Was kostet das Laden eines E-Autos?

Was kostet das Laden eines E-Autos?
Preise pro kWh und pro 100 Kilometer für Zuhause, öffentlich und Schnellladen.
Was kostet das Laden eines E-Autos? Am günstigsten lädst du zuhause: Mit Haushaltsstrom (rund 30 bis 40 Cent pro kWh) kostet dich das etwa 5 bis 8 Euro pro 100 Kilometer. Öffentliches Laden liegt je nach Tarif bei rund 7 bis 14 Euro pro 100 Kilometer, Schnellladen an der Autobahn bei rund 9 bis 16 Euro. Mit einem Ladetarif statt spontanem Ad-hoc-Laden sparst du spürbar. Die genauen Kosten hängen von Strompreis, Verbrauch und Tarif ab.
Das Wichtigste in Kürze
Zuhause am günstigsten: rund 30 bis 40 Cent pro kWh, also etwa 5 bis 8 Euro pro 100 Kilometer.
Öffentlich laden: je nach Tarif rund 40 bis 70 Cent pro kWh, spontanes Ad-hoc-Laden ist meist am teuersten.
Schnellladen (HPC): rund 70 bis 80 Cent pro kWh, praktisch auf der Langstrecke, aber der teuerste Weg.
Ladetarif lohnt sich: Mit einer Ladekarte oder App zahlst du deutlich weniger als beim spontanen Laden ohne Vertrag.
Faustregel: Ein E-Auto verbraucht rund 15 bis 20 kWh pro 100 Kilometer. Der Verbrauch mal Strompreis ergibt deine Kosten.
Inhalt
Kosten im Überblick | Zuhause laden | Öffentlich laden | Schnellladen | Spartipps
Was kostet das Laden? Der Überblick
Wie viel das Laden kostet, hängt vor allem davon ab, wo du lädst. Zuhause mit Haushaltsstrom ist es am günstigsten, an der öffentlichen Ladesäule etwas teurer, am Schnelllader an der Autobahn am teuersten. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Orientierungswerte pro kWh und umgerechnet auf 100 Kilometer.
Grundlage der Umrechnung ist ein durchschnittlicher Verbrauch von rund 15 bis 20 kWh pro 100 Kilometer. Kleinwagen liegen darunter, große SUV darüber.
| Ladeort | Preis pro kWh (Orientierung) | Kosten pro 100 km |
|---|---|---|
| Zuhause (Haushaltsstrom) | rund 30 bis 40 Cent | rund 5 bis 8 Euro |
| Öffentlich (AC, mit Tarif) | rund 40 bis 70 Cent | rund 7 bis 14 Euro |
| Schnellladen (DC/HPC) | rund 70 bis 80 Cent | rund 9 bis 16 Euro |
Zuhause laden: der günstigste Weg
Wer zuhause laden kann, fährt am günstigsten. Du zahlst deinen normalen Haushaltsstrompreis, aktuell rund 30 bis 40 Cent pro kWh. Bei einem Verbrauch von 15 bis 20 kWh pro 100 Kilometer sind das etwa 5 bis 8 Euro pro 100 Kilometer, deutlich weniger als an jeder öffentlichen Säule.
Praktisch geht das über eine Wallbox, die schneller und sicherer lädt als die normale Haushaltssteckdose. Die Wallbox ist eine einmalige Anschaffung inklusive Installation, danach lädst du dauerhaft zum Haushaltstarif. Wie lange eine Ladung dauert, schätzt du mit dem Ladezeitenrechner. Noch günstiger wird es mit einem speziellen Autostrom- oder Wärmepumpentarif oder mit eigener Photovoltaik.
Öffentlich laden: auf den Tarif kommt es an
An öffentlichen Ladesäulen zahlst du je nach Anbieter und Tarif rund 40 bis 70 Cent pro kWh. Der wichtigste Hebel ist hier der Tarif: Mit einer Ladekarte oder Lade-App im Vertrag zahlst du deutlich weniger als beim spontanen Ad-hoc-Laden ohne Vertrag, das fast immer am teuersten ist.
Wer viel öffentlich lädt, sollte deshalb Anbieter und Tarife vergleichen. Manche Tarife haben eine monatliche Grundgebühr und dafür einen niedrigeren kWh-Preis, andere sind ohne Grundgebühr, dafür teurer pro kWh. Was sich lohnt, hängt davon ab, wie oft du unterwegs lädst. Grundlagen zu Ladearten und Steckern findest du im Ratgeber E-Auto laden.
Zuhause vs. öffentlich laden: Pro und Contra
Zuhause laden – Pro:
- Günstigster Preis dank Haushaltsstrom (rund 30 bis 40 Cent pro kWh)
- Bequem über Nacht laden, das Auto ist morgens voll
- Kein Suchen nach einer freien Ladesäule
Zuhause laden – Contra:
- Eigener Stellplatz oder eigene Garage nötig
- Wallbox muss angeschafft und installiert werden
- Ladeleistung meist niedriger als am Schnelllader
Öffentlich laden – Pro:
- Überall verfügbar, auch ohne eigenen Stellplatz
- Höhere Ladeleistung, besonders an DC-Schnellladern
- Ideal für unterwegs und auf längeren Strecken
Öffentlich laden – Contra:
- Teurer pro kWh (rund 40 bis 70 Cent, ad hoc noch mehr)
- Preise und Tarife hängen stark vom Anbieter ab
- Ladesäule kann besetzt oder außer Betrieb sein
Schnellladen: schnell, aber am teuersten
Am Schnelllader (DC oder HPC) an der Autobahn lädst du in kurzer Zeit viel Energie nach, zahlst dafür aber am meisten: rund 70 bis 80 Cent pro kWh, umgerechnet etwa 9 bis 16 Euro pro 100 Kilometer. Für die Langstrecke ist das der praktische Weg, im Alltag lohnt es sich dagegen selten.
Ein Tipp fürs Sparen: Schnellladen ist im Bereich von etwa 10 bis 80 Prozent am effizientesten, danach lädt das Auto deutlich langsamer. Wer den Ladestopp dort beendet und nicht bis 100 Prozent auffüllt, spart Zeit und oft auch Geld. Wie lange ein Schnellladestopp bei deinem Modell dauert, zeigt der Ladezeitenrechner.
Tipps: So senkst du deine Ladekosten
- Wenn möglich zuhause laden, das ist fast immer am günstigsten.
- Einen passenden Autostrom- oder Ladetarif wählen, statt spontan ad hoc zu laden.
- Anbieter und kWh-Preise vergleichen, gerade wer viel öffentlich lädt.
- Am Schnelllader nur bis rund 80 Prozent laden, der Rest dauert länger und lohnt selten.
- Eigene Photovoltaik nutzen, wenn vorhanden, dann lädst du besonders günstig.
- Als Halter eines reinen E-Autos die THG-Prämie mitnehmen, das senkt die laufenden Kosten zusätzlich.
Weiter im E-Auto-Ratgeber
- Ladedauer berechnen: Ladezeitenrechner
- Laden im Alltag: E-Auto laden
- Reichweite einschätzen: Reichweitenrechner
- Förderung sichern: E-Auto-Förderung und THG-Prämie
Stand: 09/2026. Alle Preise sind Orientierungswerte und hängen von Strompreis, Verbrauch, Anbieter und Tarif ab. Haushaltsstrompreise nach Bundesnetzagentur, Ladepreise nach Anbieter- und Vergleichsdaten (u. a. Verivox, ADAC).