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Audi A6 Limousine

Mit den Limousinen der Baureihe A6 etabliert sich Audi als Premiumhersteller

In den 1970er Jahren war die Aufgabenverteilung im entstehenden VW-Konzern ganz klar: Die Wolfsburger nutzten die modernen Antriebstechnologien ihres gerade zugekauften Partners Audi-NSU, um ihre Position im Segment der kompakten Modelle und Kleinwagen auszubauen, während die Audi-Konstrukteure an ihrem neuen Firmensitz in Ingolstadt an der Entwicklung von Modellen der Mittelklasse und oberen Mittelklasse arbeiten sollten. Auf diese Weise konnte die Marke Audi erhalten werden, während NSU als Kleinwagenmarke bald verschwand. Und die Bayern machten ihre Aufgabe offenbar gut. Mit Hilfe einer neuen Generation von Turbomotoren konnten sie sogar den Prestigeerfolg für sich verbuchen, mit dem Audi 200 in den 1980er Jahren die leistungsfähigste Limousine eines Volumenherstellers im Programm zu haben. Das Ausnahmemodell gab zugleich die Richtung für die weitere Entwicklung in der oberen Mittelklasse der Ingolstädter vor: Sportliche Limousinen mit einem großzügigen Platzangebot zu bauen. Diesen Anspruch wollten sie mit dem Audi A6 umsetzen, der im Jahr 1994 erstmals vom Band lief und gemeinsam mit der fast zeitgleich präsentierten Oberklasse-Limousine der Baureihe A8 eine neue Ära im Unternehmens einleitete, das sich in den folgenden Jahren auf den internationalen Märkten als Premiumhersteller etablieren konnte. Die Stufenhecklimousinen der Baureihe A6 trugen wesentlich zum Imagewechsel Audis bei und wurden zum Klassiker im Programm der Ingolstädter.

Innovative Fertigungstechnik und größere Limousinenmaße für den Audi A6

Bekannt wurden die Limousinen der Baureihe Audi A6 bereits in der von 1994 bis 1997 hergestellten ersten Generation durch die innovative Fertigungstechnik der Bayern, die dort wie bereits beim Vorgänger Audi 100 auf eine vollverzinkte Karosserie setzten. Das Verfahren sicherte den A6 Limousinen eine hohe Wertstabilität auch als Gebrauchtwagen, da die Modelle als wenig rostanfällig galten. Während die erste Generation der Viertürer technisch und optisch noch weitgehend auf dem Audi 100 der 1980er Jahre basierte, präsentierte der Hersteller im Jahr 1997 eine grundlegend neu konzipierte Limousinen-Konstruktion in der oberen Mittelklasse, die sich durch ein rundlicheres Karosseriedesign und größere Abmessungen auszeichnete. Die Limousinen legten mit einem um fast zehn Zentimeter auf 2,76 Meter verlängerten Radstand und ihrer auf knapp 4,80 Meter angewachsenen Länge einen deutlichen Abstand zwischen sich und die erste Generation der Audi A6 Limousinen.

Die A6 Limousinen zeigen erstmals den Audi Single-Frame

Die Limousinen der Baureihe Audi A6 waren die ersten Modelle, die mit dem Generationswechsel des Jahres 2004 das neue Markengesicht des Herstellers zeigten, das seither durch einen großen einteiligen Kühlergrill geprägt war, der als Audi Single-Frame bekannt wurde. Durch die mächtig vorgeschobene Front änderten die Stufenheckmodelle ihren Auftritt radikal und unterstrichen den Anspruch Audis als Hersteller von Sportlimousinen. Obwohl die Modelle der oberen Mittelklasse nun auf eine Gesamtlänge von beinahe 4,92 Meter kamen, erhielten sie durch ihre lang abfallende Dachlinie einen fast Coupé-artigen Auftritt. Der Trend zu einem sportlicheren Charakter setzte sich mit der Einführung der vierten A6-Generation im Jahr 2011 fort. Die Limousinen der Baureihe zeigten einen nun in Sechseckform gestalteten Single-Frame-Kühlergrill, eine breit angelegte Frontschürze mit großen Lufteinlässen und geschwungene Scheinwerfer. Schmale Rückleuchten und eine Spoilerkante als Heckabschluss sollten den dynamischen Charakter der A6 Limousinen auch in der Rückansicht stärker zum Ausdruck bringen. Zugleich verlängerten die Konstrukteure den Radstand der Viertürer auf über 2,91 Meter, so dass im Innenraum deutlich mehr Platz als in den Vorgängern zur Verfügung stand.

Im Jahr 2012 kommt eine Audi A6 Limousine mit Hybridantrieb auf den Markt

Bereits zum Zeitpunkt der Markteinführung der Limousinen der Baureihe A6 hatte Audi neben den Einstiegsmotorisierungen mit vier Zylindern auf sportlicher agierende Antriebe mit fünf und sechs Zylindern gesetzt. Viele Kunden entschieden sich für die V6-Modelle, die den Limousinen Leistungswerte von bis zu 142 kW (193 PS) bieten konnten. Auch Fünfzylinder-Selbstzünder mit bis zu 103 kW (140 PS) gehörten anfangs zum Motorenprogramm. Ab dem Baujahr 2004 bot der Hersteller in seiner oberen Mittelklasse fast nur noch Benziner mit V6-Motoren an, die in den Hubraumklassen von 2,4 bis 3,2 Liter realisiert wurden. Spitzenmodelle bei den Großserienfahrzeugen wurden die Audi A6 mit V8-Motoren und 4,2 Litern Hubraum, die eine Leistung von 257 kW (350 PS) ablieferten. Auch bei den stärksten Dieseln setzten die Ingolstädter nun auf V6-Aggregate mit bis zu 3,0 Litern Hubraum und 176 kW (240 PS). Im Jahr 2011 konnten die leistungsfähigsten Diesel dieser Hubraumklasse über 230 kW (313 PS) verfügen. Im Jahr 2012 ergänzte eine Hybridversion die Motorenpalette bei den A6 Limousinen.

Sportlimousinen werten die Baureihe der Audi A6 seit dem Jahr 1994 auf

Kurz nach dem Serienstart der Limousinen werteten die Ingolstädter die A6-Baureihe durch eine Kleinserie von Sportmodellen auf, die unter der Bezeichnung Audi S6 in den Handel kamen. Mit Leistungswerten von bis zu 240 kW (326 PS) waren die Sportlimousinen bis 2001 die Flaggschiffe im Programm. Mit dem Baujahr 2008 übernahmen diese Rolle die nochmals in der Leistung gesteigerten RS6, die wie alle Sportlimousinen serienmäßig mit Allradantrieb vom Band liefen, der auch für die leistungsstärkeren Großserienmodelle erhältlich war.