Sitzprobe: Seat Exeo – Alter Bekannter

Mit dem Exeo präsentiert Seat auf dem Pariser Autosalon eine neue Mittelklasselimousine. Doch so neu ist der Spanier gar nicht. Als Basis dient dem Exeo die letzte Audi-A4-Generation Der Kenner sieht es auf den ersten Blick: Dieser Seat ist ein Audi.

Der Exeo baut auf der alten A4-Plattform auf. Das spart den Spaniern Kosten und verspricht den Kunden hohe Qualität. Denn der Vorgänger des aktuellen Audi A4 glänzte mit guter Verarbeitung und zuverlässiger Technik. ## Vorne und hinten neu Neu an der 4,60 Meter langen Karosserie sind die Front mit Seat-typischem Kühlergrill und scharf gezeichneten Scheinwerfern sowie das Heck mit neuen, aber nach wie vor hoch angesetzten Rückleuchten. Zwischen A- und C-Säule hat sich nichts geändert.

Auffällig: Sogar der Innenraum wurde nahezu eins zu eins von Audi übernommen. In der Mittelkonsole thront das aus Ingolstadt bekannte Entertainment-System mit MMI-Bedienlogik, die Klimaanlagensteuerung ist ebenso bekannt wie die Lüftungsdüsen und die Rundinstrumente. Auch das Lenkrad stammt aus dem alten A4. In Sachen Verarbeitung und Materialauswahl ist der Exeo auf demselben hohen Niveau, wie es der Audi war.

Drei Diesel, drei Benziner

Erwartungsgemäß gibt es auch bei den Motoren kaum Überraschungen. Der Exeo geht im Frühjahr 2009 mit je drei Benzin- und Dieselaggregaten an den Start. Die Ottomotoren sind allesamt Vierzylinder und reichen vom 102 PS starken 1.6er bis zum 2.0TFSI mit 200 PS. Dazwischen dürfte der 160 PS starke 1.8 TSI liegen. Bis auf das Einstiegsmodell mit 1,6-Liter-Saugmotor werden alle Triebwerke von einem Turbo aufgeladen.

Das Spektrum der Selbstzünder reicht von 120 bis 170 PS. Alle drei Triebwerke entstammen der neuen Generation von Common-Rail-Motoren, darunter der 2.0 TDI mit 140 und 170 PS. Als Basisdiesel dürfte ein neuer 1,6-Liter-Vierzylinder dienen. Alle sechs angebotenen Motoren sollen der kommenden EU-5-Norm gerecht werden.

Umfangreiche Ausstattung

Hergestellt wird der Exeo im spanischen Martorell, wo er auf Teilen der alten Audi-Produktionsanlage gefertigt wird. Schon das Basismodell zu rund 22.000 Euro soll mit einer umfangreichen Serienausstattung an den Kunden gehen. Unter anderem sind ESP, Reifendrucksensor, aktive Kopfstützen, Klimaanlage und elektrische Fensterheber an Bord.

An Sonderausstattung besonders hervorzuheben sind die optionalen Bi-Xenon-Leuchten inklusive Kurvenlichtfunktion sowie das aus dem alten Audi A4 bekannte Solar-Schiebedach, dass im Stand die Klimaanlage mit Strom versorgt.

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