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Test: Chrysler 300C Touring 3.5 – Cooler Kombi

Kaum ein Auto ist so typisch amerikanisch wie der Chrysler 300C: Er ist riesig, er fällt auf, er ist verdammt cool. Und er kommt in Deutschland bedeutend besser an als erwartet. Über 1.000 verkaufte Fahrzeuge dürften es dieses Jahr werden.

Chrysler ist zufrieden angesichts der in diesem Segment besonders harten deutschen Konkurrenz rund um Audi A6, Mercedes E-Klasse und BMW 5er. Großen Anteil am erstaunlichen Erfolg hat die Kombi-Variante Touring, für die sich mehr als die Hälfte der Kunden entscheiden. Aus gutem Grunde, schließlich kommt das Batmobil als Fünftürer noch wuchtiger daher. Und beweist echte Mitnehmerqualitäten: Mit 630 bis 1.602 Liter Ladevolumen gehört der 300C Touring zu den Klassenbesten. Maximal beladen (Zuladung 573 Kilogramm) wiegt das über fünf Meter lange Dickschiff über 2,3 Tonnen. Dass das hohe Gewicht für das Topmodell mit 340 PS starkem 5,7-Liter-V8 kein Problem darstellt zeigte ein vorangegangener Test. Doch wie steht es um die beliebteste Motorisierung mit 3,5-Liter-V6 und 253 PS (Verkaufsanteil 66 Prozent)?

Motor contra Getriebe

Das Aggregat an sich gefällt. Stets laufruhig dreht das Sixpack hoch und stellt dabei gleichmäßig seine Leistung zur Verfügung. Kernig sonor unter Last und mit typischem V6-Fauchen in den oberen Drehzahlregionen macht der Motor auch akustisch eine gute Figur. Nur hapert es an der Umsetzung der Leistung in Vortrieb. Schuld daran ist die unzeitgemäße, träge Vier-Stufen-Automatik. Bis Tempo 100 vergehen zwar nur etwas über neun Sekunden. Doch der Kickdown passt zum 300C Touring so wenig wie Sprintrennen zu Elefanten.

Stilvoll beschleunigen lässt es sich nur in der Ebene. Hier reichen die 340 Newtonmeter Drehmoment für gelassenes Tempomachen. Geht es bergauf, oder will man zügig am Vordermann vorbei, kommt man am beherzten Dritt aufs Gaspedal nicht vorbei. Noch bei Tempo 190 schaltet das Gerät in den dritten Gang zurück. Die Folge sind Praxisverbrauchswerte fast auf Niveau des Achtzylinders: Bei zurückhaltender Fahrweise nimmt der 3,5-Liter-V6 um die zwölf, bei forscher Fahrt gut und gerne 15 Liter.

Vergleichsweise günstig ist der große Chrysler in der Anschaffung. Für 41.100 Euro erhält man eine nahezu komplett ausgestattete Luxuskarosse mit unter anderem Einparkhilfe, Regensensor, Xenon-Scheinwerfer, CD-Audiosystem, Leichtmetallräder und Metallic-Lackierung.

Fazit

Wirklich coole Jungs müssen nicht rasen. Mit einem Schiff wie dem Chrysler 300C Touring gleich zweimal nicht. Denn wie kaum ein anderes Automobil lädt der US-Kombi zum entspannten Cruisen ein. Einziger Wermutstropfen ist die veraltete Vier-Stufen-Automatik. Sie raubt dem V6 dermaßen viel Leistung, dass man bereits für durchschnittlich zügiges Vorankommen unstandesgemäß hohe Drehzahlen benötigt.

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