Grenzbereich: BMW M3 Pick-Up – Der Trans-Sportler

Das Rätselraten hat ein Ende und lässt BMW nun ganz offiziell wissen, was es mit dem M3 Pick-Up auf sich hat: Der 420-PS-Bolide mit einer hinten offenen Ladefläche ist ein Unikat, dass in den Dienst der M GmbH gestellt wird.

Ganz nebenbei hat der geheimnisvolle Ladeflächen-Renner noch für reichlich Medienresonanz gesorgt.
Mitte März 2011 kursierten im Internet nämlich massenhaft Berichte und Bilder von einem nur leicht getarnten M3 Pick-Up, der sich auf Abstimmungsfahrten am Nürburgring befand. Um ein kommendes Serienmodell, hier war sich die rätselnde Auto-Community einig, handelt es sich bei dem kuriosen Erlkönig nicht. BMW selbst wollte vorerst nichts verraten.

Doch nur wenige Wochen nach dem Erlkönig-Hype zeigt BMW den Ladeflächen-Renner ungetarnt und klärt die verwunderte Öffentlichkeit auf. Demnach handelt es sich um eine Einzelanfertigung ohne Ausblick auf eine Serienfertigung. Die M GmbH will den straßenzugelassenen Ute vielmehr als Spezialtransporter einsetzen.

Packesel mit Targadach

Hierfür eignet sich der M3 Pick-Up dank seiner großen und mit Alu-Strukturblech ausgekleideten Ladefläche, die zudem noch über zahlreiche Verzurrösen verfügt. Die Heckklappe lässt sich zum einfachen Beladen nach unten öffnen, während eine Abdeckplane den trockenen Transport möglich macht. Eine auf 450 Kilogramm erhöhte Nutzlast und eine abnehmbare Anhängerkupplung sorgen außerdem für gehobene Transporter-Qualitäten.

Trotz seiner Nutzwertorientierung bietet der M3 Pick-Up auch einen hohen Spaßfaktor. So handelt es sich bei der Fahrzeugbasis per se schon um ein überaus lustbetontes Sportfahrzeug. Darüber hinaus lässt sich bei dem Einzelstück das Dach zwischen A- und B-Säule herausnehmen. Extreme Fahrdynamik, Lifestyle und Nutzwertorientierung müssen also keineswegs im Widerspruch zueinander stehen. (mh)

Epilog

An dieser Stelle möchten wir BMW zu diesem besonderen PR-Coup gratulieren. Pick-Up-Umbauten sind ja eigentlich nichts Weltbewegendes. Doch wenn man ein solches Fahrzeug von behelmten Testfahrern und mit Tarnfolie beklebt über die Nordschleife kurven lässt und damit in aufdringlicher Weise vor Erlkönig-Fotografen posiert, kann man selbst ein derart nebensächliches Umbau-Projekt breit in die Medien bringen. Hut ab.

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