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Kawasaki ZL 600

Kawasaki ZL 600 - vorne Naked Bike, hinten Chopper

Kawasaki Heavy Industries mit Sitz in Japan baut seit 1966 Motorräder. Mit der 50 PS starken W1 macht sich Kawasaki in der Welt schnell einen Namen. Neben Lokomotiven, Flugzeugen, Baumaschinen und Fertigungsrobotern etabliert sich also die Zweirad-Sparte des Megakonzerns als veritables Standbein. Mit Supersportlern wie der Ninja erlangen die heute oft giftgrün lackierten Maschinen echte Berühmtheit. Die ZL 600 ist hier keine Ausnahme. Ihre imposante Erscheinung setzt einen Trend in der Formgebung moderner Naked Bikes. Sie kombiniert den Bug eines klassischen Naked Bikes mit der maskulinen Gedrungenheit einer Chopper-Maschine. Ihr relativ kleiner Vierzylinder-Reihenmotor steht optisch im krassen Kontrast zum großen Tank, zum blanken Chrom und zu den Anleihen aus der Welt von Harley Davidson und Co.

Ein 600 Kubikmotor

Zum selbstbewussten Auftritt der Kawasaki ZL 600 sollte eigentlich eher ein V2 passen? Unter optischen Gesichtspunkten kann diese Frage getrost mit Ja beantwortet werden. Doch was die japanischen Ingenieure aus dem kleinen Hubraum zaubern, lässt alle Wünsche nach einem anderen Triebwerk verstummen. Mit 75 PS zeigt sich der Vierzylinder mit Vergaser-Einspritzung ausgesprochen kraftvoll. Auch das gute 54 NM Drehmoment sprechen eine klare Sprache: Hier ist man bei Bedarf keinesfalls langsam unterwegs. Dass die Spitzenleistung erst bei knapp 10.000 Umdrehungen in der Minute abgegeben wird, lässt die wahre Drehfreude der Kawasaki ZL 600 nur erahnen - man muss sie einfach selbst erfahren.

Wartungsarmer Kardanantrieb der ZL 600

Eigentlich ist der Kardanantrieb am Hinterrad eine Domäne von BMW – Kawasaki hat bei der eigenen Interpretation allerdings alles richtig gemacht. Frühe Kardanwellen neigten manchmal zu Stößen im Antriebsstrang. Die sind der Kawasaki ZL 600 allerdings fremd. Nur bei abrupter Gaswegnahme und hoher Drehzahl ist Vorsicht beim Bremsen mit dem Hinterrad gegeben. Hier wirkt sich das Entlastungsmoment des Heckteils durch die steil stehenden Stoßdämpfer manchmal negativ auf den Geradeauslauf aus. Eine Besonderheit weist die Kawasaki ZL 600 beim Layout der Schwinge auf. Statt der sonst gängigen Einarmschwinge verbaut Kawasaki eine klassische und sehr filigran wirkende Zweiarmschwinge. Auch die Telegabel an der Front ist mit 32 mm Durchmesser nicht überdimensioniert und passt zum Design der Maschine. Wer mit dem Gedanken spielt, eine gebrauchte Kawasaki ZL 600 zu kaufen, hat gute Chancen. Unfallfreie Exemplare mit wenigen Kilometer Laufleistung sind bereits ab rund 2.000 Euro erhältlich.