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Fokus: Caravaning
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Klimaanlage für Wohnwagen und Wohnmobil: Modelle und Varianten im Überblick

Standheizungen haben sich bei den Campingfahrzeugen längst etabliert, Klimaanlagen sind für Wohnwagen und Wohnmobile erst so richtig am Kommen. Dach-, Staukastenklimaanlage oder doch eine Mobile? Kompressor- oder Verdunstungs-Technik? Viele Fragen, hier gibt's die Antworten.

Welche Klimaanlage für den Wohnwagen bzw. das Wohnmobil?

Bei Wohnwagen und Wohnmobilen können auch nachträglich Klimaanlagen installiert werden. Verschiedene Ausführungen ermöglichen die individuellen Anpassungen ans Freizeitmobil beziehungsweise an die Vorliebe der Besitzer. Eines haben sie aber alle gleich: Sie brauchen Platz und sie bringen zusätzliche 20-30 Kilogramm mit. Es macht deshalb Sinn, sich vor dem Kauf über die Möglichkeiten zu informieren, um schlussendlich das passende Gerät zu kaufen.

Dachklimaanlage

Eine Dachklimaanlage wird auf dem Dach des Wohnwagens oder des Wohnmobils installiert. Dafür kann - wenn vorhanden - die Dachluke genutzt werden, es ist also kein weiteres Loch im Dach notwendig. Die Dachklimaanlage saugt die steigende warme Luft ein, kühl sie runter und bläst sie zurück in den Innenraum. Da kühle Luft sinkt, ist die Klimaanlage auf dem Dach sehr effektiv.

Vor- und Nachteile einer Dachklimaanlage für Wohnmobile und Wohnwagen:

Vorteile Nachteile
Braucht im Innern keinen Stauraum Tageslicht der Dachluke fällt weg
schneller und unkomplizierter Einbau Dachklimaanlagen sind relativ laut, besonders Außen
effektive Kühlung zusätzliches Gewicht auf dem Dach wirkt sich negativ auf das Fahrverhalten aus

Staukastenklimaanlage

Die Staukastenklimaanlage wird im Reisemobil untergebracht, zum Beispiel unter der Sitzbank oder unter dem Bett. Sie saugt ebenfalls die warme Luft ein und bläst sie über Luftschläuche wieder in den Innenraum. Die Luftschläuche sollten dabei so hoch wie möglich im Reisemobil platziert werden, da die kalte Luft ja sinkt.

Vor- und Nachteile einer Staukastenklimaanlage für Wohnmobile und Wohnwagen:

Vorteile Nachteile
Dank Luftschläuchen selber bestimmen, wo die kalte Luft rauskommt aufwändiger Einbau der Klimaanlage sowie der Luftschläuche
Gewicht am Fahrzeugboden wirkt sich nicht negativ aufs Fahrverhalten aus Luftschläuche oft im Gesamtpreis nicht enthalten
sehr leise, da gut verstaut Stauraum im Fahrzeuginnern fällt weg
Dachfenster bleibt erhalten

Mobile Klimaanlage

Der Vorteil von mobilen Klimaanlagen liegt auf der Hand: Sie kommen nur mit, wenn sie auch gebraucht werden. Wem also ein fixer Einbau ins Wohnmobil zu kompliziert oder zu teuer ist, dem werden die tragbaren Klimaanlagen gefallen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie nicht nur für Wohnmobile oder Wohnwagen genutzt werden können, sondern auch im Haus oder der Werkstatt.

Vor- und Nachteile einer mobilen Klimaanlage für Wohnmobile und Wohnwagen:

Vorteile Nachteile
geringe Anschaffungskosten beschränkte Kühlleistung
mobil einsetzbar, wo gerade Bedarf ist relativ laut (dicke weiche Gummimatte darunter hilft etwas)
kein Einbau nötig Rohr für Abluft liegt frei rum
zusätzlicher Entfeuchter Kondenswasser-Behälter muss regelmäßig geleert werden

Wie funktionieren Klimaanlagen im Wohnmobil?

Es gibt zwei verschiedene Techniken bei nachrüstbaren Klimaanlagen für Wohnmobile und Wohnwagen. Dabei gilt wie so oft: Was viel leistet, verbraucht auch viel Energie.

Kompressor-Technik

Technisch gesehen funktionieren Kompressor Klimaanlagen wie Kühlschränke. Sie sind wartungsfrei und das benutzte Kältungsmittel ist mittlerweile standardmäßig umweltfreundlich. Kompressor Klimaanlagen für Wohnmobile sind leistungsstark, verbrauchen aber auch einiges an Strom und sind daher fast ausschließlich über 230V zu betreiben. Ein entsprechend starker Wechselrichter ist ein Muss und selbst dann können sie aufgrund des Energieverbrauches nur kurzfristig oder während der Fahrt über das fahrzeuginterne Stromnetz betrieben werden.

Verdunstungs-Technik

Deutlich weniger Strom und deshalb auch auf 12V Basis möglich sind Klimaanlagen mit Verdunstungs-Technik. Außerdem sind sie extrem leise, nur das Geräusch des Gebläses ist zu hören. Trotzdem wird diese Technik zunehmend unbeliebter, weil die Kühlleistung deutlich geringer ausfällt, als bei der Kompressor-Variante. Und der Verdunster muss jährlich gewechselt werden.

Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage im Wohnwagen oder im Wohnmobil?

Es gibt zwei Werte, die beim Stromverbrauch von Klimaanlagen relevant sind: Der Verbrauch während des Betriebes und die Spitze beim Anlaufen des Gerätes.

Vom Hersteller angegeben wird in der Regel der Wert während des Betriebes. Also zum Beispiel 2000 Watt. Gehen wir von einer 230V Spannung aus und betreiben die Klimaanlage während einer Stunde, sind wir auf 8.7 Ah. Diese Last hält so gut wie jeder Campingplatz-Anschluss aus. Doch Achtung: Besonders kritisch sind die ersten paar Sekunden, wenn die Klimaanlage in Betrieb genommen wird. Da schnellen die Werte gerne auf 10 Ampere und höher hinauf. Nun sind die meisten Campingplätze aber nur mit 3 oder maximal 5 Ampere abgesichert, was während des laufenden Betriebes zwar ausreicht, aber für den Start einer Klimaanlage nicht. Die Sicherung fliegt raus und stoppt den Stromfluss, bevor das Klimagerät in den normalen Modus wechseln kann.

Von Seiten der Hersteller heißt die Lösung zu diesem Problem "Softstart", eine Energie-Drosselung beim Anlaufen des Gerätes. Eine andere Möglichkeit ist, das interne Stromnetz so zu gestalten, dass die Klimaanlage die ersten paar Minuten über den eigenen Stromkreislauf gestartet werden kann und erst im Anschluss auf den Landstrom des Campingplatzes umgestellt wird.

Auf jeden Fall lohnt es sich sehr, bereits beim Kauf darauf zu achten, dass die gewünschte Klimaanlage einen möglichst geringen Energieverbrauch hat.

Was kostet eine Klimaanlage zum Nachrüsten für Wohnwagen bzw. Wohnmobil?

Abhängig von der Länge des eigenen Fahrzeuges starten nachrüstbare Klimaanlagen für Wohnmobile oder Wohnwagen bei etwa 2000 Euro und gehen dann schnell in die Höhe. Hinzu kommen die Einbaukosten von nochmals 200 bis 400 Euro. Bei mobilen Klimaanlagen liegt man etwa zwischen 300 und 400 Euro.

Truma Saphir compact und Truma Aventa compact

Die Saphir compact von Truma ist eine Staukastenklimaanlage. Sie ist geeignet für Wohnwagen und Wohnmobile bis etwa 5.5m Länge, danach sollte auf das Modell Truma Saphir compact RS umgestellt werden, das nebst Kühlen auch Heizen kann. Ein paar Fakten:

  • Truma Saphir compact: Verbrauch 1800 W, 2.8 A / Gewicht 20 kg
  • Truma Saphir compact RS: Verbrauch Kühlen 2400 W, 4.2 A / Heizen 1700 W, 3.7 A / Gewicht 23.5 kg

Wer zur Dachklimaanlage tendiert, findet dies bei Truma mit der Aventa compact (bis 5.5m), Plus (bis 7m) oder Comfort (Heizen + Kühlen).

  • Truma Aventa compact: Verbrauch 1700 W, 2.8 A / Gewicht 27.5 kg
  • Truma Aventa comfort: Verbrauch Kühlen 2400 W, 4.2 A / Heizen 1700 W, 3.7 A / Gewicht 33 kg

Dometic Freshjet und Dometic Freshwell

Auch Dometic bietet unterschiedliche Klimaanlagen für Wohnmobile und Wohnwagen an. Die Dachklimaanlage heißt bei Dometic Freshjet 1700 (bis 6m), 2200 (bis 7m) sowie 3200 (ab 7m) oder die Freshjet 2000, die heizen sowie kühlen kann. Zudem bietet Dometic mit der Freshlight eine Dachklimaanlage an, bei der das Dachfenster bestehen bleibt.

  • Dometic Freshjet 1700: Verbrauch 620 W / Gewicht 35 kg
  • Dometig Freshjet 2000: Verbrauch Kühlen 2000 W / Heizen 1200 W / Gewicht 32 kg

Die Staukasten-Variante bei Dometic ist die Freshwell 3000, die für Fahrzeuge bis 8 Meter Länge geeignet ist.

  • Dometic Freshwell 3000: Verbrauch 2700 W / Gewicht 21 kg

Weitere Hersteller: Webasto + Eurom

Natürlich bieten auch andere Hersteller Klimaanlagen für Wohnmobile und Wohnwagen an. Da wäre zum Beispiel Webasto, die wohl bekannter für ihre Standheizungen sind. Eine gute Wahl ist da die Webasto Cool Top Trail 20/24/34.

Wer nach einer mobilen Klimaanlage sucht, wird beispielsweise bei Eurom fündig. Das Modell Eurom AC 2401 ist eine mobile Split-Klimaanlage, die nebst kühlen auch entfeuchten kann. Bis zu 20 Liter Wasser kann sie pro Tag aus der Luft filtern. Mit 22 kg ist sie zwar auch kein Leichtgewicht, aber halt mobil einsetzbar, wenn gerade Bedarf ist.

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