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Yamaha YZF 600

Yamaha YZF 600 - Donnerkatze mit frischem Sportsgeist

Als Nachfolger der FZR 600 bringt der japanische Motorradhersteller Yamaha 1996 die Yamaha YZF 600 R Thundercat (zu deutsch: "Donnerkatze") in Europa auf den Markt und bietet sie dort bis 2004 an. In den USA wird das Modell noch bis einschließlich 2007 angeboten. Mit einem Trockengewicht von knapp 190 kg kann sie sich auf der Rennstrecke gegen die oft leichteren Konkurrenzmodelle trotz guter Fahrleistungen nur schwer durchsetzen und wird daher 1999 von der YZF-R6 abgelöst. Fortan soll die Thundercat als Supersporttourer verkauft werden. Während sie auf der Rennstrecke nicht überzeugen kann, kommen ihre Vorzüge auf der Landstraße sehr viel besser zur Geltung als auf den schnelllebigen Rundkursen.

Effizienz und angenehme Fahreigenschaften

Da bereits ab 1998 die Konkurrenz in Form der halb verkleideten und deutlich günstigeren Fazer im eigenen Hause heranwächst, bleibt der Yamaha YZF 600 insgesamt nur ein recht kurzes Gastspiel auf dem internationalen Motorrad-Markt vergönnt. Während sie 2002 schon wieder aus dem Programm des Herstellers verschwindet, bleibt sie auf dem Secondhand-Markt für viele Biker die erste Wahl, wenn sie auf der Suche nach einem wendigen Tourensportler sind.

Als Triebwerk kommt ein 98 PS starker Viertakt-Reihenmotor mit vier Zylindern, 16 Ventilen und zwei obenliegenden Nockenwellen zum Einsatz. Das maximale Drehmoment erreicht der flüssigkeitsgekühlte Motor mit 66 Nm bei 9.500 Umdrehungen pro Minute. Damit schafft die Japanerin 240 km/h Topspeed. Wer die Donnerkatze aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt, benötigt dafür nur 3,6 Sekunden. Mit ihren sechs Gängen, einem sehr laufruhigen und kultivierten Motor und einem komfortablen Fahrwerk, das sich auf alle Belange einstellen lässt, bietet die Yamaha YZF 600 echte Tourenqualitäten. Im Gegensatz zu manch anderen Konkurrenzmodellen sind die Lenkerstummel vergleichsweise hoch montiert. Außerdem verwöhnt der supersportliche Tourer seine Piloten mit einer bequemen Sitzbank und einem effizienten Windschutz. Besonders erwähnenswert ist die Bremsanlage der sportlichen Japanerin für das Vorderrad. Wie aus einem Guss verzögern die beiden einteiligen Festsattelzangen und bieten sowohl im Alltagsbetrieb als auch auf einer Tour durch die Alpen eine wichtige Sicherheitsreserve. Souverän meistern die Federelemente hinten und vorne die Straßenunebenheiten und lassen sich auf nahezu alle Fahrbahn- und Gewichtsverhältnisse justieren. Die recht kurzen Wartungsintervalle von nur 5.000 Kilometern dürften bei den Inspektionskosten durchaus ein Entscheidungskriterium darstellen. Ambitionierte Schrauber können aber einen großen Teil der nötigen Einstellarbeiten wie Ketten spannen, Ölkontrolle oder einen eventuell notwendigen Reifenwechsel mithilfe des dazugehörigen Werkstatthandbuchs problemlos selbst durchführen. Allerdings wird die Yamaha YZF 600 serienmäßig ohne Hauptständer angeboten, sodass hier bei der Wartung zuhause zu Alternativen gegriffen werden muss.