Gebrauchte Yamaha FZ 750 Motorräder bei AutoScout24 finden

Yamaha FZ 750

Yamaha FZ 750 - ihrer Zeit voraus

Mit der Yamaha FZ 750 stellte der japanische Hersteller 1985 eine für die Zeit sehr leistungsstarke 750er vor. Mit 100 PS bei 10.500 U/min zeigte sich diese Maschine äußerst drehfreudig. Eine Literleistung von 130 PS bei einer 750er war für Mitte der 80er-Jahre sehr hoch. Darüber hinaus glänzte die Yamaha FZ 750 durch weitere aufregende Details. So hat dieses Motorrad nicht zwei, nicht vier, sondern gleich fünf Ventile pro Zylinder. Ein weiterer Kunstgriff ist, dass die Zylinderbank um 45° nach vorne gedreht ist. Dadurch wird der Motor - und letztlich das ganze Motorrad - niedriger, was zu einem geringeren Luftwiderstand führt. Bei derart hohen Drehzahlen benötigte die FZ 750 dringend ihre Wasserkühlung, die damals noch selten verwendet wurde.

Starker Motor, stabiles Fahrwerk

In dieser Form schafft die Yamaha FZ 750 in der Spitze 233 km/h, was auch durch die serienmäßige Halbschalenverkleidung begünstigt wird. Die Beschleunigung auf 100 km/h erfolgt in 3,8 Sekunden. Mit 232 kg (vollgetankt) ist die FZ 750 nach den früheren Standards nicht zu schwer. Das Fahrwerk zeigte sich ebenfalls fortschrittlich mit dem 16-Zoll-Vorderrad für bessere Wendigkeit, dem stabilen Doppelschleifen-Rohrrahmen, innen belüfteter Scheibenbremse und der leichten Schwinge aus Aluminium.

Vor allem überzeugte die Yamaha FZ 750 durch ihr Fahrverhalten. Bei Endgeschwindigkeit war diese Maschine weit stabiler als frühere Big Bikes. Auch in Disziplinen wie Einlenkverhalten oder Spurstabilität in Kurven stellte die FZ 750 gegenüber bisherigen japanischen Motorrädern einen Schritt nach vorne dar. Wurde das Motorrad damals als supersportlich aufgefasst, lässt sich die Maschine heute besser als Sporttourer einordnen. Dafür sorgt schon die Sitzposition, die deutlich lässiger ausfällt als bei heutigen Rennern.

In den Jahren 1985 bis 1993 erlebte die FZ 750 einige Verbesserungen. So spendierte Yamaha dem Motorrad 1986 zusätzlich zur Halbschalenverkleidung einen Bugspoiler. 1987 machte man Nägel mit Köpfen und staffierte das Motorrad mit einer Vollverkleidung aus. Die 4-in-2-Auspuffanlage wurde durch eine 4-in-1-Anlage ersetzt. Durch ein verstärktes Getriebeausgangslager merzte Yamaha einen Schwachpunkt aus. 1989 ersetzte man das 16 Zoll große Vorderrad durch eines im 17 Zoll-Format und installierte die Vierkolbenbremsen der FZR 1000. Im Sommer 1993 wurde das Motorrad schließlich durch die noch sportlichere YZF 750R abgelöst.