang der National Mall säumen viele Besucher die langläufigen Fußwege. Dank der Metro ist man auch von außerhalb schnell im Stadtzentrum.

Parkraum ist ein knappes Gut

Trotz kleinerer Umfahrungen erreichten wir pünktlich Washington D.C., wobei sich die amerikanische Hauptstadt im März 2022 zunächst mit verhangenem Himmel, kaltem Wind und einer schieren Flut an Touristen präsentierte. Auch hier spielte Corona mittlerweile eine untergeordnete Rolle. Die starken Menschenaufläufe entlang der National Mall erinnerten vielmehr an Zeiten ohne Pandemie.

Wer kann, übernachtet am besten außerhalb des Zentrums entlang einer der gut getakteten Metro-Linien. Alexandria und vor allem Arlington mit dem nahegelegenen National Cemetery bieten sich als Startpunkt zahlreicher kürzerer und längerer Tagestrips an. Ein Hotel in Arlington punktete bei uns vor allem dadurch, dass Parken als Inklusivleistung im Zimmerpreis enthalten war. Keine Selbstverständlichkeit im Nordosten der USA, wo Parkraum knapp und schnell so teuer ist wie eine Motelübernachtung im Mittleren Westen. Wir wollen allerdings Meilen sammeln und fahren nach einem Tagesaufenthalt weiter in Richtung Richmond.

 Angekommen in Richmond wird das Leben (und auch der Verkehr) spürbar entspannter. Es setzt erstmals ein gewisser Südstaaten-Flair ein. Angekommen in Richmond wird das Leben (und auch der Verkehr) spürbar entspannter. Es setzt erstmals ein gewisser Südstaaten-Flair ein.

Ein kurzer Zwischenstopp in Richmond

Die Hauptstadt Virginias bietet sich nicht nur als Zwischenstopp auf einer längeren Autoreise an, von dort aus lassen sich auch sehr interessante Wandertrips durch die nahegelegenen Blue Rich Mountains starten. Unser Ziel war es eigentlich mit dem entspannt auf der Straße liegenden Volvo den gleichnamigen Blue Rich Parkway unter die 19 Zöller zu bekommen – gesperrte Streckenabschnitte aufgrund witterungsbedingter Schäden verhinderten dies allerdings frühzeitig. Wer weniger auf Natur und mehr auf Technik steht, für den könnte ein Abstecher in das ebenfalls schnell erreichbare Norfolk lohnenswert sein. Hier besteht die Möglichkeit zu Hafenrundfahrten durch den größten Marine-Stützpunkt der Welt. Noch eine kleine Randnotiz zu Richmond: Da sich hier viele deutsche Unternehmen niedergelassen haben, ist es nicht unüblich im Diner, im Supermarkt oder auf der Straße gewohnte Wortlaute zu vernehmen.

 Über Stock und Stein? Mit dem Volvo V90 Cross Country kein Problem. Und wer nicht auf Abenteuer ohne Asphalt aus ist, der freut sich dennoch über den hohen Federungskomfort. Über Stock und Stein? Mit dem Volvo V90 Cross Country kein Problem. Und wer nicht auf Abenteuer ohne Asphalt aus ist, der freut sich dennoch über den hohen Federungskomfort.

Weiter über Raleigh nach Savannah...

Dass Kombinationskraftwagen vom Schlage des Cross Country in den USA übrigens die Ausnahme darstellen, zeigten uns vor allem die Bewohner von Virginias Hauptstadt. Viele hochgereckte Daumen, ein Fahrradfahrer, der extra noch einmal umkehrte, und die Frage eines Passanten, ob wir den nicht verkaufen wollen würden, sorgten für mitunter interessante Momente. Uns treibt es hingegen weiter in Richtung Raleigh, einer Stadt, die in Deutschland wohl nur wenige kennen werden, die sich aber bestens als Übernachtungsort für eine Weiterreise in den Süden der USA anbietet. Wie es weitergeht, lest ihr in Teil 2 unseres Roadtrips von New York nach Miami. (Text und Bild: tv)

Roadtrip USA | Von New York nach Miami – Teil 2

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