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Harley-Davidson Night Rod

Das Modell, das im Jahr 2002 eine Revolution ins Rollen brachte

„Nehmen wir die V-Rod und die Street Rod und verbinden wir die besten Eigenschaften zu einer neuen Harley für eine neue Zielgruppe“ – so in etwa könnte das Konzept ausgesehen haben, das am Anfang der Entwicklung der Harley-Davidson Night Rod gestanden hatte.

In der Harley-Davidson Night Rod kam im Jahr 2002 wie schon vorher bei der V-Rod ein vollständig neuer Motor, die sogenannte „Revolution Engine“ auf die Straße. Waren alle Harleys bislang nur von der mehr oder weniger kühlen Außenluft gekühlt, umspült Kühlflüssigkeit die Zylinder des neuen VRSC-Motors, der erstmals in der Harley-Davidson Night Rod zum Einsatz zum Einsatz kam. Harley-Davidson vollzog damit den Wechsel von der Luftkühlung zur Wasserkühlung, wie ihn schon zwei andere weltbekannte Unternehmen erfolgreich geschafft hatten, wenn auch Jahrzehnte bzw. einige Jahre zuvor: Volkswagen und Porsche. Beide – Volkswagen und Porsche – änderten die Kühlung erfolgreicher Modelle, ohne dabei die grundsätzliche Bauweise zu verändern. Im Jahr 1979 stieg VW beim Typ 2 (Transporter / Bus) bei den damals im Heck sitzenden Boxermotoren von der Luftkühlung auf die Wasserkühlung um. Bei Porsche wurde derselbe technische Wandel im Jahr 1997 ebenfalls vollzogen. Für etliche puristische Porsche-Fans kam dieser Wechsel damals einem Verrat an der Tradition des erfolgreichen Boxermotors gleich, doch der Erfolg von Porsche sollte sie widerlegen. Man kann heute sogar sagen, dass Porsches Erfolgskurve seit Einführung der wassergekühlten Motoren, bei denen je Zylinder vier Ventile von zwei Nockenwellen in jedem Zylinderkopf gesteuert wurden, stetig gestiegen ist. Mit der Wasserkühlung wurden technische Details realisierbar, die eine deutlich höhere Umweltverträglichkeit der Motoren möglich machten. So ist es kein Zufall, dass es bei der Entwicklung des damals neuen Harley-Motors zu einer Zusammenarbeit zwischen Porsche und Harley-Davidson kam. Es wurde ein Joint Venture gegründet, an dem Harley-Davidson zu 51 Prozent beteiligt war. Beide Unternehmen waren der Bauart ihrer Motoren treu geblieben – bei Porsche der Boxer und bei Harley-Davidson der V-Motor; beide Unternehmen vollzogen einen entscheidenden technischen Wandel: den Umstieg von der traditionsreichen Luftkühlung zur modernen Wasserkühlung (Flüssigkeitskühlung). Beide Unternehmen gingen und gehen diesen Weg mit Erfolg, wie die Verkaufszahlen belegen.

Das neue Konzept hatte auch die traditionellen Harley-Käufer nach kurzer Zeit überzeugt. Tradition wird bei Harley Davidson nicht als Festhalten an alter Technik um jeden Preis interpretiert, sondern als die Bereitschaft, im Bewusstsein um technische Leistungen und Erfolge der Vergangenheit stets bereit zu sein, in der Gegenwart neue Werte zu schaffen, die dann wieder als Tradition interpretiert werden. Harley Davidson hat die Night Rod seit der ersten Vorstellung behutsam aktualisiert.

Die Harley-Davidson Night Rod: echte Harley mit echtem Porsche-Motor

Hinter dem Motorenkonzept der Harley-Davidson Night Rod steckt eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Es ist nicht einfach, so viel Technik auf so wenig Raum unterzubringen und dabei auch noch sicherzustellen, dass nicht nur eine hohe Leistung zur Verfügung steht, sondern auch ein günstiges Leistungsgewicht. Gerade im Motorradbau kommt es auf die optimale Masseverteilung an.

Die Harley-Davidson Night Rod: nebenbei auch eine Meisterleistung der Ingenieurskunst

Vier obenliegende Nockenwellen, Vierventiltechnik und eine elektronische Einspritzanlage, 60 Grad Zylinderwinkel – das sind fünfzehn Grad mehr als bei den luftgekühlten, traditionsreichen Harley-Motoren. Solche technischen Details, die gemessen an der Tradition regelrechten Revolutionen gleichkamen, waren in Verbindung mit der ungeahnt hohen Höchstgeschwindigkeit von rund 225 km/h für Harley-Fahrer zunächst Kulturschocks. Kannte man doch den Harley-Fahrer über Jahrzehnte hinweg als den mit gefranster Lederjacke im Stil von „Easy Rider“ durch Amerika gleitenden, vom Fahrtwind gekühlten Individualisten, sollte das alles einem Ambiente aus High-Tech und High-Speed weichen? Durfte man, stammte man aus dieser Kultur, aus dem souveränen Cruisen heraus plötzlich aufgeweckt werden und mit Top-Speed auf die Überholspuren der nicht geschwindigkeitsbegrenzten Teile der Erde aufschließen? Man durfte, und es gelang ausgezeichnet. Wie die Geschichte zeigt, wurde das sehr gut möglich. Harley-Davidson fährt gut mit der Flüssigkeitskühlung. In seiner ersten Ausführung hatte der Motor der V-Rod einen Hubraum von 1.130 ccm, aus dem er bei 8.250 U/min eine Leistung von eindrucksvollen 115 PS entwickelte.

Eine Harley-Davidson Night Rod gebraucht kaufen: Service-Historie beachten

Wenn Sie eine Harley-Davidson Night Rod gebraucht kaufen möchten, ist das eine Investition in Freude. Damit die Freude vom Tag des Kaufes an besteht und bestehen bleibt, sollten Sie darauf achten, dass der Vorbesitzer immer regelmäßig bei den Kundendiensten war und notwendige Reparaturen fachgerecht instandsetzen ließ. Der erste Eindruck zählt: Ist das Bike gepflegt? Wenn Sie „Ihre“ Harley-Davidson Night Rod bei AutoScout24 suchen und dabei überzeugende Bilder des Verkaufsexemplars sehen, die auf einen gepflegten Zustand hinweisen, kann dies schon der erste Schritt in Richtung passender Auswahl sein. Wenn der Verkäufer der Harley-Davidson Night Rod auch dahingehend mitgedacht hat, Bilder des durchgestempelten Service-Scheckheftes mit ins Netz zu stellen, dann brauchen Sie eigentlich nur noch zur Probefahrt aufzubrechen.

Die Suche nach einer Harley-Davidson Night Rod können Sie sich mit AutoScout24 deutlich erleichtern. Geben Sie einfach das gewünschte Baujahr ein, die maximale Kilometerleistung und die Entfernung von Ihrem Wohnort, in der Sie Ihre Harley kaufen möchten.