ESP im Auto leuchtet - was tun?

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Immer mehr Hersteller rüsten ihre Autos mit elektronischen Assistenten aus. Leider steigt damit die allgemeine Anfälligkeit für Störungen, weil Elektronik empfindlich ist. Auch das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) ist von einer Reihe von Sensoren abhängig, deren Ausfall Störungen verursachen kann.

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Wie ESP im Auto funktioniert

Es gibt an jedem Rad ein Messgerät für die Umdrehungen pro Minute, ein Querbeschleunigungssensor misst die Zentrifugalkräfte und ein Lenkwinkelsensor prüft den Lenkeinschlag der Vorderräder. Die Sensoren messen die auftretenden Kräfte sowie die Drehzahlen und das Steuergerät ermittelt, ob die Fahrsituation beim Auto stabil ist. Beim Erreichen kritischer Zustände greift das ESP in die Bewegungsdynamik ein und korrigiert den Fahrer. Gefährliche Situationen kann es auf diese Weise bis zu einem gewissen Grad entschärfen und die Fahrt sicherer machen.

Wo manchmal Fehler auftreten

Arbeitet ein Messpunkt fehlerhaft, kann das System nicht mehr wie vorgesehen funktionieren, die Warnleuchte geht an. Neben einem Defekt an Bauteilen des Systems kommen andere Ursachen für den Ausfall des ESP infrage. Die Liste solcher Möglichkeiten ist lang und nur ein Diagnosegerät kann sie abarbeiten. Prüfen Sie selber als erste Hilfe folgende Punkte:

  • Die Kabelverbindungen aller Kabel, die Daten an das Steuergerät senden oder weiterleiten, müssen einen einwandfreien elektrischen Kontakt haben. Die Kontakte sollen blank aussehen und stramm sitzen. Alle vier Räder haben einen eigenen Sensor.
  • Messen Sie die Bordspannung. Ist der Akku müde oder teilweise entladen, reagieren manche Geräte mit einer Fehlermeldung. Liegt die Spannung über elf Volt, scheidet die Batterie als Ursache aus.
  • Lassen Sie sich von einem Helfer sagen, ob die Bremsleuchten funktionieren. Ein defekter Bremslichtschalter ist als Fehlerquelle nicht auszuschließen.
  • Kontrollieren Sie die zuständigen Kabel auf Scheuerstellen oder Bruch. Einen Kabelbruch lokalisieren Sie mit der Durchgangsprüfung. Das betreffende Kabel schalten Sie in einen Stromkreis. Sobald Strom läuft, ist alles in Ordnung. Das einfachste Werkzeug für den Test ist eine Prüflampe für zwölf Volt. Durchgescheuerte Isolierungen sind eine Folge von lose hängenden oder gequetschten Kabeln.

Können Sie den Fehler mit diesen Maßnahmen nicht finden und beheben, oder ist ein systemrelevantes Bauteil defekt, müssen Sie zur Werkstatt. Das Diagnosegerät ermittelt das fehlerhafte Bauteil und löscht den Fehler aus dem Steuergerät. Mitunter treten Wechselerscheinungen auf, die nur ein Fachmann diagnostizieren kann. Beispielsweise brennt die Leuchte für ein defektes ABS, obwohl ein anderer Fehler vorliegt. Es kann auch sein, dass bei beiden Sicherheitseinrichtungen - ABS und ESP - die Warnleuchte aufleuchtet. Das Auto muss deshalb nicht gleich stehen bleiben.

Weiterfahren, wenn es leuchtet?

Verfallen Sie nicht in Panik, wenn die Lampe einen Fehler anzeigt. Ein Auto fährt ohne ESP genauso nach Hause wie mit ESP. Verhalten Sie sich im Straßenverkehr so, dass keine gefährlichen Situationen entstehen. Fahren Sie dauerhaft mit dem defekten System und es kommt zu einem Unfall, drohen ernsthafte Konsequenzen. Sie verlieren möglicherweise den Versicherungsschutz, weil Ihnen der Anbieter Fahrlässigkeit vorwirft. Bei der Hauptuntersuchung gilt ein defektes ESP als schwerer Mangel. Sie bekommen keine Plakette, solange die Fehleranzeige leuchtet.

Hat Ihr Auto das elektronische Stabilitätsprogramm eingebaut, wäre es unverantwortlich, dies nicht zu nutzen. Selbst wenn es zu ärgerlichen Auseinandersetzungen mit der Werkstatt oder dem Hersteller kommen sollte, sind Sie in der Pflicht. Manche Autofahrer erleben solche Streitfälle, wenn Schäden zu regulieren sind. Haben Sie vor, ein Auto zu kaufen, sind Sie gut beraten, sich über die Erfahrungen anderer Besitzer des Typs zu informieren. Dazu gibt es nützliche Foren im Internet und in der Fachpresse.

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