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BMW R 50

BMW R 50 mit komfortablem Vollschwingen-Fahrwerk

Im Jahr 1955 präsentiert BMW auf dem Automobilsalon in Brüssel die BMW R 50 mit Boxer-Motor und komplett neuem Vollschwingenrahmen – anstelle der Geradweg-Federung mit Telegabel des Vorgängermodells R51/3. Die R50 ist das Basismodell einer ganzen Reihe von größtenteils baugleichen Sport- und Tourenmotorrädern mit verschieden starken Motoren. Das Gewicht der BMW R 50 beträgt im fahrfertigen Zustand nur 195 Kilogramm, traditionsgemäß bietet der Schwingsattel eine komfortable Sitzposition. Das innovative Vollschwingen-Chassis war revolutionär und gewährt den Fahrern einen beeindruckenden Fahrkomfort. Am Doppelrohr-Rahmen aus Stahlrohr befinden sich seitlich Kugelköpfe für den Seitenwagen-Betrieb, beispielsweise den TR 500 von Steib. Wird die BMW R 50 mit Seitenwagen genutzt, muss die Hinterradübersetzung geändert werden, wozu ein neuer Tacho eingebaut werden muss. Vollnaben und Felgen sind aus Aluminium hergestellt. Für Touren- und Gespannfahrer ist die BMW R 50 ideal. Für das Fahren mit Sozius lässt sich die hintere Federvorspannung in zwei Stufen umstellen.

Der Motor: Starkes 500er Renn-Boxer-Aggregat

Der Zweizylinder-Viertakt-OHV-Boxermotor mit 494 ccm Hubraum basiert auf dem R51/3-Motor und leistet 26 PS. Die Kraftübertragung übernimmt das fußgeschaltete Vierganggetriebe mit Klauenschaltung – ein zusätzlicher Handschalthebel fehlt diesem Modell. Hinterachsantrieb, Getriebe und der Motorblock sind aus Aluminiumguss hergestellt. Die Auspuffanlage und der Motor sind direkt mit dem Rahmen verschraubt, das Getriebegehäuse ist am Motor angeschraubt. Gegen Feuchtigkeit und Verschmutzungen ist der gesamte Antriebsstrang gekapselt, bis auf den Ölwechsel alle 12.000 Kilometer ist dieser wartungsfrei. Das herausragende Merkmal des Boxer-Motors ist seine Power aus dem unteren Drehzahlbereich heraus. Mit solider Technik erreichen die Piloten auf der BMW R 50 eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.

Mehr für Tourenfahrer als sportlich ambitionierte Piloten

Der komfortable Schwingenrahmen begeistert Tourenfahrer, mit seiner weichen Federung begeistert dieser sportlich motivierte Solofahrer jedoch weniger. Um die Maschine rasant durch die Kurven zu bringen, ist einiges an Fahrkönnen erforderlich. Wichtig im Rahmen der Wartungsarbeiten: die Kegelrollenlager. Auf verschlissene oder falsch eingestellte Kegelrollenlager reagiert das Fahrwerk sehr empfindlich, die Schwingenlagerung ist regelmäßig zu warten und pflegen.

Fazit

Die BMW R 50 steht in der Tradition der Vorkriegsmodelle R 5, R 6 und weiteren. Das Antriebskonzept mit Boxer-Motor, längsliegender Kurbelwelle und Kardanantrieb zum Hinterrad bliebt gleich, aufgrund des veränderten Fahrwerks bildet die Maschine gemeinsam mit der R 50 S und den stärkeren Modellen R 60 und R 69 eine neue Kategorie. Eine Modellpflege folgte 1960 mit verstärktem Fahrwerk, diese Maschinen laufen unter der Bezeichnung BMW R 50/2.