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BMW F 650

Die BMW F 650, die im aktuellen BMW-Programm zu finden ist, hat mir der "echten", der "Ur"-650-er kaum etwas zu tun. Die neue F 650 ist eigentlich eine F 800, ein Zweizylinder mit 800 Kubikzentimetern Hubraum. Die Einzylinder BMW F 650 erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Das hat handfeste Gründe. Eigentlich ist die BMW F 650 überhaupt keine BMW. Sie kam von Aprilia in Noale/Italien und lief auch als fast baugleiche Aprilia Pegaso vom Band. Der Motor der straßenorientierten Enduro (für sie wurde der Begriff "Funduro" geprägt, und Spaß macht diese einfache Alltagsmaschine tatsächlich) kam jedoch weder von BMW noch von Aprilia, sondern vom österreichischen Motorenspezialisten Rotax. Der liefert hervorragende Triebwerke, trotzdem konnten viele BMW-Freunde mit der 1993 vorgestellten F 650 nichts anfangen. Zu heftig war für altgediente Motorradhasen der Bruch mit den bekannten BMW-Motorrad-Traditionen. Ein Einzylinder mit Kettenantrieb? Pfui! Dass sich die BMW F 650 bis zum Produktionsende im Jahr 2000 sehr gut verkaufte, lag nicht daran, dass sie so viele Stärken hatte, sondern vielmehr daran, dass sie kaum Schwächen zeigte. Ein anspruchsloses zuverlässiges Alltagsmotorrad, das rundum ausgewogen war und trotzdem sehr viel Spaß machte. Allerdings war sie auch nicht besser als die Zwillingsschwester Aprilia Pegaso, aber da war das weißblaue Emblem am Tank. Gab es in Zeitschriften einen Test mit den beiden, endete der meist unentschieden. 1996 bekam die F 650 eine noch mehr auf reinen Straßenbetrieb getrimmte Schwester zur Seite, die F 650 ST. Der sehr ausgereifte Rotax-Motor leistete 47 PS, das höchste Drehmoment lag bei 57 Newtonmeter. Keine spektakulären, aber gute Werte.

Gebrauchte BMW F 650 und deren E10 Verträglichkeit

Zur Frage der E 10 Benzin-Verträglichkeit: BMW gibt für die F 650 ein Okay, Aprilia rät für die Pegaso davon ab, obwohl es sich um den gleichen Motor handelt. Keine Probleme mit E 10 hat die Nachfolgerin der F 650, die BMW G 650. Ja, das ist eine gute Nachricht, es gibt bei BMW wieder ein günstiges Einsteigerbike. Ganz neu für 2011, mit 7.000 Euro Kaufpreis fair gepreist. Und wieder mit dem tollen Rotax-Motor. Aus "F" wurde also "G", mit Gussrädern und geregeltem Katalysator. Wer der alten "F" nachtrauert und sie sich gebraucht zulegen möchte, der findet eine Flut von Angeboten. Die Preise starten bei 1.500 Euro. Dafür gibt es eine F 650 von 2004, die 50.000 Kilometer gelaufen ist. Ein Risiko zwar, aber bei guter Wartung kein ausgesprochen hohes. Am anderen Ende der Preisskala: Ein 2000-er Modell, unter 20.000 Kilometer gelaufen, für 4.750 Euro.