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Yamaha XS 1100

Yamaha XS 1100 - das Kraftwerk

Die Yamaha XS 1100 war ab 1979 das Spitzenmodell der XS-Serie, die damals acht Viertakt-Motorräder ab 250 ccm umfasste. Mit dieser Maschine wollte Yamaha die Konkurrenz von Honda, Suzuki, Kawasaki und BMW in Sachen Leistung und Geschwindigkeit übertreffen, was auch prompt gelang. Der Vierzylindermotor der Yamaha XS 1100 setzt 95 PS bei 8500 U/min frei. Das üppige Drehmoment von 93 Nm findet sogar schon bei 6200 U/min statt. Gegen dieses Kraftwerk sah sogar eine Kawasaki Z 1000 alt aus. Damit hatte sich Yamaha im Wettrüsten um den stärksten Donnerbolzen (vorübergehend) an die Spitze gesetzt.

Die bärige Leistung hat freilich ihren Preis. Wegen ihres Kampfgewichts von 286 kg war und ist die Yamaha XS 1100 auch als „Eisenhaufen” bekannt. Zumal im Unterschied zu den ebenfalls schwergewichtigen Harleys der Schwerpunkt deutlich höher liegt. Dieses Motorrad im Stand zu manövrieren oder aufzubocken, verlangt schon eine kräftig zupackende Hand. Das Motorrad dankt es aber mit einem Überschuss an Kraft und Drehmoment in allen Lebenslagen.

Damals schnellstes Serienmotorrad

So läuft die Yamaha XS 1100 223 km/h schnell und war damit das schnellste Serienmotorrad weltweit. Mit der unverkleideten Yamaha XS 1100 sind solche Geschwindigkeitsorgien freilich nicht lange durchzuhalten. Wesentlich talentierter ist diese Maschine als Reisemotorrad. Ob solo oder zu zweit, gerne auch mit viel Gepäck, die große Yamaha gibt gerne den Lastesel und legt dabei weiterhin souveräne Fahrleistungen hin. Dabei haben beide Passagiere viel Platz auf der Sitzbank. Auch der Federungskomfort ist sehr befriedigend. Zu ihrer Zeit war die XS 1100 eine der besten Tourenmaschinen.

Dazu trägt wesentlich die robuste Technik bei. So überdauert der bullige Motor gerne Strecken von 200.000 km und mehr. Dabei sind meist hauptsächlich Ventile und Vergaser einzustellen und das Öl zu wechseln. Die Kardanwelle als Endantrieb benötigt ebenfalls kaum Wartung.

Aktive Fanszene

Neben der Standardversion wurden einige Sonderversionen aufgelegt. Eine war 1979 die Yamaha XS 1100 „Martini” mit einer großen aerodynamisch optimierten Verkleidung. 1980 brachte Yamaha die XS 1100 S für „Sport”. Die fällt durch einige Designänderungen mit 272 kg etwas leichter aus.

Zwar hat die XS 1100 nie den Ruhm eine Kawasaki Z 900 oder Hoda 750 Four erlangt. Aber es gibt heute eine rege Fanszene, die durch einige Internetforen verbunden ist. Vielleicht kommt daher auch das oft gehobene Preisniveau gebrauchter Maschinen. Bei Autoscout24 werden für über 30 Jahre alte Yamaha XS 1100 regelmäßig gut vierstellige Beträge verla