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Yamaha RD 350

Yamaha RD 350 - ein legendärer Zweitakter

Seit Beginn der 1970er Jahren sorgt die Yamaha RD 350 für Aufregung auf dem Motorradmarkt. Einerseits ist dieses Motorrad bekannt für seine gemessen an der Motorausstattung außergewöhnliche Schnelligkeit. Andererseits ist die Yamaha RD 350 insbesondere bei Motorradfahrern gefürchtet, die des Schraubens nicht mächtig sind. Beschleunigung und die angegebene Endgeschwindigkeit von 170 km/h brachten dem Motorrad auch den Beinamen "Taschenrakete". Es sind die enorm hohen Drehzahlen, die eine RD 350 zu solchen Geschwindigkeiten verhelfen; aber auch die hochdrehenden, luftgekühlten sowie störanfälligen Motoren sind dafür verantwortlich. Wer eine Yamaha RD 350 besitzt, muss in der Lage sein, sein Motorrad selbst zu reparieren oder immer wieder für längere Zeit auf seine RD verzichten, wenn sie in der Werkstatt steht. Dieser Ruf eilt der Yamaha RD 350 seit nun über 40 Jahren ebenso voraus wie dem kleinen Schwestermotorrad RD 250. Der rote Bereich auf dem Drehzahlmesser der RD 350 beginnt erst bei 8.500 Umdrehungen. Dieses von 1971 bis 1979 produzierte Motorrad vermittelt seinem Fahrer bis heute ein ursprünglich anmutendes, direktes Fahrgefühl, das nicht mit den modernen Komfort-Motorrädern vergleichbar ist.

Yamaha RD 350 - Rakete mit 39 PS

Gerade einmal 39 PS entwickelt der Zweizylindermotor mit 347 ccm und benötigt dafür 7.500 Umdrehungen pro Minute. Diese Leistung reicht aus, um eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h und in der Praxis manchmal auch noch etwas mehr zu erreichen. Mit dieser Technik war die Yamaha RD 350 ein ideales und sehr erfolgreiches Rennmotorrad in einer Klasse, die es heute nicht mehr gibt. Die Technik für den professionellen Einsatz setzte sich zu Beginn der Produktion der RD 350 als Serienmotorrad auch hier fort. Die ersten Modelle der Yamaha RD 350 sind daher weniger anfällig als Motorräder, die ab Mitte der 1970er Jahre hergestellt wurden. Zu dem Bruch kam es durch die Fertigung in Großserien, mit der die Serienmotorräder qualitativ weniger hochwertig ausgestattet wurden. Zudem motivierte die RD 350 viele ihrer Besitzer zum Tuning, um noch mehr aus dem luftgekühlten Motor herauszuholen. Auch das war eine der Ursachen für die häufigen Motorschäden.

Yamaha RD 350 LC - die modernisierte Version des Klassikers

Ab 1980 löste die Yamaha RD 350 LC das Ursprungsmodell aus den 70ern ab. Die Modellerneuerung nutzte Yamaha zur Beseitigung vieler der bekannten Schwächen der RD 350. Der Zweizylinder-Zweitakt-Motor der Yamaha RD 350 LC ist wassergekühlt und mit einer Getrenntschmierung ausgestattet. Der ebenfalls hochdrehende Motor hat 46 PS, kann aber mit geringem Aufwand auf 38 oder 27 PS gedrosselt werden. Kritik erfuhr die Yamaha RD 350 LC aufgrund ihrer ungleichmäßigen Leistungskurve. Während der Anzug in den unteren Drehbereichen eher schwach ist, entfaltet der Motor ab einem Drehbereich von 6.000 Umdrehungen pro Minute sehr plötzlich seine ganze Kraft. Dieser Umstand trug dazu bei, dass insbesondere unerfahrene Motorradfahrer häufig Unfälle verursachten. Ein weiterer Nachteil der RD 350 LC ist ein hoher Benzinverbrauch von teilweise mehr als zehn Litern auf einer Strecke von 100 Kilometern. 1983 wurde die RD 350 LC von der RD 350 YPVS abgelöst.