Erster Test: Mini John Cooper Works Clubman – Kombi mit Coolness-Faktor

Traditionskäufer gibt bei fast allen Marken: Man hat gute Erfahrungen gemacht, das Auto war stets einen treuen Begleiter, oder einfach nur spaßig zu fahren. Gründe, einem Hersteller treu zu bleiben, gibt es viele.

Damit die Kunden aber auf Dauer gewogen bleiben, muss das Portfolio auch wechselnde Ansprüche bedienen: Wenn die Familie wächst, dann muss auch das Auto größer werden. Darauf hat Mini schon vor einiger Zeit reagiert und hält für den Fall inzwischen den Clubman bereit. Aber: Ein Kombi der Spaß macht? Geht das zusammen? Definitiv! Das zweite Kind ist bereits auf dem Weg, und Papa sieht sich schon seinen kleinen flotten Flitzer gegen einen uncoolen Kombi eintauschen. Vorbei die Zeit der Kurvenjagd, kein durchzugsstarker Start an der Ampel mehr, kurz: ein Albtraum. Doch Papas Rettung naht! Minis hauseigene Veredelungs-Schmiede hat sich der werdenden Väter angenommen und den geräumigen Clubman (den ausführlichen Test gibt es hier) zum John Cooper Works-Modell aufgerüstet: ein flotter Kombi mit Coolness-Faktor.

Das erste Brabbeln

Unter der Motorhaube des JCW-Clubman schlummert ein aufgeladenes Zwei-Liter-Vierzylinder-Aggregat mit mehr als ausreichenden 231 PS. Ein Fingertipp auf den Anlass-Kippschalter genügt und der Motor erwacht neckisch brabbelnd zum Leben. Schon auf den ersten Metern merken wir, wie viel Mini in einem Kombi stecken kann: Unermüdlich hängt er am Gas, kämpft sich immer weiter nach vorne.

Begleitet wird die Ausfahrt von einem herzerwärmenden Schnalzen und Schmatzen aus den Endrohren, als gäbe es nichts schmackhafteres als Super-Bleifrei. Davon will der Mini laut Herstellerangabe übrigens nur 6,8 Liter auf 100 Kilometer. Doch angesichts des Fahrvergnügens ist dieser Wert nur schwer realisierbar. Wer dem schnellen Clubman ordentlich die Sporen gibt, der liegt mit dem Verbrauch schnell im zweistelligen Bereich.

Doch spätestens wenn der kurvenjagende Kombi Papa in seinen Bann gezogen hat, würdigt der die Tanknadel keines Blickes mehr. Biegung für Biegung nimmt sich der Clubman leichten Fußes an und scheint nicht ermüden zu wollen. Sicherlich, der Kombi ist ein wenig schwerer und länger als seine kleineren Mini-Brüder, doch das tut beim Fun-Faktor nichts zur Sache. Dazu kommen noch herrliche Sportsitze, die den einen in jeder Kurve fest im Sattel halten – so wird das Durchpfeilen gleich noch viel angenehmer.

Kostbare Fracht

Doch was wäre ein flotter Familien-Kombi ohne den Sicherheitsaspekt. Schließlich hat man mit dem Nachwuchs auch stets eine sehr kostbare Fracht zu transportieren. Gut, dass der starke Clubman immer mit Allradantrieb vorgefahren kommt. Selbst auf schwierigem Untergrund wie Schnee und Eis hält das ALL4-System Papa und Auto souverän auf dem richtigen Kurs und auf trockener Straße sorgt die 4WD-Technik für eine extra Sicherheits-Reservere in der Kurve. Spaß und Sicherheit bietet der Mini Clubman John Cooper Works im Überfluss. Allerdings wird Papa dafür ein paar Überstunden in der Arbeit schieben müssen: 35.800 Euro werden für den JCW Clubman beim Händler aufgerufen. Und damit der Hausherr ein wenig entspannen kann, muss er noch mal 2.100 Euro extra für die blitzschnelle Achtgang-Automatik oben drauf legen – mindestens. Denn die Aufpreisliste hält noch viele weitere Schmankerl bereit.

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