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BMW K1

Die BMW K 1 ist eines der am meisten gehassten und beschimpften Motorräder überhaupt. Warum? Was war geschehen? Die BMW K 1 basiert auf der K 100, die 1982 als erste BMW-Vierzylindermaschine vorgestellt wurde. Die K 100 war ein braves zuverlässiges Alltagsmotorrad, immerhin 90 PS stark und bald auch als sportliche RS und fernreisetaugliche RT erhältlich. Die K 1 war jedoch anders als alle anderen BMW, und auch anders als alle anderen Motorräder. Sie war eine vollverkleidete Version der K 100, die Nennleistung lag bei 100 PS, der Luftwiderstandswert war so extrem günstig, dass die K 1 damit 240 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit erreichte. Die BMW K 1 wurde von 1988 bis 1993 gebaut, nicht einmal 7000 Exemplare wurden in dieser Zeit verkauft. Klar, die BMW K 1 war teuer, aber das waren in der Vergangenheit und sind bis zum heutigen Tag alle BMW-Motorräder. Technisch war die K 1 ausgereift und problemlos, trotzdem war sie ständigen Spötteleien und Beschimpfungen ausgesetzt. Die Gründe dafür lagen in der eigenwilligen Optik der K 1. Motorradfahrer - und besonders die Liebhaber der weißblauen Marke - sind nämlich sehr viel konservativer als gemeinhin angenommen. Lange Zeit hatte für "echte" BMW-Fahrer ein Motorrad schwarz zu sein, mit Zweizylinder-Boxermotor und Kardanwelle zum Hinterrad. Schon die K 100 brauchte eine ganze Zeit, um von alten Motorradhasen akzeptiert zu werden. Die K 1 empfanden viele jedoch schlicht als Frechheit. Das Vorderrad war fast vollkommen verkleidet, das war der guten Aerodynamik geschuldet, sah aber - auch ganz neutral betrachtet - sehr seltsam aus. Der Gipfel der Geschmacklosigkeit waren jedoch Farbkombinationen und Lackierung. Die K 1 rollte beispielsweise mit knallgelben Alufelgen, knallgelbem Hinterachsgehäuse und knallgelbem Kardangehäuse vors Kopf schüttelnde Publikum. Auf der tiefblauen Verkleidung prangte ein natürlich ebenfalls knallgelber, etwa einen Quadratmeter großer "K 1"-Schriftzug. Das war einfach nur peinlich, gleichzeitig pubertär und protzig. Ein konservativer BMW-Fan machte um die K 1 einen großen Bogen. An den technischen Qualitäten dieses Hass-Bikes gab es jedoch nichts zu rütteln. Bis heute hat sich die eigenwillige K 1 einen festen Liebhaberkreis erhalten, der sich regelmäßig in Internetforen, aber auch auf der Straße und bei Veranstaltungen trifft. Die BMW K 1 lässt sich auch heute noch als Alltagsmotorrad fahren, und unter den ganzen modernen bunten Bikes fällt sie nicht mehr so auf wie früher. E 10-Benzin verträgt sie auch. Wer die BMW K 1 gebraucht kaufen möchte: Ab 2.000 Euro geht es los - Mut zur Hässlichkeit inbegriffen.