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Yamaha XS 750

Yamaha XS 750 - die große Welle

Mit der Yamaha XS 750 produzierte der japanische Hersteller 1976 bis 1981 ein recht ungewöhnliches Motorrad: Die Kombination aus einem Dreizylindermotor mit einer Kardanwelle war damals recht exotisch. Das Motorrad sollte vor allem den damals beliebten Tourenmaschinen mit Kardanwelle, insbesondere von BMW und Moto Guzzi, Konkurrenz machen, was letztlich durchaus gelang.

Gegenüber den klassischen europäischen Tourern erforderte die Kardanwelle bei der Yamaha XS 750 größeren technischen Aufwand. Denn wegen der quer zur Fahrtrichtung liegenden Kurbelwelle des Reihenmotors muss die Drehrichtung nicht nur hinten, sondern auch vorne umgewandelt werden. Für diese Konstruktion holte sich Yamaha Unterstützung beim Ludwigsburger Getriebespezialisten Getrag. Der konstruierte in Zusammenarbeit mit den Japanern eine ausgefeilte Lösung, mit der die Kardanwelle sogar deutlich weniger Lastwechselreaktionen zeigt, als man sie von BMW und Moto Guzzi kennt.

Durchzugsstarker Dreizylinder

Auch der Motor war überzeugend für die anvisierte Klientel. Der Dreizylinder zeigte von Beginn an viel Kraft bei niedrigen Drehzahlen - also die von Tourenfahrern meist bevorzugte Charakteristik. Mit 64 PS bei 7200 U/min liegt die Nennleistung der Yamaha XS 750 in einer ähnlichen Größenordnung wie bei anderen japanischen 750ern. Von Anfang an hatte die Yamaha die damals bevorzugten Gussräder. Zur Zufriedenheit gab auch die Bremsanlage Anlass, die mit zwei Scheiben vorne und einer Scheibe hinten das immerhin rund fünf Zentner schwere Motorrad sicher verzögert. Nur das Tankvolumen ist für Langstreckenfahrer mit 17 Litern unbefriedigend. In der Fachpresse wurde das Motorrad überwiegend sehr positiv aufgenommen. Eine US-Zeitschrift bezeichnete die XS 750 als „BMW zum Schnäppchenpreis" und nahm sie in die Liste der Top 10 Motorräder für 1976 auf.

Für den Jahrgang 1978 legte Yamaha eine deutlich verbesserte Ausführung der XS 750 vor. Durch einige Änderungen am Motor und eine neue kontaktlose Zündanlage stieg die Nennleistung von 64 PS auf 74 PS. Das führt zu deutlich verbesserten Fahrleistungen bei reduziertem Verbrauch. Die Yamaha XS 750 von 1978 läuft fast 200 km/h. 1979 erhielt die Maschine einen Tank mit 24 Liter Volumen.

Ab 1980 vergrößerte Yamaha den Motor auf 850 ccm und benannte die Maschine um in XS 850, aber das Motorrad war im Wesentlichen noch das gleiche. Die Leistung stieg auf 79 PS bei 8500 U/min. Dadurch konnte Yamaha zum neuen Kardantourer Suzuki GS 850 mit 78 PS aufschließen. Auch die XS 8850 war ein beliebtes Langstreckenmotorrad bis zur Einstellung des Modells Ende 1981.