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Yamaha TDM 850

Die Yamaha TDM 850 3VD

Die Yamaha TDM 850 ist eine Reiseenduro des japanischen Motorradherstellers Yamaha und wurde in zwei Modellgenerationen von 1991 bis 2002 gebaut (Modellwechsel 1996). Die Maschine tritt die Nachfolge der Yamaha XTZ 750 an, die zu ihrer Zeit beispielsweise gleichauf war mit der BMW R 100 GS oder der Honda XRV750 Africa Twin. Wie oft bei Motorrädern der Fall, war auch die TDM 850 zu ihrer Zeit nicht eindeutig einer Klasse zuzuordnen: Die Maschine galt zu ihrer Einführung, wie man es aus Japan gewohnt ist, als sehr innovativ, nicht zuletzt da sie eine Enduro, also ein Geländemotorrad, mit einem Straßentourer kombiniert – Yamaha’s Marketing verkaufte die TDM 850 schlichtweg als „Sporttourer“. So konnte sich Yamaha in dieser Klasse zunächst einen Vorsprung verschaffen, den die Konkurrenz erst etwas später etwa mit der Einführung der Honda Transalp oder der Cagiva Elefant 900 aufholen konnte. Wissenswert ist außerdem, dass die Yamaha TDM 850 auf Basis des XTZ 750 eine ganze Modellreihe einläutete, denn ab 2001 begann der japanische Hersteller die Nachfolgerin Yamaha TDM 900 mit neuem Aluminium-Rahmen und strafferem Fahrwerk zu produzieren – das Modell gab es bis 2010 jedes Jahr in einer neuen Farbe. Dennoch gilt auch eine gebrauchte TDM 850 bis heute als sehr zuverlässig und gut verarbeitet. Hier erfahren Sie mehr über die beiden Modellgenerationen 3VD und 4TX:

Der Motor der ersten Yamaha TDM 850 mit dem Kürzel „3VD“ ist eine Ableitung des Aggregats aus der Yamaha XTZ 750 Super Tenere mit Parallel-Twin-Motor. Wie beim Nachfolgemodell fasst der wassergekühlte Viertakter der TDM 850 3VD ein Hubraumvolumen von 849 cm³. Er ist mit zwei Zylindern mit Trockensumpfschmierung zu je fünf Ventilen versehen, die Gemischaufbereitung erfolgt über einen Gleichdruck-Doppelvergaser, die Zündung arbeitet kontaktlos. So kommt die Reiseenduro bei 7.500 U/min auf eine Leistung von maximal 57 kW (77 PS) und erreicht bei ihr größtes Drehmoment von 75,5 Nm bei rund 6.000 U/min. Auf der Straße zeigt sich dies in der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,3 Sekunden sowie in der Höchstgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h mit oder ohne Sozius.Das Getriebe verfügt über fünf Gänge mit Ölbadkupplung und wird per Bowdenzug betätigt. Die Bremsanlage besteht auf einer Doppelscheibe vorne und einer einfachen Scheibe hinten. Alles in allem kommt die TDM 850 3VD somit auf ein Leergewicht von 230 kg und darf insgesamt mit maximal 435 kg unterwegs sein.Zwei Kritikpunkte hatte sich die Yamaha TDM 850 3VD zu ihrer Zeit eingefangen: Zum Einen wurde der relativ hohe Durchschnittsverbrauch von knapp sechs Litern Normalbenzin pro 100 Kilometer bemängelt (das Tankvolumen fasst insgesamt 18 Liter, davon drei Liter Reserve), zum Anderen die zu hohen Lastwechselreaktionen, also ein etwas erschwertes Handling bei Gaswegnahme in Kurven. Bei der Entwicklung der Nachfolgerin mit dem Kürzel „4TX“ ab 1996 stand die Behebung dieser beiden Mängel unter anderem im Vordergrund.

Die Yamaha TDM 850 4TX

Die Yamaha TDM 850 4TX wurde von 1996 bis 2001 gebaut und löste das 3VD-Modell ab. Äußerlich änderte sich bis auf die vordere Verkleidung und die in die Maske integrierte Beleuchtung nicht viel – technisch hingegen so einiges: Zunächst einmal wurde der Hubzapfenversatz der beiden Zylinder von ursprünglich 360 Grad auf 270 Grad reduziert und das Verdichungsverhältnis von 9,2:1 auf 10,5:1 erhöht. So konnte im Zuge einer anderen Zündfolge nicht nur der Motorklang in Richtung eines V-Motors verbessert werden, sondern auch die Leistung erfuhr eine Steigerung von 57 kW (77 PS) auf 60 kW (82 PS). Im gleichen Atemzug konnten der Benzinverbrauch und die oftmals kritisierten Lastwechselreaktionen reduziert werden, außerdem erhielt der Tank zwei Liter mehr Inhalt und das Getriebe eine engere Stufung. Alles in allem schaffte es die zweite Generation der Yamaha TDM 850 im Vergleich zu ersten Version und zu anderen Sportourern als sparsam zu gelten.