Wartungskosten beim E-Auto: Was kostet der Unterhalt?

Wartungskosten beim E-Auto: Was kostet der Unterhalt?

Wo du gegenüber dem Verbrenner sparst und wo es teurer werden kann.

Wie hoch sind die Wartungskosten beim E-Auto? In der Regel niedriger als beim Verbrenner. Laut einer ADAC-Untersuchung sind Inspektionen bei Elektroautos rund ein Drittel günstiger, je nach Marke zwischen etwa 39 und 58 Prozent. Der Grund: Ein E-Auto hat deutlich weniger Verschleißteile, kein Motoröl, keine Zündkerzen, keine Abgasanlage, und die Bremsen halten dank Rekuperation länger. Teurer können dagegen die Reifen werden, und manche Werkstätten verlangen höhere Stundensätze. Die genauen Kosten hängen von Modell, Werkstatt und Fahrprofil ab.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Meist günstiger: E-Auto-Inspektionen kosten laut ADAC rund ein Drittel weniger als beim Verbrenner.

  • Weniger Verschleiß: kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, kein Zahnriemen, keine Abgasanlage.

  • Bremsen halten länger: Durch die Rekuperation wird die mechanische Bremse geschont.

  • Kann teurer sein: Reifen verschleißen wegen Gewicht und Drehmoment oft schneller, und einige Werkstätten setzen höhere Stundensätze an.

  • Trotzdem nötig: Inspektion, Bremsflüssigkeit, Klimafilter, Kühlmittel, 12-Volt-Batterie und Software-Updates.

Was kostet die Wartung? Der Überblick

Ob sich ein E-Auto im Unterhalt lohnt, entscheidet sich vor allem bei den wiederkehrenden Wartungsarbeiten. Weil viele typische Verschleißpositionen des Verbrenners komplett wegfallen, ist der Wartungsaufwand insgesamt geringer. Die folgende Tabelle zeigt, wo die Unterschiede liegen. Die Angaben sind Orientierungswerte, im Einzelfall zählt immer das konkrete Modell.

Position Verbrenner E-Auto
Ölwechsel und Ölfilter regelmäßig nötig entfällt
Zündkerzen, Zahnriemen regelmäßig nötig entfällt
Abgasanlage, Auspuff vorhanden entfällt
Bremsen normaler Verschleiß geringerer Verschleiß durch Rekuperation
Reifen normaler Verschleiß oft höherer Verschleiß
Inspektion gesamt Basiswert rund ein Drittel günstiger

Warum E-Autos in der Wartung günstiger sind

Ein Elektromotor hat sehr wenige bewegliche Teile im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor. Es gibt kein Motoröl, keinen Ölfilter, keine Zündkerzen, keinen Zahnriemen und keine Abgasanlage. Damit entfallen genau die Positionen, die beim Verbrenner regelmäßig Geld kosten. Der ADAC hat Inspektionskosten verglichen und kam je nach Hersteller auf deutliche Ersparnisse, etwa 58 Prozent bei BMW, 45 Prozent bei Mercedes-Benz, 44 Prozent bei Volkswagen und 39 Prozent bei Hyundai. Eine Ausnahme bildete Dacia, wo der Verbrenner günstiger war.

Dazu kommt die Rekuperation: Beim Bremsen gewinnt das E-Auto Energie zurück und nutzt dabei oft den Motor statt der mechanischen Bremse. Die Bremsbeläge und Bremsscheiben verschleißen dadurch langsamer und müssen seltener getauscht werden.

E-Auto-Hochvolt-Batterie im Fahrzeug-Chassis

Weniger Teile, weniger Wartung

Der Antrieb eines Elektroautos besteht im Kern aus Batterie, Elektromotor und Leistungselektronik. Es gibt keinen Ölkreislauf, keine Zündanlage, keinen Zahnriemen und keine Abgasanlage. Genau diese Bauteile verursachen beim Verbrenner die regelmäßigen Werkstattkosten. Beim E-Auto entfallen sie, deshalb ist die Inspektion einfacher und in der Regel günstiger.

Was beim E-Auto trotzdem gewartet wird

Wartungsfrei ist auch ein Elektroauto nicht. Diese Punkte fallen weiterhin an:

  • Regelmäßige Inspektion nach Herstellervorgabe

  • Bremsflüssigkeit wechseln

  • Kühlmittel für die Batterie prüfen

  • Innenraum- und Klimafilter tauschen

  • 12-Volt-Batterie prüfen und bei Bedarf ersetzen

  • Reifen, Wischerblätter und Scheibenwaschanlage

  • Software-Updates und Prüfung des Hochvoltsystems

Wo E-Autos teurer sein können

Trotz des Kostenvorteils gibt es Positionen, bei denen ein E-Auto teurer werden kann. Reifen verschleißen wegen des höheren Gewichts und des sofort anliegenden Drehmoments oft schneller, was die Reifenkosten erhöht. Außerdem hat der ADAC festgestellt, dass rund die Hälfte der Werkstätten für Arbeiten am E-Auto etwa 17 Prozent höhere Stundensätze verlangt, obwohl es dafür technisch keinen klaren Grund gibt. Bei einem Schaden können außerdem Reparaturen an der Hochvoltbatterie teuer sein. Ein Preisvergleich zwischen Werkstätten lohnt sich deshalb.

Reifenwechsel

Reifen: der Kostentreiber beim E-Auto

Elektroautos sind wegen der Batterie schwerer als vergleichbare Verbrenner und liefern ihr Drehmoment sofort. Beides belastet die Reifen stärker, sodass sie oft früher getauscht werden müssen. Wer regelmäßig Luftdruck und Profil kontrolliert und sanft anfährt, verlängert die Lebensdauer spürbar.

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Tipps: So senkst du deine Wartungskosten

  • Werkstätten vergleichen: gerade beim Stundensatz für E-Auto-Arbeiten lohnt sich der Blick auf mehrere Angebote.

  • Marke prüfen: Nicht jede Marke ist gleich, Inspektionskosten je nach Hersteller vorher erfragen.

  • Reifen im Blick behalten: auf gleichmäßigen Verschleiß und den richtigen Luftdruck achten.

  • Intervalle einhalten: damit die Herstellergarantie auf die Batterie erhalten bleibt.

  • Gesamtkosten betrachten: Wartung ist nur ein Teil, dazu kommen Ladekosten, Versicherung und Wertverlust.

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Stand: 09/2026. Alle Kosten sind Orientierungswerte und hängen von Modell, Werkstatt und Fahrprofil ab. Inspektions- und Kostenvergleiche nach ADAC-Untersuchung 2026.