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Yamaha XTZ 750

Yamaha XTZ 750 - leistungsstarke Reiseenduro

Mit der Yamaha XTZ 750 hatte der japanische Hersteller von 1989 bis 1996 eine große Reiseenduro mit Zweizylinder-Motor im Programm. Das Motorrad hat den Beinamen „Super Ténéré", in Anlehnung an eine ehemalige Teilstrecke der Rallye Paris-Dakar. Mit einer Sportversion dieser Enduro hatte Yamaha 1991 die ersten drei Plätze der Motorradwertung belegt. Den gleichen Beinamen verwendet Yamaha auch bei einer 660er-Enduro, mit der die Yamaha XTZ 750 jedoch nichts gemein hat. Ähnliche Fahrzeuge der Wettbewerber waren hauptsächlich die Honda XRV 750 Africa Twin und die BMW R 80 G/S.

Angetrieben wird dieses Motorrad durch einen Zweizylinder-Reihenmotor mit 69 PS bei 7.500 U/min und 67 Nm bei 6.750 U/min. Das waren fünf PS mehr als bei der Africa Twin. Ungewöhnlich am Motor sind die Fünfventilköpfe mit drei Einlass- und zwei Auslassventilen. Zum Zeitpunkt der Neuvorstellung war die Yamaha XTZ 750 die stärkste Reiseenduro am Markt. Immerhin läuft sie bis zu 180 km/h schnell. Der Motor hatte zwar nicht die große Durchzugskraft, wie sie für Einzylinder-Enduros typisch ist, er konnte aber durch seine Leistungsstärke viele Fahrer von der Yamaha XTZ 750 überzeugen.

Fahrwerk bereit für die Wüste

Das Fahrwerk verhielt sich in etwa so, als wollte die Enduro an der nächsten Querstraße rechts Richtung Sahara abbiegen. Mit 235 mm vorne und 215 mm hinten sind die Federwege sehr großzügig bemessen, was auch auf unebenen Pisten eine beschleunigte Gangart erlaubt. Unter dem Motor befindet sich eine Platte zum Schutz vor Steinschlag. Mit 26 Litern Volumen hat der Tank expeditionstaugliche Ausmaße. Hinzu kommt der charakteristische Doppelscheinwerfer, mit dem sich die Wüste des Nachts erhellen lässt. So ist man für alle Fälle gerüstet.

Bereits 1990 ließ Yamaha dem Motorrad die erste Modellpflege angedeihen. Die Soziusfußrasten wurden geändert für besseren Fahrkomfort. Der Batterieladeregler wurde durch ein neues Bauteil ersetzt, weil das alte Teil Schäden am Generator oder der Batterie verursachen konnte. Viele Fahrer führten an der Maschine auch Verbesserungen in eigener Regie durch. Dazu zählten insbesondere härtere Federn für Gabel und Federbein, um ein strafferes Fahrwerk zu erlangen. Die Bremsleitungen änderten viele auf Stahlflexleitungen, weil das für einen exakteren Druckpunkt und somit für bessere Dosierbarkeit der Bremse sorgt. Der Motor hingegen lässt nichts zu wünschen übrig und ist für viele ein Grund, der Yamaha XTZ 750 die Treue zu halten.