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NSU Prima

NSU Prima: Oldtimerflair aus Neckarsulm

Die NSU-Werke in Neckarsulm bauten unter dem Namen NSU Prima Motorroller, die die in Innocenti-Lizenz hergestellten NSU Lambretta ablösten. Die NSU Prima wurden unabhängig vom Lizenzvertrag verkauft und exportiert. 1956 kam die erste Ausführung, die Prima D, auf den Markt. Bis zum Ende der Produktionszeit im Jahr 1964 wurden insgesamt 160.645 NSU Prima Roller hergestellt.

Die einzelnen Modelle im Überblick

Aus technischer Sicht entsprach die NSU Prima D weitgehend der finalen Version der NSU Lambretta. Sie wies einen verwindungssteifen Stahlrohrrahmen sowie eine Ganzstahlkarosserie auf Gummipuffern mit freiem Durchstieg auf. Des weiteren charakterisierte sich die NSU Prima D durch zwei Schwingsättel und ein weit hochgezogenes Frontschild. Die hinteren Seitenteile waren leicht abnehmbar. Der Motor befand sich innerhalb der Verkleidung vor dem Hinterrad. Da die Räder austauschbar waren, ließ sich das serienmäßige Ersatzrad vorne wie hinten einbauen. Die NSU Prima D verfügte über einen Profil-Pressstahllenker, in dem die Bowdenzüge und Kabel verdeckt eingefügt waren. Bei dem Motor handelte es sich um einen gebläsegekühlten Einzylinder-Zweitaktmotor mit einem 146 ccm großen Hubraum und einer Leistung von 6,2 PS. Das Dreiganggetriebe ließ sich mittels eines Drehgriffs links am Lenker schalten. Das Hinterrad wurde über eine Kardanwelle, Kegelräder und eine Mehrscheibenkupplung angetrieben. Die Maximalgeschwindigkeit belief sich auf 80km/h.

Die NSU Prima V und die NSU Prima III wurden von 1957 bis 1964 produziert. Bei der 1957 neu vorgestellten Prima V handelte es sich um eine Neukonstruktion mit Triebsatzschwinge und Zentralrohrrahmen. Der Motor wies einen Hubraum von 175 ccm auf und leistete ganze 9,5 PS. Nun gab es ein Vierganggetriebe mit Fußschaltschwippe. Die Kardanwelle behielt man bei. Das Armaturenbrett war jetzt mit einer Kontrollanzeige für Tankinhalt, Zeituhr und Zündung sowie mit einem Tachometer ausgestattet.

Die NSU Prima III, die zur gleichen Zeit angeboten wurde, war die Ausführung mit einem 145-ccm-Motor und einer Leistung von 7,4 PS. Die leicht preisgünstigere Variante wies keine Lichthupe und Nebelscheinwerfer aus.

Im November 1959 brachten die Neckarsulmer zusätzlich die NSU Prima III K und NSU Prima III KL heraus, die mit einem Kickstarter ausgestattet waren. Die NSU Prima III K wies einen geringeren Chromschmuck als ihre „Kollegin“ auf und war dementsprechend günstiger.