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Piaggio Ape

Informationen zu Piaggio Ape

Die Piaggio Ape ist ein Kleintransporter auf drei Rädern – oder besser gesagt „Minitransporter“, denn die Ape entstand 1947 ursprünglich als dreirädrige, um eine Ladefläche aufgerüstete Version des Vespa-Motorrollers. Daher hört die Ape manchmal auch auf den Namen Vespacar. Abgesehen davon ist die Verwandtschaft der beiden Fahrzeuge für einen Italiener unschwer am Namen zu erkennen: Vespa steht für Wespe, Ape für Biene – im Hinblick auf die Tragfläche des Rollermobils ließe sich letzteres durchaus als Betonung des Nutzwerts verstehen. In Indien ist die Ape gerade deswegen und wegen ihrer geringen Größe sehr begehrt, daher liegt mitunter einer der Hauptproduktionsstandorte dort. Heute baut Piaggio drei verschiedene Typen der fleißigen Ape’s – eine davon, die Ape TM, nahezu unverändert seit 1982!

Erst mal ohne Dach

Wie bereits erwähnt, stammt die Ape von der Vespa ab, dementsprechend wurden die ersten Modelle ab 1947 noch ohne Dach bzw. Kabine gebaut. Das änderte sich ab 1956, als mit der Ape C das erste Kabinenmodell heraus kam – gefolgt vom lediglich um die Tragfähigkeit verbesserten Pentaro im Jahr 1960. Rund sieben Jahre später wurde die Ape MP mit nochmals auf bis zu 600 kg verstärkter Tragfähigkeit und leistungsfähigerem Motor vorgestellt. Schon wenige Jahre später kamen schließlich die Ape’s auf den Markt, die bis heute nur wenig modifiziert Bestand haben – es folgt ein Überblick zu den Modellen im Einzelnen:

Die Piaggio Ape 50

Sie ist die kleinste unter den motorisierten Dreirädern und wurde in der ursprünglichen Version im Jahr 1969 vorgestellt: Die Ape 50 kann mit ihrem 1,8-kW-(3 PS)- 50 cm³-Einzylinder gerade mal 200 kg transportieren – aber vielleicht ist auch gerade das einer der Gründe, warum das Modell bisweilen zum Verkaufsschlager wurde und rund 26 Jahre lang unverändert produziert wurde. 1994 kam die Ape 50 als Cross Country-Sondermodell mit Radiokonsole, Stoßbügel und Überrollbügel heraus – apropos rollen: 1995 war es endlich soweit für eine Neuauflage der Ape 50, erst dann rollte die neue Ape 50 TL5T vom Band, die sich insbesondere durch zwei, statt nur einem Frontscheinwerfer von ihrer Vorgängerin unterschied. Dennoch folgte schon 1999 die Ablösung durch die nur wenig veränderte Ape 50 ZAPC – bis heute ist sie das aktuell verkaufte Ape 50-Modell.

Die Piaggio Ape TM

Eher das Gegenstück zur Ape 50 und zugleich das älteste, noch nahezu unverändert angebotene Modell ist die Ape TM. Bereits seit 1982 bringt der Benzin-/Diesel-Einzylinder zu wahlweise 218 cm³ mit 8 kW (11 PS) oder 422 cm³ mit 9 kW (13 PS) Lasten von bis zu 700 kg zum Zielort. Der Motor ist übrigens nur entscheidend für die Tragfähigkeit – die Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h erreichen alle Varianten ohne Weiteres. Eine Besonderheit der Ape TM ist, dass sich ebenso wie bei der Ape 50 alle vier Gänge (bzw. fünf Gänge bei der 422-cm³-TM) des unsynchronisierten Schaltgetriebes vorwärts wie rückwärts schalten lassen.

Die Piaggio Ape Classic

Im Sondermodell Ape Classic seit 2006 ist ein 422-cm³-großer Dieselmotor mit Wasserkühlung von Lombardini verbaut, der Produktionsort ist Indien. Als Besonderheit und zugleich Einschränkung ist die Ape Classic ausschließlich in der Farbe Mintgrün („Celeste“) erhältlich, außerdem finden eine Lenkstange und zwei Sitzplätze darin ihr Zuhause. Die maximale Nutzlast beträgt 800 kg.

Die Piaggio Apelino

Nicht auf dem Motor, sondern auf der Karosserie der Ape TM basierend, ist das Designkonzept der Apelino. Das Modell wurde im Frühjahr 2008 präsentiert und besticht durch einige Neuentwicklungen: Zum Einen kommen besonders umweltfreundliche und sparsame Elektro- sowie Hybridmotoren zum Einsatz, zum Anderen steht dem Fahrer nun frei, die Ladepritsche selbst je nach Belieben umzurüsten – neben dem klassischen Aufbau als Transportfahrzeug kann er zwischen speziellen Modulen zum Umbau als Stadttaxi, Promotions- oder Cateringmobil wählen.

Die großen Apes

In der Geschichte der Ape-Modelle gibt es bisher drei besonders große Exemplare: Den Anfang macht das Ape Car im Jahr 1972. Anders als von der Ape gewohnt, war es mit einer relativ komfortablen Kabine ausgestattet. In Sachen Motorisierung und Traglast unterschied sich das Ape Car hingegen nicht von seinen Artgenossen – das Ape Car Max von 1986 schon: Die bisher größte Ape misst 2,3 Meter in der Länge und 1,5 Meter in der Breite, außerdem trägt sie ein Rekordgewicht von bis zu 900 kg. Weitere vier Jahre später tanzte die Ape Porter als einziges Modell mit vier Rädern aus der Reihe. Sie ist mit einem 420 cm³-Benziner ausgestattet und schafft Ladungen von bis zu 835 kg.